Highlights Usbekistan

die Seidenstraße

Samarkand

Tagebuch Samarkand

Wir kommen um 12:30 mit den Zug aus Taschkent in Samarkand an. Unsere Zug-Tickets wollte keiner sehen!?!
Wir haben mal wieder eine Yandex Fahrt für fast Nix zu unserem Hotel. Etwas eng wird’s diesmal allerdings – mit 3 Leuten, 3 Koffern und 3 Rucksäcken.
Wir chillen erst mal ein bisschen auf der Terrasse im Innenhof und machen und gegen 16:00 Uhr auf den Weg zum Registan.

Was für ein Platz. Unfassbar!

Da alle drei Gebäude Medressen und keine Moscheen sind, gilt auch kein strenger Dresscode. Wir werden so viele Fotos mit blauen Kuppeln haben …
Nach einer Runde durch alle drei Gebäude spazieren wir noch über die Islam Karimov Fußgängerzone zur Bibi Khanum Moschee und zu ihrem Mausoleum.
Danach ist Schluss für heute. Beim Registan um die Ecke essen wir leckere Fleischspeise im Munis.

Nach einem grandiosen Frühstück geht es heute entspannt mit dem Yandex zum Mausoleum von Islam Karimov. Und nach einer kleinen Runde dort zu Fuß zur Totenstadt Schah-I-Zinda. Das ist ein absolutes Highlight und musst du unbedingt besuchen.

Wir machen im Schatten von Bini Khanum eine Mittagspause und nehmen uns dann noch mal ein Yandex zu Ulug Bergs Observatorium. Wir schauen uns das kleine Museum und anschließend das Grab des Propheten Daniel ums Eck an. Über den Afrosiyob Hügel (die vorarabische Stadt) geht es über die Islam Karimov Fußgängerzone zurück ins Hotel.

Der Abend besteht wieder aus  sehr guten Schachlik bei Munis und der allabendlichen Licht- und Lasershow am Registan.

Unser dritter Tag in Samarkand führt uns erst zu 3 Mausoleen in der Nähe unseres Hotels: Ruhabad, Aksaray und Amur Timur.
Beim Mausoleum von Amur Timur ist ein Eintritt fällig (75.000 Som) Die Pracht im Inneren lohnt sich aber den Besuch.
Apropos Besuch: Macht das nicht als erstes Morgens. Wir haben das Gefühl, dass alle Tagestouren hier starten (Der Busparkplatz ist um 9:30 brechend voll und dann über den Registan zur Bibi Khanum Moschee wandern. Dort Mittags-Pause machen und weiterziehen Richtung Islam Kazimov Mausoleum und Totenstadt. Wir waren sowohl Mittags, als auch morgens bei Bibi. Morgens war nix los!

Wir aber brechen nach dem Mausoleen-Besuch Richtung russischer Neustadt auf. An Amur Timur großer Statue vorbei gehts aber zuerst mal in den schönen Biergarten des Oasis Garden Restaurants hinterm Rathaus. Zwei Eiskaffe und einen Tee später werde ich noch vom Kellner für sein Studiums-Projekt interviewt und dann gehts weiter.
Die Neustadt reißt uns jetzt nicht wirklich vom Hocker. Wer aber ein bisschen bummeln, durch Parks spazieren und ein paar Kirchen angucken möchte, ist hier – für 1-2 Stündchen – richtig.
Zu guter Letzt werden noch Souvenirs auf der Islam Kasimov erstanden. Auf dem riesigen Siyob Basar gibt es eher Lebensmittel (Nüsse, Gewürze, Tee) und Porzellan. Hier kaufen auch die Einheimischen. In den umliegenden Gebäuden gibt es dann eher Souvenirs und Kleidung.
Wir nehmen auf die weitere Reise mit: 2 Tücher und ein T-Shirt: „All you need is Plov”

Sehenswürdigkeiten in Samarkand

Registan – der Platz Usbekistans

Der Registan ist das Herz von Samarkand und eines der beeindruckendsten Bauensembles Zentralasiens. Drei monumentale Medresen rahmen den Platz und vermitteln bis heute die Macht und den kulturellen Reichtum der Stadt zur Zeit der Seidenstraße.

Historisch war der Registan das politische, religiöse und wirtschaftliche Zentrum Samarkands. Hier wurden Urteile verkündet, Feste gefeiert, Wissen vermittelt (und der ein oder andere Kopf abgeschlagen).
Die Ulug-Beg-Medrese aus dem 15. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten Bildungsstätten der islamischen Welt.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich 9:00–18:00 Uhr (Hauptsaison häufig länger)
Eintritt  100.000 Som/ca. 7 Euro

Tipps:

Morgens oder kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht besonders schön und der Platz weniger voll.
Da alle drei Gebäude Medressen und keine Moscheen sind, gilt auch kein strenger Dresscode. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, ein Kopftuch ist für Frauen nicht nötig.

Licht- & Lasershow

Abends verwandelt sich der Registan in eine Bühne aus Licht, Musik und Projektionen. 

Die Lichtshow ist kein historisches Original, ergänzt den Besuch aber um ein emotionales Erlebnis und zeigt die Medresen in völlig neuem Licht.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Ab ca. 20:30:
Lichtshow am Registan. Dauer ca. 15 min.
Ab ca. 21:00
Lasershow mit großflächigen Projektionen an die Tilya-Kori-Medresse. Ein bisschen Weltgeschichte, Ulug Beg, Seidenstraße, usbekischen Errungenschaften und noch einiges mehr werden farbenfroh gezeigt.
Dauer ca. 15 min.

Eintritt zur Besucherterrasse (wie tagesüber auch) kostenlos!

Tipps:

Die Showzeiten scheinen zu variieren. Uns wurde 20:00 gesagt. Das Warten bis 20:30 hat sich aber gelohnt. Früh da sein, um einen guten Platz zu bekommen, ist aber eh eine gute Idee. Abends kann es tatsächlich kühl werden.

Bibi Khanum Moschee

Bibi Khanum

Die Bibi-Khanum-Moschee war einst eine der größten Moscheen der islamischen Welt. Sie sollte nicht nur den Glauben, sondern vor allem Macht demonstrieren. 

Erbaut im 15. Jahrhundert, verfiel die Moschee schnell durch Erdbeben aber vor allem durch Baumängel (die größenwahnsinnigen Dimensionen überschritten die damaligen Möglichkeiten der Baumeister). Die heutigen Restaurierungen geben dennoch einen Eindruck ihrer einstigen Monumentalität.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich etwa 9:00–18:00 Uhr
Eintritt ca. 75.000 Som

Schultern und Knie bedecken. Frauen sollten ein Kopftuch tragen.

Siyob Bazar

Der Siyob-Basar ist der größte Markt Samarkands und ein echtes Erlebnis für alle Sinne. Gewürze, Nüsse, Brot, Obst und lokale Spezialitäten stapeln sich in farbenfrohen Auslagen.

Schon seit Jahrhunderten versorgen sich hier Einheimische und Reisende. 
Neben dem riesigen Angebot an Essen gibt es natürlich auch Kunsthandwerk, Souvenirs und – vor allem in den Läden rund um den Basar – Kleidung.

Infos:

Öffnungszeiten:
Täglich etwa 9:00–18:00 Uhr
Montags geschlossen!

Shah-I-Zinda

Shah-I-Zinda Komplex

Shah-i-Zinda ist eine der eindrucksvollsten und zugleich spirituellsten Sehenswürdigkeiten Samarkands. Die schmale Gasse aus Mausoleen mit ihren leuchtend blauen und türkisfarbenen Kacheln wirkt wie ein begehbares Kunstwerk. Mein Highlight in Samarkand

Der Name bedeutet „Der lebende König“ und bezieht sich auf Kusam ibn Abbas, einen Cousin des Propheten Mohammed, der hier begraben sein soll. Über Jahrhunderte hinweg entstanden rund um sein Grab prächtige Mausoleen für Angehörige der Timuriden. Die Anlage zeigt die Entwicklung islamischer Architektur vom 11. bis ins 15. Jahrhundert und gehört zu den wichtigsten religiösen Stätten Usbekistans.

Durch das obligatorische große Tor (Pischtak) geht es in die Totenstadt. Wobei das so nicht ganz stimmt, denn die Inschrift auf Arabisch sagt, dass wer mit Allah ist, niemals stirbt.

Die Anlage ist in 3 Gruppen unterteilt, die mit Treppen verbunden sind. Man wandert zwischen den blaugefliessten Mausoleen von Timurs Verwandschaft, Kindermädchen oder unbekannten Frauen umher.

Einige der bestatteten Personen sind unbekannt, weil die Innschriften der Mausoleen bei der russischen Eroberung zerstört wurden.
Wir fragen uns, ob das bei den vielen russischsprachigen Touren auch genau so erzählt wird.
Die Instagram Kanäle der Anwesenden werden heute glühen. Es ist unfassbar schön.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich etwa 9:00–18:00 Uhr
Eintritt ca. 50.000 Som

Tipps:

Bitte auch hier: Männer und Frauen: Knie und Schultern bedeckt. Frauen müssen zusätzlich die Haare bedecken.

Der gebuchte Guide war, meiner Meinung nach, das Geld nicht wirklich wert. Hauptsächlich Jahreszahlen und die Namen der jeweiligen Toten (häufig aber ein: ist unbekannt)

Ulug-Begs Observatorium

Dieses Observatorium zählte zu den wichtigsten wissenschaftlichen Bauwerken des Mittelalters. Ulug Beg, Herrscher und Astronom, erforschte hier im 15. Jahrhundert die Sterne mit erstaunlicher Präzision.

Heute kann man die Rekonstruktion besuchen und im angeschlossene Museum die Forschungsarbeiten Ulug Begs bestaunen.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich ca. 9:00–17:00 Uhr
Eintritt 75.000 Som

Kurze Taxifahrt aus der Altstadt nötig.

Ulug Berg Observatorium

Mausoleum von Islam Karimov

Das Mausoleum des ersten Präsidenten Usbekistans liegt ruhig nahe der historischen Altstadt. (ein kurzer Spaziergang von Bibi Khanum und Siyob Basar auf der einen und Shak-I-Zinda auf der anderen Seite)
Islam Karimov prägte das unabhängige Usbekistan maßgeblich. Der Ort wird von Einheimischen sehr respektvoll besucht.

Tipps:

Wenn ihr eure Samarkand-Besichtigung, wie wir wirklich empfehlen würden, am Ulug Beg Observatorium beginnt, bietet die Terrasse des Mausoleums einen wunderschönen Blick auf die Altstadt und  die weiteren Besichtigungs-Highlights in Samarkand. Zudem umgeht ihr so den typischen Touristenstrom.
Der Eintrittt ist frei.

Mausoleum von Islom Karimov

Mausoleum von Amir Timur (Gur-e-Amir)

Das Gur-e-Amir ist die letzte Ruhestätte von Amir Timur und eines der bedeutendsten Bauwerke Samarkands. Die blaue Kuppel ist ein Wahrzeichen der Stadt.

Das Mausoleum beeinflusste später sogar den Bau des Taj Mahal. Innen beeindruckt es mit Gold, Marmor und filigranen Ornamenten.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich etwa 9:00–18:00 Uhr
Eintritt ca. 75.000 Som

Gur Emir – Mausoleum von Amur Timor

weitere Sehenswürdigkeiten

 

Grab des Propheten Daniel (David)

Dieser ungewöhnlich lange Sarkophag gilt als Grab des biblischen Propheten Daniel und ist sowohl für Muslime als auch für Christen und Juden ein heiliger Ort.

Der Legende nach wächst das Grab jedes Jahr ein Stück. Die Lage am Fluss macht den Ort besonders ruhig.

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich ca. 9:00–18:00 Uhr
Eintritt frei

Aksaroy-Mausoleum

Von außen unscheinbar. Von innen aber oho. Ein Torwärter schließt uns für 10.000 Som pP auf und läßt uns eintreten. Von innen: Alles Blau und Gold! Als wir genug Fotos gemacht haben, fordert er mich auf ihm mein Handy zu geben. Okay?! Er legt es auf eine Drehscheibe in der Mitte des Raums und macht sowohl coole Fotos als auch ein kleines Video. Das kostet nix und sieht sehr cool aus!

Öffnungszeiten & Eintritt:
Torwächter. Wahrscheinlich: 09:00-17:00 Uhr
Eintritt:  10.000 Som

Aksaray Mausoleum

Russische Neustadt

Die russische Neustadt zeigt Samarkand von einer ganz anderen Seite. Breite Straßen, Parks und Gebäude aus der Zarenzeit prägen das Bild.

Sie entstand im 19. Jahrhundert und bietet einen spannenden Kontrast zur historischen Altstadt. Hier kann man schlendern, shoppen und in Bars, Restauarnts, Biergärten angenehm die Zeit verstreichen lassen.

russische Neustadt

Shahrisabz – Geburtsstadt von Amir Timur

Habt ihr einen Tag in Samarkand frei? Wie wäre es mit einer Tour nach Shahrisabz? 

Shahrisabz liegt südlich von Samarkand und gilt als einer der geschichtsträchtigsten Orte Usbekistans. Die Stadt ist vor allem als Geburtsort von Amir Timur bekannt und vermittelt einen sehr persönlichen Blick auf den legendären Herrscher.

Bereits in der Antike war Shahrisabz ein bedeutendes Zentrum an der Seidenstraße. Unter Amir Timur entwickelte sich die Stadt zu einer prachtvollen Residenz mit Palästen, Mausoleen und Moscheen. Auch wenn vieles heute nur noch als Ruine erhalten ist, gehört Shahrisabz zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Touren könnt ihr über die meisten Hotels ganz einfach buchen. Oder nehmt euch ein Taxi. Rund um den Registan werden euch die Taxifahrer ansprechen und Touren anbieten.

Buchara

Tagebuch Buchara

Wir haben volle 2 Tage für Bukhara – und die reichen auch für alles Wichtige. Ein Halbtagesausflug hätte sogar auch noch gepasst. Aber nachdem uns unser Guide von einer Tour zum Yerkan Ecozenter abgeraten haben, lassen wir das.
Es wäre schön gewesen, etwas mehr über die Tierwelt im Usbekistan zu lernen, aber die Wertungen von Touristen sind katastrophal. Schade, dass dieses Potential nicht ausgeschöpft wird.

Zurück zur Stadt. Wir buchen uns also eine free walking tour  und besichtigen das Stadtzentrum. Allerdings geht die Tour erst mittags los. Zeit für uns auszuschlafen und dann raus, zum Sommerpalast des letzen Emirs von Bukhara, zu fahren.

Hier wird es dann doch schnell erstaunlich voll. Also entweder sehr früh dasein (dann kommen du Tourbusse) oder zu ungewöhnlichen Zeiten (mittags oder kurz vor Schließung)

Der, Die, Das Yandex Go bringt uns für kleines Geld wieder zurück in die Altstadt. Zumindest soweit es fahren darf. Die gesamte Alststadt von Bukhara ist großartigerweise nämlich autofrei. Kurz vorm Labi Chaus springen wir raus und stärken uns in Ruhe erst mal am Wasserbecken für den Stadtspaziergang mit Mahkbuba.

In 2-3 Stunden (je nachdem wie viele Fotos man macht und was man von innen besichtigen möchte) geht es vorbei an alle Highlights der Innenstadt bis raus zum Mausoleum des Ismael Samani und zum Basar.

Im Basar decken wir uns mit „Schnüppzeug“ ein: Trockenfrüchte und Nüsse. Probieren darf man natürlich auch alles. Zum Abendessen relaxen wir auf einer Dachterrasse bei einem Glas Wein und gutem Essen. So lässt sich der Ausblick auf Buchara so richtig gut genießen.

 

Buchara zählt zu den ältesten Städten Zentralasiens und gilt als eines der besterhaltenen historischen Zentren entlang der Seidenstraße. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und lässt sich fast vollständig zu Fuß erkunden.

Über Jahrhunderte war Buchara ein religiöses und geistiges Zentrum des Islam. Medresen, Moscheen, Mausoleen und Handelskuppeln prägen bis heute das Stadtbild.

Kalon Komplex

Kalon-Minarett & Moschee

Der Kalon-Komplex ist das Wahrzeichen Bucharas. Das 46 Meter hohe Kalon-Minarett diente einst als Orientierungspunkt für Karawanen und blieb sogar bei mongolischen Zerstörungen verschont.

Die Kalon-Moschee gehört zu den größten Zentralasiens und beeindruckt durch ihren weiten Innenhof und die klare Architektur.

Sommerpalast

Sommerpalast des letzten Emirs von Buchara
(Sitorai Mohi Hosa)

Der Sommerpalast Sitorai Mohi Hosa liegt etwas außerhalb der Altstadt von Buchara und zeigt eine ganz andere Seite der Stadt. Statt religiöser Strenge erwartet Besucher hier prunkvolle Säle, Gärten und europäisch beeinflusste Architektur.

Der Palast war die Sommerresidenz des letzten Emirs von Buchara, Alim Khan, und entstand Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er vereint orientalische Elemente mit russischem und europäischem Stil und spiegelt den Versuch wider, Tradition und Moderne zu verbinden. Nach dem Ende des Emirats wurde die Anlage in ein Museum umgewandelt.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich ca. 9:00–18:00 Uhr
Eintritt ca. 60.000 Som

Anreise:
Der Palast liegt etwa 4 Kilometer außerhalb der Altstadt und ist gut per Taxi/Yandex erreichbar.

Ark

Die Ark-Zitadelle war jahrhundertelang die Residenz der Emire von Buchara. Die massive Festung wirkt wie eine Stadt in der Stadt.

Innerhalb befinden sich Museen, ehemalige Palasträume und Moscheen, die Einblick in das höfische Leben geben.

Infos:

Öffnungszeiten & Eintritt:
Täglich ca. 9:00–18:00 Uhr
Eintritt ca. 60.000 Som

Ark

rund um den Labi-Chaus

Der Lyabi-Hauz ist das soziale Herz der Altstadt. Rund um das historische Wasserbecken reihen sich Medresen, Cafés und schattige Plätze.

Früher waren solche Wasserbecken lebenswichtig für die Stadtversorgung. Heute schwimmen Schwäne im Becken und ein Springbrunnen plätschert vor sich hin. Einer der schönszen Plätze für ein Päuschen in Usbekistan.

Chor Minor

Chor Minor ist eines der ungewöhnlichsten Bauwerke Bucharas. Die vier kleinen Türme lassen uns eher an Indien als an Usbekistan denken.

Das Gebäude gehörte einst zu einer größeren Medreseanlage. Heute ist in ihm ein Shop.

Der Platz hier eignet sich auch ganz gut für ein Päuschen.

weiter Ansichten Buchara/Buchara Bienale

Handelskuppeln:
Toqi Sarrafon, Toqi Telpak Furushon, Toqi Zargaron

Diese überdachten Basare stammen aus der Blütezeit der Seidenstraße und wurden nach Warenarten benannt.

Auch heute werden hier Schmuck, Textilien und Souvenirs verkauft. Unbedingt handeln. Aber freundlich.

Xiva/Khiva/Chiwa

Tagebuch Xiva

Der frühe Vogel fährt mal wider die Bahn. Um 5:30 geht es raus aus den Federn und los. Der Hotelbesitzer hat anscheinend extra auf uns gewartet und drückt uns die Übernachtungs-Registrierung (die einzige, die wir in Usbekistan bekommen) in die Hand. Mal sehen ob und wofür wir die brauchen … Spoiler: gar nicht.

Der Yandex Fahrer nuschelt was russisches mit Polizei und fährt dann zügig Richtung Bahnhof.

Dort kommen wir um 6:45  an und zusammen mit wahren Heerscharen fluten wir den Bahnsteig. Der Zug fährt pünktlich ein und mit Hilfe der freundlichen Schaffner sind alle schnell auf ihre Wagen verteilt.
Um 7:18 rollen wir raus aus dem Bahnhof und rein in die Wüste …

Xiva ist fantastisch. Punkt.

Die Altstadt ist klein, aber gerade deswegen macht es Spaß, durch die Gassen und über die Stadtplätze zu schlendern.
Als wir nach eine Dusche im Hotel nachmittags im 14:00 auf Entdeckungsreise gehen (hinter jeder Ecke eröffnet sich ein neues wunderschönes Stadtpanorama) ist die Stadt fast menschenleer. Alle sind im Restaurant oder zum Nickerchen im Hotel.
Das ändert sich aber gegen 16 Uhr. Sowohl die Touris, als auch die Markthändler erwachen und das bunte Treiben startet in die Abendsession.
Da der innere Bereich der Altstadt autofrei ist, kommt man sich jetzt wirklich wie im fernen Orient aus 1001 Nacht vor.
Das denkt sich wohl auch ein Regisseur und benutzt in den nächsten Tagen immer wieder Teile der Stadt als Kulisse (mit den dazugehörigen Absperrungen und Handyverboten)
Erstaunlicherweise gibt es aber nirgendwo Streetfood (wie in Samarkand oder Bukhara) für einen Snack muss man immer in ein Café. Abends lohnt sich unbedingt eine Reservierung in einem der Dachterrassen-Restaurants!

Xiva ist definitiv die teuerste Stadt unserer Reise. Vor allem die Eintrittspreise liegen deutlich über dem gewohnten aus den anderen usbekischen Städten. Auch Hotel- und Restaurantpreise sind etwas drüber. Aber es lohnt sich sowas von!

Hat man ein Hotel in der Altstadt wird der Taxifahrer dich in die Stadt fahren und keiner wird ein Ticket verlangen (mit dem Auto geht das nur am Nord- und Südtor)
Die meisten Touristen werden die Stadt aber zu Fuß über das Westtor (mit dem großen Parkplatz) benutzen. Hier gibt es auch das große Kassenhäuschen für so Tickets.
Willst du also in kein Museum (häufig in Medressen) und auch nicht in die beiden Paläste oder den Harem und nur durch die Stadt spazieren brauchst du kein Ticket kaufen, wenn du einmal in der Altstadt bist.
Die Altstadt ist mit 400×700 Meter recht klein und der touristisch interessanteste Teil vom West zum Osttor noch mal kleiner. Du kannst also in einem Tag ganz entspannt alles sehen. Ein zweiter Tag zum weiteren Entdecken schadet aber nicht. Es gibt so viel zu sehen. Es ist ein Paradies für Fotografen. Ich liebe es!

Wir buchen uns auch hier über Guru eine free walking Tour. Los geht’s am Ticketschalter vor dem Westtor um 9:30. (wir kommen also nicht ums Kaufen herum)  Da viele Touren um 9:00 starten und die Museen auch um diese Zeit aufmachen, sind wir ein bisschen hinter der Masse her und nicht mittendrin.
Schokhrukh ist ein perfekter Guide. Freundlich. Perfektes Englisch. Ausführlich und ehrlich. Er lässt auch schwierige Themen wie Zwangsarbeit, Verheiratung etc. nicht aus.
Nach über 3 Stunden in Xiva sind wir gut informiert und wissen, wo wir vielleicht noch mal hingehen, wenn weniger Touristen unterwegs sind.

Ein Tee in einem der zahlreichen Cafés als Mittagspause stärkt uns für weitere Erkundungen am Nachmittag. Wir finden immer noch wieder schöne Ecken und hübsche Fotomotive. Die Handys glühen …
Man vergisst hier (ähnlich wie in Bukharas Altstadt) leicht, dass man in eine Großstadt ist. In einer Oase. Inmitten riesiger Wüsten.

Tipps:

Anreise:
Vom Bahnhof bringt dich ein Taxi ruckzuck zur Altstadt von Xiva.

Eintritt Altstadt:
Der Eintritt kostet ca. 17-18 Euro 
(gilt für 2 Tage) 

Damit ist der Eintritt zu fast allem in der Altstadt inklusive.

Nicht eingeschlossen: Stadtmauer, Wehrturm und Pahlavan Mahmoud Mausoleum. Eintritt hier jeweils ca. 2-3 Euro)

Trick für Sparfüchse:
Hat man ein Hotel in der Altstadt, wird der Taxifahrer dich dorthin fahren und keiner wird am Tor ein Ticket verlangen (mit dem Auto geht das nur am Nord- und Südtor)
Die meisten Touristen besuchen die Stadt aber zu Fuß über das Westtor (mit dem großen Parkplatz). Hier gibt es auch das große Kassenhäuschen für die Tickets. Aber ehrlich: Das Ticket lohnt sich!

Willst du also in kein Museum (häufig in Medressen) und auch nicht in die beiden Paläste oder den Harem und nur durch die Stadt spazieren brauchst du kein Ticket kaufen und kannst von deinem Hotel aus die Stadt erkunden.

Die Altstadt ist mit 400×700 Meter recht klein und der touristisch interessanteste Teil vom West zum Osttor noch mal kleiner. Du kannst also in einem Tag ganz entspannt alles sehen. Ein zweiter Tag zum weiteren Entdecken schadet aber nicht. Es gibt so viel zu sehen. Es ist ein Paradies für Fotografen. Ich liebe es!

Stadtplan Altstadt

Itchan-Kala (Altstadt)

Itchan-Kala ist das historische Zentrum Xivas und gleicht einem offenen Museum. Eigentlich alle Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb der gewaltigen Mauern auf 700×400 Meter.

Infos:

Öffnungszeiten der Museen, Paläste:
Täglich ca. 8:00–18:00 Uhr

Die Tore zur Stadt bleiben auch nachts geöffnet. Tickets werden nach Schließung der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt nicht mehr kontrolliert.

Eintritt:
250.000 Som/ ca. 18 Euro
(Kombiticket für 2 Tage)

Unbedingt aufbewahren, ihr müsst es an den Eingängen immer vorzeigen!

Minarette

Kalta-Minor-Minarett

Das Kalta-Minor ist eines der bekanntesten Bauwerke Xivas. Das Minarett blieb unvollendet, beeindruckt aber durch seine massive Form und türkisfarbenen Kacheln.
Es ist nicht uzu besichtigen oder zu besteigen.

Kalta Minor

3 Legenden zum Kalta Minor Minarett:

1: Der Baumeister und der Emir von Buchara
Der Baumeister soll sich vom Emir von Buchara bestochen lassen haben, um das Minarett nie zu vollenden. Als der Khan von Xiva das herausbekommt, lässt er den Baumeister so lange vom 26 meter hohen Kalta Minor werfen, bis er endlich tot ist. Ende des Baumeisters = Ende des Turmbaus.

2: Der Turm und der Harem
Der Khan von Xiva merkt irgendwann, dass man von einem vollständig gebauten Minarett einen perfkten Blick in seinen Harem hat – geht nicht. Baustopp.

3: Die Überheblichkeit des Khans
Der Khan von Xiva soll den Tod des Baumeisters nach Fertigstellung geplant haben, damit dieser nie mehr etwas vergleichbar hohes und schlönes bauen kann. Der Baumeister bekommt das spitz und entkommt dem Khan als Vogel verwandelt in die Wüste.

Die wohl wahren Gründe:
Der Khan von Xiva wird auf einem Feldzug getötet und um seine Nachfolge entbrennt Streit. Xiva versinkt im Kriegs-Chaos. Der Bau wird aus Geldmangel eingestellt und nie fortgesetzt.

Juma Moschee & Harem

weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt 

Kuhna-Ark

Die Kuhna-Ark war die Zitadelle der Khane von Xiva. Sie beherbergt Thronsaal, Moschee und Aussichtspunkt.

Eintritt:
im Kombiticket enthalten

Juma-Moschee

Die Juma-Moschee ist einzigartig: Ihr Dach wird von über 200 kunstvoll geschnitzten Holzsäulen getragen, einige davon über 1.000 Jahre alt.

Eintritt:
im Kombiticket enthalten

Tosh-Hovli-Palast

Der Tosh-Hovli war der Wohnpalast der Khane und zeigt besonders kunstvolle Innenhöfe und Fliesenarbeiten. Hier lebten die Frauen des Hofes sowie hochrangige Beamte.

Eintritt:
im Kombiticket enthalten

Islam-Khodja-Minarett & Medrese

Mit 56 Metern ist das Islam-Khodja-Minarett das höchste Bauwerk der Stadt. Der Aufstieg ist schmal, die Aussicht grandios.

Eintritt:
100.000 Som

Stadtmauer von Xiva

Die mächtigen Lehmwälle umschließen die Altstadt vollständig und geben Xiva ihr charakteristisches Aussehen. Besonders schön zum Sonnenuntergang. Aufgang am Nordtor

Eintritt:
40.000 Som

Wehrturm am Westtor

Der gewaltige Turm bietet die beste Sicht auf die Altstadt. Allerdings geht die Sonne von hier nicht über der Altstadt unter

Eintritt:
100.000 Som

Stadtmauer mit Westtor

Unsere Usbekistan Videos

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