Highlights Georgien
Batumi & Tiflis
Tiflis und Batumi sind zwar im selben Land …
… fühlen sich aber an wie entfernte Cousins, die sich nur zu Hochzeiten sehen – und selbst da nicht wirklich verstehen.
Herz, Seele und Widersprüche Georgiens
Tiflis ist diese Stadt, die dich packt, noch bevor du richtig angekommen bist. Du steigst aus, schaust dich um, und irgendwas wirkt gleichzeitig bröselig und stolz.
Alte Balkone hängen schief über engen Gassen, als hätten sie ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Schwefelgeruch. Geschichte an jeder Hauswand. Orientalische Bäder neben Jugendstil, orthodoxe Kirchen neben Street Art.
Rund 1,2 Millionen Menschen leben hier – und die Stadt fühlt sich gleichzeitig lebendig, chaotisch, herzlich und überraschend entspannt an.
Tiflis ist in den Vororten geprägt von Hochhaus- Siedlungen und Autokolonnen quälen sich über die Hauptverkehrswege der Stadt. Die Innenstadt ist dann aber an vielen Stellen fast kleinstädtisch: Fußgängerzonen, kleine Plätze, gemütliche Ecken mit Bars und Parks.
Verfallene Straßenzüge wechseln ab mit schön restaurierten Häuserzeilen. Sowjertischer Brutalismus trifft auf neue georgische Bauwerke mit schön geschwungenen, organischen Formen.
Klöster an jeder Ecke, eine Burg mit Seilbahn, ein Bäderviertel und und und.
Und offene Menschen. Generell war es für uns im Osten von Georgien einfacher mit den Einheimischen zu kommunizieren. Irgendwie waren die Menschen an den letzten 4-5 Tagen offener.
die große überraschung
Batumi dagegen? Ganz andere Baustelle. Meerluft. Palmen. Neonlichter, die nachts flackern wie billige Vegas-Kopien. Wolkenkratzer mit Formen, bei denen man sich fragt, wer das genehmigt hat. Oder warum.
Batumi will gefallen. Will modern sein. Will gesehen werden. Und manchmal wirkt es dabei ein bisschen… – bemüht. Aber genau das macht auch seinen Reiz aus. Diese Stadt trägt ihre Ambitionen offen vor sich her, ohne Scham.
Tiflis/Tbilissi
Irgendwo zwischen einem klapprigen Holzbalkon und dem Geruch von Schwefel liegt Tiflis’ größte Stärke: Diese Stadt zeigt ihre Highlights nicht geschniegelt, sondern beiläufig. Du stolperst quasi drüber. Manchmal wortwörtlich. Kopfsteinpflaster, du weißt schon.
Narikala-Festung
Fangen wir oben an. Also wirklich oben. Die Narikala thront über der Altstadt wie ein alter Wachhund, ein bisschen zahnlos, aber immer noch beeindruckend. Man kann hochlaufen – schweißtreibend, ehrlich gesagt – oder sich die „Blöße” geben und die Seilbahn vom Rike-Park nehmen.
Und ja, ich weiß, das klingt kitschig, aber der Blick über Kura, Altstadt und die modernen Glasbauten dahinter… puh. Bleibt hängen.
Narikala Festung & Seilbahn
Anreise:
Am einfachsten mit der Seilbahn vom Rike Park. Die Seilbahn fährt von 10:00 bis Sonnenuntergang.
Eintrittspreis:
Der Eintritt ist kostenlos. Die Fahrt mit der Seilbahn kostet für die einfache Fahrt 2.5 Lari. (2025).
Tipps:
Morgens in Ruhe im Rike Park starten und dann ab 10:00 hochfahren. Die Mutter Georgiens ist oben direkt nebenan. Und der Botanische Garten von Tiflis auch.
Kartlis Deda – die Mutter Georgiens
Direkt neben der Festung steht sie. Aluminium, 20 Meter hoch, Schwert in der einen, Wein in der anderen Hand. Willkommen in Georgien.
Öffnungszeiten? Keine. Eintritt? Null.
Mutter Georgiens
Altstadt-Ansichten
Altstadt – Dzveli Tbilisi
Kein klassisches „Highlight“, eher ein Zustand. Kleine Gassen, bröckelnde Fassaden, Innenhöfe mit Wäscheleinen. Hier gibt’s keine Öffnungszeiten. Du läufst einfach los. Und bleibst ständig stehen. Für Fotos. Für Kaffee. Für nix Bestimmtes. Manche Häuser sehen aus, als hätten sie schon bessere Jahrzehnte gesehen. Andere feiern gerade ihr Comeback. Beides gleichzeitig. Tiflis halt.
Schwefelbäder in Abanotubani
Ja, die Dinger riechen. Nach faulen Eiern. Punkt. Aber sie gehören zur Stadt wie Altbier zu Düsseldorf – muss man nicht lieben, sollte man aber probieren. Öffnungszeiten variieren je nach Bad, meist 8:00–23:00 Uhr. Preise? Öffentliche Becken ab ca. 5–10 Euro, private Räume deutlich teurer. Vielleicht 30, vielleicht 60. Kommt drauf an, wie schick du’s willst.
Abanotubani
Dry-Bridge Flohmarkt
Kein Hochglanz, kein Eintritt, keine festen Zeiten – grob vormittags bis früher Nachmittag, je nach Wetter und Laune der Händler. Alte Kameras, Medaillen, Ölgemälde, Ramsch und Geschichte durcheinander. Manchmal großartig. Manchmal… na ja. Aber immer echt.
Chroniken von Georgien
Chroniken von Georgien
Groß. Monumental. Ein bisschen sowjetisch, ein bisschen Science-Fiction. Liegt außerhalb am Tbilisi See. Oben angekommen stehst du zwischen riesigen Säulenreliefs und denkst: Warum kennt das eigentlich keiner? Gute Frage.
Sameba-Kathedrale
Die größte Kirche des Landes. Wuchtig. Weiß. Sichtbar von fast überall. Geöffnet meist 9:00–19:00 Uhr, Eintritt frei. Schultern bedeckt, kurze Hosen eher so mittelgut.
Mtatsminda Park
Mit der Standseilbahn hochfahren (ca. 2–3 Euro, 10:00–22:00 Uhr), oben rumlaufen, Aussicht genießen. Freizeitpark trifft Aussichtspunkt. Ein bisschen retro, ein bisschen schräg.
Rike-park
Direkt gegenüber der Altstadt gelegen, geschniegelt, weitläufig, fast ein bisschen zu ordentlich für Tiflis. Hier startet die Seilbahn zur Narikala-Festung – unscheinbar, aber extrem praktisch. Abends ist der Park nett beleuchtet, tagsüber eher Durchgangsstation.
Friedensbrücke
Glasbogen. LED-Lichter. Von manchen geliebt, von anderen gnadenlos verspottet. Tagsüber wirkt sie fast harmlos, nachts blinkt sie wie ein futuristischer Tausendfüßler über dem Fluss. Unser Tipp: einmal drüberlaufen, nicht diskutieren, einfach wirken lassen.
Friedensbrücke
Rike Park
Batumi
Batumi Boulevard
Der Batumi Boulevard ist das Herz der Stadt und einer der schönsten Strandboulevards am Schwarzen Meer. Er zieht sich über 7 Kilometer entlang der Küste und verbindet Strand, Parks, moderne Architektur und Freizeitangebote miteinander. Palmen, breite Promenaden, Cafés und Kunstinstallationen sorgen für echtes Urlaubsgefühl – tagsüber entspannt, abends lebendig und belebt.
Der Boulevard wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und ist seitdem stetig erweitert worden. Was einst als einfache Uferpromenade begann, ist heute ein moderner Stadtpark mit kultureller und sozialer Bedeutung. Besonders in den letzten Jahren wurde viel investiert, um Grünflächen, Wege und Freizeitangebote weiter auszubauen.
Zu den bekanntesten Highlights zählen die Skulptur Ali & Nino, die sich langsam aufeinander zubewegt, der Alphabet-Turm und verschiedene moderne Hochhäuser entlang der Küste. Dazwischen findest du Spielplätze, Springbrunnen, Fahrradverleihe und kleine Cafés.
Abends wird der Boulevard besonders stimmungsvoll: Lichter spiegeln sich im Wasser, Straßenmusiker treten auf und Einheimische wie Touristen genießen die entspannte Atmosphäre. Der Mix aus Natur, Stadt und Meer macht den Boulevard einzigartig.
Ali & Nino
Infos Batumi Boulevard:
Anreise:
Der Boulevard liegt direkt im Stadtzentrum und ist von vielen Hotels aus fußläufig erreichbar. Alternativ kommst du problemlos mit dem Bus, dem Fahrrad oder per Taxi hierher. Da sich der Boulevard über eine große Strecke erstreckt, kannst du an vielen Punkten ein- und aussteigen.
Parken:
Entlang und in der Nähe des Boulevards gibt es öffentliche Parkplätze und Seitenstraßen, in denen du dein Auto abstellen kannst. Je nach Abschnitt und Tageszeit kann es etwas voller sein, insgesamt ist Parken aber gut möglich. Rechne damit, dass du (moderate) Parkgebühren bezahlen musst.
Eintrittspreis:
Der Batumi Boulevard ist frei zugänglich. Du kannst ihn jederzeit besuchen, spazieren gehen, joggen oder einfach auf einer Bank sitzen und aufs Meer schauen – ganz ohne Eintritt.
Botanischer Garten
Der Botanische Garten von Batumi gehört zu den größten und schönsten botanischen Gärten, in denen wir je waren. Er liegt spektakulär oberhalb des Schwarzen Meeres, rund 9 km nördlich vom Stadtzentrum, und erstreckt sich über mehr als 100 Hektar.
Dank des feuchten, subtropischen Klimas wachsen hier Tausende Pflanzenarten aus aller Welt – von Asien über Australien bis Amerika. Ein Besuch ist eine entspannte Mischung aus Naturerlebnis, Panorama-Spaziergang und kurzer Weltreise.
Der Botanische Garten wurde 1912 gegründet und zählt zu den ältesten seiner Art in der Region. Ziel war es von Anfang an, Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen an einem Ort zu vereinen. Heute ist der Garten nicht nur ein Forschungsstandort, sondern vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Reisende.
Die Aufteilung in geografische Zonen ist cool gemacht: Du spazierst innerhalb weniger Minuten durch Landschaften, die Pflanzen aus Japan, dem Himalaya, Südamerika oder dem Mittelmeerraum zeigen.
Besonders beeindruckend sind die Aussichtspunkte mit Blick auf das Schwarze Meer, perfekt für Fotos oder eine kurze Pause. Überall findest du schattige Wege, kleine Treppen, versteckte Bänke und ruhige Ecken. Trotz seiner Größe wirkt der Garten nie hektisch – selbst bei vielen Besuchern verläuft es sich angenehm.
Infos botanischer Garten:
Anreise:
Vom Zentrum Batumis kommst du am einfachsten mit dem Bus oder Marshrutka Richtung Chakvi zum Garten (Haltestelle „Botanical Garden“). Die Fahrt dauert etwa 20–30 Minuten. Alternativ kannst du ein Taxi/Bolt nehmen – preiswert und bequem.
Parken:
Direkt am Haupteingang gibt es Parkmöglichkeiten für Autos. In der Hochsaison kann es etwas voller werden, insgesamt ist das Parken aber unkompliziert. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, hat hier keine Probleme. Es gibt einen Parkwächter, der beim Abfahren kassiert. Rechne dafür ein paar GEL ein
Eintrittspreis:
Der Eintritt ist moderat und für die Größe des Gartens absolut fair. Erwachsene zahlen aktuell 20 GEL (ca. 6 Euro), Kinder und Studierende weniger. Preise können sich ändern, liegen aber deutlich unter westeuropäischem Niveau.
Beste Reisezeit:
Am schönsten ist der Botanische Garten von April bis Juni, wenn alles blüht und die Temperaturen angenehm sind. Auch September und Oktober sind ideal: weniger Besucher, sattes Grün und oft klare Sicht auf das Meer. Im Hochsommer ist es ebenfalls sehenswert, allerdings kann es dann warm und feucht werden – früh kommen lohnt sich.
Infos:
Anreise:
Vom Zentrum Batumis kommst du am einfachsten mit dem Bus oder Marshrutka Richtung Chakvi zum Garten (Haltestelle „Botanical Garden“). Die Fahrt dauert etwa 20–30 Minuten. Alternativ kannst du ein Taxi/Bolt nehmen – preiswert und bequem.
Parken:
Direkt am Haupteingang gibt es Parkmöglichkeiten für Autos. In der Hochsaison kann es etwas voller werden, insgesamt ist das Parken aber unkompliziert. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, hat hier keine Probleme. Es gibt einen Parkwächter, der beim Abfahren kassiert. Rechne dafür ein paar GEL ein
Eintrittspreis:
Der Eintritt ist moderat und für die Größe des Gartens absolut fair. Erwachsene zahlen aktuell 20 GEL (ca. 6 Euro), Kinder und Studierende weniger. Preise können sich ändern, liegen aber deutlich unter westeuropäischem Niveau.
Beste Reisezeit:
Am schönsten ist der Botanische Garten von April bis Juni, wenn alles blüht und die Temperaturen angenehm sind. Auch September und Oktober sind ideal: weniger Besucher, sattes Grün und oft klare Sicht auf das Meer. Im Hochsommer ist es ebenfalls sehenswert, allerdings kann es dann warm und feucht werden – früh kommen lohnt sich.
Tipps:
für Mutige:
Im Park gibt es eine Zipline, mit der man mit Blick aufs Schwarze Meer, die Küste entlang fährt. Der Preis ist für eine recht kurze Fahrt happig (70 GEL pP)
für Ältere/Kinder:
Im Park fährt ein kostenpflichtiger Zug, um die Distanzen (und Höhenunterschiede) zu überwinden.
für Hungriege und Durstige:
Am Haupteingang gibt es ein Restaurant und Essen-/Getränkestände.
Altstadt Batumi
Die Altstadt von Batumi ist klein, charmant und voller Leben. Zwischen Europa- und Piazza Square und die angrenzenden Gassen findest du bunte Fassaden, Balkone mit schmiedeeisernen Geländern, kleine Cafés und Bars. Hier zeigt sich Batumi von seiner gemütlichen, fast mediterranen Seite – perfekt zum Schlendern, Fotografieren und Genießen.
Batumi war über Jahrhunderte ein wichtiger Hafen- und Handelsort, geprägt von osmanischen, russischen und europäischen Einflüssen. Diese Mischung spiegelt sich bis heute in der Architektur der Altstadt wider. Viele Gebäude wurden/werden liebevoll restauriert, ohne den historischen Charakter zu verlieren.
Das Zentrum der Altstadt ist der Piazza Square, ein lebendiger Platz mit Mosaiken, Musik und Straßencafés. In den umliegenden Straßen findest du kleine Boutiquen, Weinbars und traditionelle Restaurants.
Besonders schön sind die verspielten Fassaden und Details an den Häusern am Europa Platz – perfekt für Fotos.
Abends entfaltet die Altstadt ihren besonderen Charme: Lichter, Musik und eine entspannte Stimmung machen sie zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Reisende.
Altstadt
Infos Altstadt:
Anreise:
Die Altstadt liegt zentral in Batumi und ist vom Boulevard oder vielen Hotels aus bequem zu Fuß erreichbar. Alternativ bringen dich Busse oder Taxis direkt in die Nähe des Piazza Square, der als guter Orientierungspunkt dient.
Parken:
In der Altstadt selbst ist Parken eingeschränkt, da viele Straßen sehr schmal sind. Parken kostet häufig und ist nur per georgischer Bezahl-App möglich. Es gibt ein paar öffentliche Parkhäuser. Einfacher ist es jedoch, wie schon erwähnt, an der Marina (Alphabetic Tower/Riesenrad).
BRC Sakhalvasho Raptor watchpoint
Hoch über Batumi werden hier die Raubvögel gezählt, die im Frühjahr und Herbst auf ihrer Wanderung die Stadt passieren. Die Anfahrt ist was tricky. Der Ausblick phänomenal. Raubvögel waren bei unserem 3/4 Stündchen so ca. 100 in der Luft. Es gibt aber Tage, da passieren 100.000 Vögel Batumi.
Las Vegas am schwarzen meer
Batumi verändert sich rasant. Ganze Viertel schießen in die Höhe und bilden einen unfassbaren Kontrast zur alten, sowjetische Plattenbauten und der wunderschönene Altstadt.
Blick auf die Skyline vom Raptor Watchpoint
Alles wichtige auf einen Blick
die perfekte Route
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