Hiroshima
Der bewegende Abschluss unserer Japan-Reise
Unsere vierwöchige Reise durch Japan neigt sich dem Ende zu, und wir könnten uns keinen bedeutsameren Ort für das Finale vorstellen als Hiroshima. Die Anreise von Osaka aus war mit dem Shinkansen gewohnt komfortabel und hat uns einmal mehr gezeigt, wie entspannt das Reisen durch dieses faszinierende Land sein kann. Hiroshima ist ein Ort, der uns tief berührt hat und den wir jedem Reisenden ans Herz legen möchten.
Im Fokus unseres Besuchs in Hiroshima Japan stand natürlich der Friedenspark mit dem beeindruckenden Museum. Die Atmosphäre dort ist schwer in Worte zu fassen – man spürt die Geschichte an jeder Ecke, und es ist ein Ort der Reflexion, der uns nachhaltig beeindruckt hat. Es ist ein Muss. Punkt.
Um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, haben wir später einen Ausflug auf die wunderschöne Insel Miyajima unternommen. Die Natur und die Insel-Vibes dort waren der perfekte Kontrast zum emotionalen Vormittag. Natürlich durfte auch das Kulinarische nicht zu kurz kommen: Wir haben das berühmte Hiroshima Okonomiyaki probiert und zum Abschluss noch einmal Sushi bei Sushiro genossen.
Hiroshima war für uns der perfekte Mix aus Tiefgang, Kultur und fantastischem Essen. Begleitet uns hier und in unserem Video bei diesem ganz besonderen Abschluss unserer großen Reise durch Japan. Wir zeigen euch, wie ihr diesen Stop realistisch und entspannt plant.
Friedenspark, Museum & A-Bomb Dome
Hiroshima ist weit mehr als nur ein geschichtlicher Ort; es ist ein Symbol für Resilienz und den unerschütterlichen Wunsch nach Weltfrieden. Für uns war dieser Besuch der emotionalste Moment unserer Japan-Reise. Hier findet ihr alles, was ihr für euren Besuch wissen müsst..
Historischer Hintergrund
Am 6. August 1945 um 08:15 Uhr explodierte über Hiroshima die erste jemals in einem Krieg eingesetzte Atombombe. Das Stadtzentrum wurde fast vollständig ausgelöscht. Der heutige Friedenspark wurde genau an der Stelle errichtet, die einst das geschäftige Herz der Stadt war.
Ein Besuch in Hiroshima ist mehr als Sightseeing – es ist eine Begegnung mit einem der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte
A-Bomb Dome
Der Tag, der alles veränderte
Am 6. August 1945 um 08:15 Uhr morgens warf der US-Bomber Enola Gay die erste im Krieg eingesetzte Atombombe mit dem Namen „Little Boy“ über Hiroshima ab. Die Stadt wurde als Ziel gewählt, weil sie ein wichtiger Militärstandort war und ihre flache Geografie die zerstörerische Kraft der Bombe maximieren sollte.
Die Bombe explodierte in etwa 600 Metern Höhe direkt über dem Stadtzentrum. Innerhalb von Sekunden entstand ein Feuerball mit Temperaturen von bis zu 4.000 °C am Boden – heißer als die Oberfläche der Sonne.
Friedens-Museum
Es ist bis heute schwer, die exakte Zahl der Toten zu nennen, da viele Dokumente verbrannten. Die Schätzungen sind jedoch erschütternd:
Sofortige Opfer:
Rund 70.000 bis 80.000 Menschen starben unmittelbar durch die Hitzewelle und die Druckwelle.
Bis Ende 1945:
Die Zahl der Todesopfer stieg auf ca. 140.000, da viele an schweren Verbrennungen und der damals noch unbekannten Strahlenkrankheit erlagen.
Langzeitfolgen:
Bis heute werden im Kenotaph (dem zentralen Gedenkschrein im Park) die Namen aller Opfer geführt, die an den Spätfolgen wie Krebs gestorben sind. Inzwischen umfasst diese Liste über 330.000 Namen.
Die Highlights im Friendpark:
A-Bomb Dome (Atombomben-Kuppel):
Ursprünglich die „Halle für Industrieförderung“, war dies das Gebäude, das dem Hypozentrum am nächsten lag und dessen Skelett wie durch ein Wunder stehen blieb. Heute ist es ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Kinder-Friedensmonument:
Es erinnert an Sadako Sasaki, ein Mädchen, das an Leukämie erkrankte und hoffte, durch das Falten von 1.000 Papierkranichen gesund zu werden. Heute schicken Kinder aus aller Welt Papierkraniche als Friedenssymbol hierher. (Ihre Geschichte wird im Museum erzählt)
Die Flamme des Friedens:
Sie brennt so lange, bis die letzte Atomwaffe von der Erde verschwunden ist.
Unser Tipp:
Nehmt euch für das Museum mindestens 2 Stunden Zeit. Es ist sehr intensiv und emotional. Viele Besucher empfinden den anschließenden Spaziergang durch den weitläufigen Park als notwendig, um das Gesehene zu verarbeiten. Oder ihr nehmt die Fähre nach Miyajima und verbringt dort einen Nachmittag …
Infos Friedems-museum:
Eintritt Museum:
200 Yen (Erwachsene), ca. 1,20 €
Öffnungszeiten
März-Juli 7:30-19:00
August 7:30-20:00
(Geöffnet bis 21:00 Uhr am 5. und 6. August)
September-November 7:30-19:00
Dezember-Februar 7:3-18:00
Audioguide
Sehr empfohlen! Kostet ca. 400 Yen und bietet tiefe Einblicke.
Tickets/Reservierung
Es wird dringend empfohlen, die Tickets vorab hier online zu kaufen. Es wird sehr voll und der Einlass für Personen ohne Ticket kann gestoppt werden!
Friedens-Museum
Die Insel Miyajima – Das Tor zur Götterwelt
Miyajima gehört zu den drei schönsten Ansichten Japans. Für uns war dieser Ausflug der perfekte Kontrast zum emotionalen Vormittag im Friedenspark von Hiroshima. Hier erfahrt ihr alles Wichtige für eure Planung.
die highlights der Insel:
Das schwebende Torii:
Das Wahrzeichen Japans steht mitten im Wasser und gehört zum Itsukushima-Schrein. Bei Flut scheint es zu schwimmen, bei Ebbe könnt ihr direkt zu den massiven Pfeilern laufen.
Itsukushima-Schrein (UNESCO-Welterbe):
Einzigartig durch seine Pfahlbauweise direkt über dem Meer. Ein Spaziergang durch die roten Galerien ist magisch.
Itsukushima-Schrein
Tipp:
Das Besondere am Itsukushima-Schrein ist, dass sich das Motiv je nach Wasserstand komplett verändert. Damit ihr nicht enttäuscht seid, solltet ihr die Gezeiten vor eurem Besuch kurz online prüfen (einfach nach „Miyajima Tide Table“ suchen).
Die zahmen Rehe:
Ähnlich wie in Nara laufen hier hunderte Rehe frei herum. Sie gelten als Boten der Götter. Aber Vorsicht: Sie stibitzen gerne Papier und Landkarten aus euren Taschen!
Daisho-in Tempel:
Ein verstecktes Juwel am Fuße des Berges mit hunderten kleinen Statuen und einer sehr friedlichen Atmosphäre.
Daisho-in Tempel
so könnte dein tag in Hiroshima aussehen:
Vormittag: Geschichte und Besinnung in Hiroshima
08:00 Uhr: Ankunft am Friedenspark.
Zu dieser Zeit ist es noch ruhig und ihr könnt den A-Bomb Dome und die Denkmäler ohne große Menschenmassen besichtigen.
08:30 – 10:30 Uhr: Besuch des Friedensmuseums. Plant diese zwei Stunden fest ein, da die Ausstellungen sehr intensiv sind und man Zeit zum Lesen und Verarbeiten braucht.
10:30 – 11:00 Uhr: Ein kurzer Spaziergang
durch den Park zur Kinder-Friedensstatue und der Friedensflamme, um die Eindrücke sacken zu lassen.
vorne: Fähre Friedenspark – hinten Fähren nach Miyajimaguchi
Mittag: Transfer zur Insel Miyajima
11:00 – 12:00 Uhr: Fahrt zur Insel.
Ihr habt drei Möglichkeiten:
Die schnelle Variante:
Mit der JR-Linie von der Hiroshima Station nach Miyajimaguchi und dann mit der Fähre (im JR Pass enthalten).
Die Straßenbahn-Variante:
Am A-Bombe Dome in die Straßenbahn Richtung Miyajimaguchi und dann mit der Fähre rüber
Unser Favorit: Die Panorama-Variante
Mit der World Heritage Sea Route – Diese Fähre startet am Motoyasu-Pier, direkt im Friedenspark (nur wenige Gehminuten vom Atombomben-Dom entfernt), und bringt euch direkt zur Insel Miyajima.
Preise:
Eine einfache Fahrt kostet 2.400 Yen für Erwachsene (ca. 15 €). Ein Hin- und Rückfahrt-Ticket kostet 4.400 Yen (ca. 27 €).
Dauer:
Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Der erste Teil der Strecke führt gemächlich durch die Flüsse Hiroshimas, bevor das Boot im Meer an Geschwindigkeit zunimmt.
Fahrplan & Frequenz:
Die Fähren verkehren in der Regel stündlich, in der Hauptsaison oft alle 30 bis 40 Minuten. Die erste Abfahrt ab Friedenspark ist meist gegen 08:30 Uhr, die letzte Rückfahrt von Miyajima gegen 17:30 Uhr (saisonal schwankend).
Hinweis:
Da die Fähre durch Flüsse fährt, können Fahrten bei extremem Niedrigwasser oder sehr starkem Regen ausfallen. Auch sind in deer Saison günstig gelegene Abfahrten schnell ausgebucht. Online reservieren kann sich also lohnen.
Nachmittag: Natur und Entspannung auf Miyajima
12:00 – 13:00 Uhr: Mittagspause auf der Omotesando Shopping Street.
Sie ist ca. 350 Meter lang, führt in der Nähe des Itsukushima-Schreins entlang und ist bekannt für Souvenirläden, Restaurants, Momiji Manju (ahornblattförmige Küchlein) und gegrillte Austern.
13:00 – 17:00 Uhr: Erkundet die Insel
Besucht den Itsukushima-Schrein mit dem berühmten „schwebenden“ Torii, genießt die zahmen Rehe und wander hoch zm Daishō-in Tempel, bekannt für über 500 kleine Buddha-Statuen (Rakan) mit roten Mützen und/oder zum Berg Misen mit seiner Aussichtsplattform. Hoch kommt ihr über Wanderwege oder mit der Miyajima Ropeway.
Abend: Kulinarischer Abschluss in Hiroshima
18:30 Uhr: Rückkehr in die Stadt.
Jetzt ist die perfekte Zeit für ein echtes Hiroshima Okonomiyaki in einem der vielen spezialisierten Restaurants.
Unser Tipp: das „Okonomimura“ mit vielen Ständen unter einem Dach.
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