Die perfekte Route

So viel mehr als „nur” die Seidenstraße!

Unsere Tour bringt euch vom Flugahfen in Tashkent (2 Nächte) über die Seidenstraße zu den traurige Überresten des Aralsees. Dabei schlaft ihr in Samarkand (3 Nächte), Buchara (2 Nächte) und Xiva (2 Nächte)
Unterbrochen wird dieser Kulturblock durch 2 Nächte „auf dem Land”. Hayat im Nurataugebirge und ein Jurtencamp in der Nähe des Aydarkulsees  sorgen für Abwechslung im Program: Landleben, selbstgemachtes Essen, Wildschafe, „Badehosennachmittag”, Dünenwanderung, Sternenhimmel und Steinzeit-Felszeichnungen.

Mit einer Zwischenübernachtung in Nukus geht es dann für 2 Tage raus zum Aralsee, bevor ein Nachtflug oder eine Nachtzugfahrt euch wieder zurück nach Tashkent bringt.

Dort könnt ihr bei mehr Zeit einen Tagesausflug ins Chimgan-Gebirge machen oder gleich ein paar Tage im Fergana-Tal dranhängen. Abschluß könnte noch ein letzter entspannter Tag in Tashkent sein: Basarbummel, shoppen oder ein Pooltag im Hotel zum Verarbeiten der Eindrücke.

Viel Spaß beim Nachreisen!

Tag 1&2: Tashkent

Programm Tag 1:
Ankunft in Taschkent und erstes Ankommen zwischen moderner Metropole und sowjetischem Erbe.
Am ersten Tag Zeit für den Amur Timor Platz mit seinen Bauwerken. Kurz kostenlos hoch im Hotel Uzbekistan für einen ersten Überblick auf die Stadt. Eventuell ein Museum besuchen?
Dann Spaziergang über die Fußgängerzone zum Unabhängig-keitsplatz. Vorbei am Romanov-Palast, Denkmälern und Springbrunnen gehts zum Denkmal der Erdbebenopfer von 1966.
Wer noch Lust, Kraft und Zeit hat, kann jetzt noch etwas weiter rausfahren: zu Fernsehturm und strahlend weißer Minor Mooschee. 

Tageskilometer: ca. 30 km
Fahrzeug: Metro, Taxi

Programm Tag 2:
Mit dem Taxi oder der Metro raus in die Chorsu-Basar-Gegend. Religiöse Bauwerke, das Zentrum für Islamische Zivilisation und die neugebaute „Altstadt” sind die Highlights von Taschkent. Evtl. ein Besuch beim Usman-Koran in der Muy Muborak Madrasah im Khast-Imam-Komplex? Danach shoppen und Mittagspause auf dem riesigen Chorsu Barsar. Zurück gehts mit der Metro von der Station „Chorsu” in die Stadt. Unterwegs immer wieder an den schönen Stationene für eine Fotopause aussteigen. Fotografieren ist mittlerweile erlaubt und die nächste Bahn kommt in 5 min. Unser Favorit: Station Kosmovatlar.

Tageskilometer: ca. 20 km
Fahrzeug: Metro, Taxi (Yandex)

Metro Taschkent

Die Metro von Taschkent ist nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel, sondern auch eine Art unterirdisches Kunstmuseum. Sie wurde 1977 eröffnet und war die erste U-Bahn Zentralasiens. Unter der Sowjetunion diente sie auch als Schutzraum bei einem möglichen Krieg – daher war Fotografieren jahrzehntelang verboten. Diese Regel wurde 2018 aufgehoben, und heute kannst du die prächtig gestalteten Stationen frei fotografieren.

Allgemeine Infos

  • Die Metro hat mehrere Linien und rund 29 Stationen, die jede ein eigenes kunstvolles Thema haben, mit Marmorsäulen, Mosaiken, Glas, Keramik und Relief.

  • Betrieben wird sie täglich etwa von 5:00 Uhr bis Mitternacht .

  • Tickets sind sehr günstig: Eine Einzelfahrt kostet nur rund 0,15 €. Es gibt auch Tages- oder Wochenpässe. Du kannst sogar mit Kreditkarte auf die Schhranke tappen und so direkt bezahlen und durchgehen.

Besonders schöne Stationen
Einige der architektonischen Highlights, die du unbedingt sehen oder fotografieren solltest:

  • Kosmonavtlar – Weltraum-Thema mit Darstellungen von Kosmonauten und einem himmlisch wirkenden Raumgefühl.

  • Alisher Navoi – reich verzierte, elegante Station mit Mosaiken und historischer Atmosphäre .

  • Mustaqillik Maydoni – ein Fest der Unabhängigkeit Usbekistans mit beeindruckenden Kronleuchtern und Säulen.

  • Bodomzor – hell und freundlich gestaltet, mit interessanten Deckenmustern und einer eigenen Stimmung.

Chorsu & Hazrati Iman Komplex

Taschkent

Taschkent ist die Hauptstadt Usbekistans und mit über drei Millionen Einwohnern die größte Stadt Zentralasiens. Die Metropole verbindet sowjetische Architektur, moderne Stadtviertel und islamische Geschichte. Nach einem schweren Erdbeben 1966 wurde Taschkent weitgehend neu aufgebaut, was das heutige Stadtbild mit breiten Alleen, Parks und Monumentalbauten prägt. Gleichzeitig ist die Stadt das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes und für die meisten Reisenden der Startpunkt einer Usbekistan-Rundreise.

Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Taschkent

  • Khast-Imam-Komplex – religiöses Zentrum mit Medresen, Moscheen und dem berühmten Usman-Koran 

  • Chorsu Basar – traditioneller Markt unter einer riesigen Kuppel, perfekt für Streetlife und lokale Produkte

  • Metro Taschkent – kunstvoll gestaltete U-Bahn-Stationen, jede mit eigenem Thema

  • Unabhängigkeitsplatz (Mustaqillik Maydoni) – symbolisches Herz der Stadt mit Monumenten und Grünanlagen

  • Amir-Timur-Platz – zentraler Platz mit Reiterstatue, Hotels und Museen

  • Museum für Angewandte Kunst – usbekisches Kunsthandwerk in einer historischen Villa

  • Fernsehturm Taschkent – Aussichtspunkt mit Blick über die gesamte Stadt

  • Alisher-Navoi-Oper und Ballett – beeindruckendes Gebäude und kulturelles Highlight

  • Japanischer Garten – ruhige Grünanlage als Kontrast zum Stadttrubel

Taschkent ist weniger „Märchen aus 1001 Nacht“ als Samarkand oder Buchara, dafür aber authentisch, entspannt und überraschend vielseitig – ideal, um Usbekistan langsam kennenzulernen. Wir haben phantastisch gegessen und unser Einstieg war hier einfachg und recht „europäisch”.

Amur Timor- und Unabhängigkeitsplatz

Tag 3-5: Samarkand

Programm Tag 3:
Morgens oder Mittags: Ankunft mit dem Zug aus Taschkent. Entspanntes Ankommen im Hotel und am späten Nachmittag geht es zum Registan. Viel Zeit, um sich alles in Ruhe anzugucken. Nach einem Abendessen in einem der Schaschlik-Grills am Registan bestaunt ihr die Licht- und Lasershow.

Tageskilometer: ca. 300 km
Fahrzeit: ca. 2.5–3,5 Stunden (je nach Zug)

Programm Tag 4:
Morgens mit dem Taxi zu Ulug Begs Observatorium. Danach über den Afrosiyob Hügel mit Museum und dem Grab des Propheten Daniel (kein Muss) oder mit dem Taxi nach Shah-I-Zinda.
Zu Fuß gehts in einem kurzen Spaziergang zum Mausoleum von Islom Karimov. Genießt dort den Ausblick auf Samarkand und spaziert dann zum Siyob-Basar und Bibi Khanum Moschee.
Hier entweder  Basar-Bummel und Besichtigung der Moschee oder erst Mittagspause in den Basar-Grillständen oder Restaurants auf der Fußgängerzone.
Nachmittags geht es dann am Registan vorbei zu den Mausoleen von Amur Timor (Gur-Emir) und Aksaray.

Totenstadt Shah-I-Zinda

Shah-I-Zinda Komplex

Shah-i-Zinda ist eine der eindrucksvollsten und zugleich spirituellsten Sehenswürdigkeiten Samarkands. Die schmale Gasse aus Mausoleen mit ihren leuchtend blauen und türkisfarbenen Kacheln wirkt wie ein begehbares Kunstwerk. Mein Highlight in Samarkand

Der Name bedeutet „Der lebende König“ und bezieht sich auf Kusam ibn Abbas, einen Cousin des Propheten Mohammed, der hier begraben sein soll. Über Jahrhunderte hinweg entstanden rund um sein Grab prächtige Mausoleen für Angehörige der Timuriden. Die Anlage zeigt die Entwicklung islamischer Architektur vom 11. bis ins 15. Jahrhundert und gehört zu den wichtigsten religiösen Stätten Usbekistans.

Programm Tag 5:
Am Tag 3 habt ihr 2 Möglichkeiten:

1:
Vielleicht habt ihr gestern nicht alles geschafft? Dann ist heute morgen der Zeitpunkt dafür. Das Mausoleum von Amur Timor ist z.B. ein guter Ausgangspunkt, um von hier – an seiner Statue vorbei – die russische Neustadt zu erkunden. Vielleicht wollt ihr auch noch mal zum Baar: shoppen?

2:
Ein Ausflug zu Amur Timurs Geburtsstadt, dem UNESCO Welterbe Shahrisabz.

Samarkand

Samarkand ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt und gilt als Herz der legendären Seidenstraße. Über Jahrhunderte war sie ein bedeutendes Zentrum für Handel, Wissenschaft und Kultur. Besonders unter dem Herrscher Amur Timur erlebte die Stadt ihre Blütezeit. Heute gehört Samarkand zum UNESCO-Weltkulturerbe und begeistert mit monumentaler Architektur, türkisfarbenen Kuppeln und einer einzigartigen Atmosphäre.


Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Samarkand

  • Registan – das berühmteste Wahrzeichen Samarkands mit drei prachtvollen Medresen
  • Bibi-Khanum-Moschee – monumentale Freitagsmoschee aus der Timuridenzeit

  • Shah-i-Zinda – beeindruckende Nekropole mit kunstvoll verzierten Mausoleen

  • Gur-e-Amir-Mausoleum – Grabstätte von Timur und seinen Nachkommen

  • Ulugh-Beg-Observatorium – Zeugnis der wissenschaftlichen Bedeutung Samarkands

  • Siyob-Basar – lebendiger Markt nahe der Bibi-Khanum-Moschee

  • Afrasiab-Museum – archäologische Funde aus der frühesten Stadtgeschichte

  • Mausoleum von Islam Karimov – Schönes Mausoleum mit tollem Blick über die Stadt

  • Registan Licht- und Lasershow – abendliche Inszenierung der Medresen

Lichtshow am Registan

Tag 6&7: Nuratau-Gebirge & Aydarkul-See

Programm Tag 6:
Mit einer geführten Tour, z.B. über Nuratau Travel, geht es von Samarkand ins Gebirge. Viele Touren fahren Hayat an – ein kleines Bergdorf mit einigen kleinen Unterkünften bei Dorf-Familien. Auf dem Programm stehen hier: frische Bergluft, seltene Wildschafe, Brotbacken und Plov-kochen. Wer will könnte hier auch einen Tag länger verbringen und von Dorf zu Dorf wandern/reiten.

Tageskilometer: ca. 210 km
Fahrzeit: ca. 4 Stunden

gemeinsames Kochen und Backen in Hayat

Programm Tag 7:
Nach einem großartigen Frühstück geht es weiter: Zuerst solltet ihr die Badehose griffbereit haben. Euer Fahrer hält nämlich am Aydarkulsee. Hier könnt ihr schwimmen und im kleinen Restaurant ein Päuschen einlegen.
Anschließend geht es zur Übrnachtung ins Jurtencamp. Kamelreiten wäre inklusive. Wir unterstützen sowas aber nicht. Dünenwanderung zum Sonnenuntergang und Lagerfeuer mit Musik runden den Tag ab.

Tageskilometer: ca. 170 km
Fahrzeit: ca. 3 Stunden

Aydarkul See

Jurtencamp

Pteroglyphen von Sarmishoy

Die Felsritzungen von Sarmishsoy liegen in einer abgelegenen Schlucht im Nuratau-Gebirge, etwa 30–40 Kilometer nordöstlich von Navoi. Sie zählen zu den bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Zentralasiens. In der offenen Landschaft entlang eines kleinen Flusses finden sich mehrere tausend in Stein geritzte Darstellungen, die über viele Jahrtausende entstanden sind – von der Bronzezeit bis ins frühe Mittelalter.

Wichtigste Motive & Besonderheiten

  • Darstellungen von Jägern, Steinböcken, Kamelen, Pferden und Hirschen

  • Religiöse und rituelle Symbole aus vorislamischer Zeit

  • Unterschiedliche Stilrichtungen, die verschiedene Epochen widerspiegeln

Besuch & Tipps

  • Es gibt keine Infrastruktur (WC, Shop, etc)

  • Am besten mit Geländewagen oder organisiertem Tagesausflug erreichbar

  • Gute Schuhe, Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. An manchen Stellen muss man kraxeln, um zu den Zeichnungen zu kommen. Die Wandewege sind in keinem guten Zustand

  • Vormittags oder spätnachmittags ist das Licht ideal, um die Ritzungen zu erkennen

  • Bitte die Felszeichnungen nicht berühren!

Sarmishsoy ist ein kleines Highlight abseits der bekannten Städte.

Pteroglyphen in Sarmishoy

Rabat-I-Malik

Tag 8&9: Buchara

Programm Tag 8:
Fahrt Richtung Buchara mit Stopps bei den prähistorischen Felszeichnungen von Sarmishoy und dem Karawanserei-Tor Rabat-i-Malik.​ Nachmittags Ankunft in Buchara und erster Altstadtbummel. (Alternativ: Raus zum Sommerpalast des letzten Emirs von Buchara)

Tageskilometer: ca. 180 km
Fahrzeit: ca. 4 Stunden

Programm Tag 9:
Vormittags mit dem Taxi raus zum Sommerpalast (kurze Fahrt) – falls nicht gestern schon besichtigt. Ansonsten steht der Tag ganz im Zeichen der Altstadt von Buchara: Medressen, Mausoleen, Moscheen, überkuppelte Basare, der Ark, Labi Chaus und Chor Minor. 

Sommerpalast Sitorai Mohi Khosa

Der Sommerpalast der Emire von Buchara liegt rund 4 km nördlich der Altstadt und diente den letzten Herrschern als Rückzugsort vor der Sommerhitze. Der Palast vereint orientalische, persische und russisch-europäische Stile und ist heute ein Museum.

Anfahrt
Vom Zentrum Bucharas erreichst du den Palast am einfachsten mit Taxi oder Yandex Go in etwa 10–15 Minuten

Eintritt & Öffnungszeiten
Der Eintritt liegt bei etwa 30.000–60.000 Som
Geöffnet ist der Palast in der Regel täglich von ca. 9:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass etwas früher).

Legende zur Ortswahl
Der „Palast des Sterns und des Mondes“ soll einer Legende nach am kühlsten Ort in Buchara gebaut worden sein. Dazu hat der Emir Schafskadaver rund um Buchara verteilen lassen. Dort, wo sie am langsamsten verwesten – es also am kühlsten war – lies er bauen.

Buchara Bienale

Buchara

Buchara ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Zentralasiens und war über Jahrhunderte ein wichtiges religiöses und geistiges Zentrum der Seidenstraße. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wirkt wie ein lebendiges Freilichtmuseum. Enge Gassen, Lehmhäuser, Medresen und Moscheen schaffen eine besonders authentische Atmosphäre.
Buchara ist dabei kompakt, ruhig und ideal, um Geschichte zu Fuß zu entdecken.

Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Buchara

  • Kalon-Ensemble – Kalon-Minarett, Moschee und Medrese, Wahrzeichen der Stadt

  • Ark-Zitadelle – ehemalige Herrscherresidenz mit Blick über die Altstadt

  • Labi-Chauz – zentraler Platz mit Wasserbecken, Cafés und Medresen

  • Mausoleum des Ismael Samani – eines der ältesten und bedeutendsten Bauwerke Zentralasiens

  • Chor-Minor – ungewöhnliches Gebäude mit vier Türmen

  • Ulugh-Beg- & Abdulaziz-Khan-Medrese – beeindruckende Architektur gegenüberliegend

  • Historische Handelskuppeln – ehemalige Basare für Seide, Schmuck und Handwerk

Tag 10&11: Xiva

Programm Tag 10:
Morgens lange Zugfahrt nach Xiva. Mittags dann kurze Taxifahrt vom Bahnhof zum Altstadthotel. Ausruhen im Hotel und zum späten NAchmittag/Sonnenuntergang in die Altstadt. Vielleicht schon mal auf die Stadtmauer oder den Wehrturm.

Tageskilometer: ca. 450 km
Fahrzeit: Zugfahrt, ca. 6 Stunden

Programm Tag 11:
Ein ganzer Tag in Xivas Altstadt. Am besten mit eienr free walking Tour morgens für einen coolen Überblick und erste Besichtigungen. Dafür braucht ihr das Xiva-Ticket.
Nach der Tour und einem Mittagessen in einem Garten-Restaurant gehts zu ausgewählten Highlights. Abends unbedingt auf eins der Dachterrassen-Restaurants. (evtl. morgens reservieren)

Xiva

Xiva ist klein, überschaubar und zählt zu den am besten erhaltenen Oasenstädten der Seidenstraße. Die vollständig ummauerte Altstadt Itchan-Kala (UNESCO-Weltkulturerbe) wirkt wie eine Filmkulisse aus 1001 Nacht. Viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander, was Xiva besonders fotogen und entspannt macht – vor allem früh morgens oder abends, wenn kaum Besucher unterwegs sind.

Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Xiva

  • Itchan-Kala – ummauerte Altstadt mit über 50 historischen Bauwerken

  • Kalta-Minor-Minarett – ikonisches, türkisfarbenes, unvollendetes Minarett

  • Kunya-Ark – Festung und ehemalige Residenz der Khane

  • Juma-Moschee – einzigartige Moschee mit 218 geschnitzten Holzsäulen (wird aktuell – 2026 – restauriert)

  • Tasch-Hauli-Palast – prächtiger Palast mit Innenhöfen und Fliesenarbeiten

  • Islam-Khodja-Minarett – höchstes Minarett Xivas, toller Ausblick

  • Stadtmauer von Xiva – besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang

Kalta Minor

Das unvollendete 26 Meter hohe Minarett ist nicht nur das Wahrzeichen Xivas, sondern neben dem Rigistan in Samarkand, eins der bekanntesten Symbole Usbekistans. 

Der Bau begann 1851 unter dem Khan Muhammad Amin. Geplant war das höchste Minarett Zentralasiens, doch nach dem Tod des Khans wurde der Bau gestoppt. So blieb Kalta-Minor unvollendet und erhielt seinen Namen, der sinngemäß „kurzes Minarett“ bedeutet. Gerade diese Unvollkommenheit macht es, meiner Meinung nach, heute so besonders fotogen.

Beste Zeit:
Früh morgens oder zum Sonnenuntergang für weiches Licht und wenige Besucher

Besonderheit:
Im Gegensatz zu anderen Minaretten kann Kalta-Minor nicht bestiegen werden. 

3 Legenden zum Kalta Minor Minarett:

1: Der Baumeister und der Emir von Buchara
Der Baumeister soll sich vom Emir von Buchara bestochen lassen haben, um das Minarett nie zu vollenden. Als der Khan von Xiva das herausbekommt, lässt er den Baumeister so lange vom 26 meter hohen Kalta Minor werfen, bis er endlich tot ist. Ende des Baumeisters = Ende des Turmbaus.

2: Der Turm und der Harem
Der Khan von Xiva merkt irgendwann, dass man von einem vollständig gebauten Minarett einen perfkten Blick in seinen Harem hat – geht nicht. Baustopp.

3: Die Überheblichkeit des Khans
Der Khan von Xiva soll den Tod des Baumeisters nach Fertigstellung geplant haben, damit dieser nie mehr etwas vergleichbar hohes und schlönes bauen kann. Der Baumeister bekommt das spitz und entkommt dem Khan als Vogel verwandelt in die Wüste.

Die wohl wahren Gründe:
Der Khan von Xiva wird auf einem Feldzug getötet und um seine Nachfolge entbrennt Streit. Xiva versinkt im Kriegs-Chaos. Der Bau wird aus Geldmangel eingestellt und nie fortgesetzt.

Kalta Minor

Tag 12-14: Nukus und Aralsee-Tour

Programm Tag 12:
Der Morgen kann noch in Xiva verbracht werden. Dann Taxifahrt/Privattransfer nach Nukus. Dort Nachmittags Besuch des Savitsky-Kunstmuseums (offiziell: Staatliches Kunstmuseum der Republik Karakalpakstan „I. W. Sawizki“), berühmt für die weltweit zweitgrößte Sammlung sowjetischer Avantgarde-Kunst, die hier im Niergendwo vor der Zensur versteckt wurde. Es wird schon mal als „Wüsten-Louvre“ bezeichnet, da es eine einzigartige Sammlung verbotener Kunstwerke rettete, die sonst zerstört worden wären. 

Tageskilometer: ca. 190 km
Fahrzeit: ca. 3 Stunden 

Savitzky-Museum

Programm Tag 13:
Frühmorgens geht die Aralsee-Tour los. Euer Fahrer und Guide holen euch am Hotel zu einem 2-tägigen Abenteuer ab. Mit mehrere Stops geht es zum Jurtencamp am See.

Tageskilometer: ca. 400 km
Fahrzeit: ca. 10-11 Stunden

Mizdakhan

Moynak

Ustyurt-Plateau

Aralsee

Aralsee-Tour-Programm Tag 1

Mizdakhan:
Berühmte archäologische Stätte in unmittelbarer Nähe von Nukus.
 Riesige Nekropole mit beeindruckenden Bauwerken.

Moynak:
In der berühmten Hafenstadt besucht ihr den Schiffsfriedhof und das kleine Museum.

Ustyurt-Plateau
Abseits der modernen Straßen von Muinak geht es durch die Wüste, die einst den Grund des Aralsees bildete, zum Ustyurt-Plateau.

Jurtenlager am Ufer des Aralsees
Das Lager liegt auf einer Plattform über dem Aralsee. Du kannst zum See spazieren und anschließend ein Abendessen in komfortablen Karakalpak-Jurten genießen.

Programm Tag 14:
Aufstehen zum Sonnenaufgang über dem See. Nach dem Frühstück gehts auf einer anderen Route zurück nach Nukus. Abends Rückflug oder Nachtzugfahrt nach Taschkent.

Tageskilometer: ca. 400 km
Fahrzeit: ca. 10-11 Stunden

Aralsee-Tour Programm Tag 2

Sonnenaufgang über dem Aralsee. Nach dem wahnsinnigen Sonnenaufgang genießt du ein herzhaftes Frühstück im Camp und bereitest dich auf die Rückreise vor.

Kurgancha-Kala
Ruinen eines einst riesigen Marktes, der in dieser verlassenen Gegend errichtet wurde, um den Handel zwischen der Bevölkerung des Choresm-Reiches und den Nomaden zu erleichtern.

Kubla-Ustyurt
ist eine abgelegene Siedlung mit
Kamelhirten.

Urga
ein verlassenes Fischerdorf, wirkt wie eine Szene aus einem Endzeitfilm.
Du siehst die Ruinen der russischen Stadt, die einst von den verbannten Kosaken und ihren Nachkommen bewohnt wurde, besuchen einen russisch-orthodoxen Friedhof auf einem Hügel und eine verfallene Fabrik

Sudochie-See
Der See mit seinen schilfbewachsenen Inseln ist Heimat zahlreicher Vögel und im Frühjahr kann man hier mit Glück Flamingos sehen.

Rückfahrt mit Mittagspause nach Nukus

Route bei 3 Wochen

3 Wochen sind natürlich noch besser!

Mit der Extra-Zeit kann man natürlich die Route entzerren und Übernachtungen z.B. in Buchara oder im wunderschönen Xiva ergänzen. Oder einen Erholungstag nach der langen Aralsee-Tour in Nukus einlegen.

Was wir euch noch empfehlen würden:

• Tagestour ins Chimgan-Gebirge (Wandern, Bergluft)

• Fergana-Tal (3-4 Tage) für Handwerk (Seide, Keramik) und Kultur ganz im Osten von Usbekistan.

Renate das Wasserschwein

Unsere Usbekistan Videos

Beim Anklicken öffnen sich die Videos in Youtube.