Die perfekte Route

Tempel, Inseln und die Roten Khmer

Kambodscha ist so viel mehr als Angkor Wat. Auf unserer Rundreise haben wir einige der berühmtesten Tempel Südostasiens gesehen, sind durch die Landschaft rund um Battambang gefahren, haben mitten im Dschungel am Tatai River übernachtet und anschließend ein paar Tage an den Traumstränden von Koh Rong Sanloem verbracht. Zum Abschluss ging es über Kampot und Kep in die Hauptstadt Phnom Penh.

Unsere Route verbindet dabei die großen Highlights Kambodschas mit Orten, die längst nicht jeder Reisende besucht. Ihr erlebt jahrhundertealte Khmer-Tempel, koloniale Städte, Reisfelder, tropischen Regenwald, einsame Strände und die bewegende jüngere Geschichte des Landes.

Das Schöne: Die Entfernungen sind überschaubar und fast alle Stationen lassen sich unkompliziert mit Bus, Minivan und Fähre miteinander verbinden.

Unsere Kambodscha-Rundreise führt euch von Siem Reap über Battambang und den Tatai River nach Koh Rong Sanloem. Anschließend geht es weiter nach Kampot und Kep, bevor ihr eure Reise in Phnom Penh beendet.

Siem Reap & Angkor / 5 Tage

Für die meisten Reisenden beginnt eine Kambodscha-Rundreise in Siem Reap – und das aus gutem Grund. Direkt vor den Toren der Stadt liegt mit Angkor eine der beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt.

Doch nehmt euch Zeit. Angkor besteht nicht nur aus Angkor Wat. Auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern verteilen sich unzählige Tempel, Ruinen und ehemalige Städte. Zu den absoluten Highlights gehören neben Angkor Wat der von riesigen Steingesichtern geprägte Bayon, die ehemalige Königsstadt Angkor Thom und der vom Dschungel überwucherte Ta Prohm.

Wir würden mindestens zwei bis drei volle Tage für die Tempelanlagen einplanen. Ihr könnt Angkor mit einem Remorque und Fahrer, Roller, Fahrrad oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden.

Aber auch Siem Reap selbst lohnt sich. Rund um den Old Market und die Pub Street findet ihr zahlreiche Restaurants, Cafés und Nachtmärkte und könnt nach langen Tempeltagen wunderbar durch die Stadt schlendern. Außerdem APOP und en Phare Circus für unvergessliche Erlebnisse besuchen. Oder einen Tag im Kulen Nationalpark verbingen.

Unsere Empfehlung: mind. 5 Nächte

APOPO Visitor Center

Das APOPO Visitor Center gehört zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten in Siem Reap. Hier erfahrt ihr, wie speziell ausgebildete afrikanische Riesenhamsterratten – die sogenannten HeroRATs – dabei helfen, Landminen und andere explosive Kriegsreste aufzuspüren.

Bei der etwa einstündigen Führung könnt ihr die Tiere bei einer Demonstration in Aktion erleben und erfahrt gleichzeitig viel über die Minenproblematik in Kambodscha.

Highlights
• HeroRATs bei der Arbeit erleben
• Demonstration der Minensuche
• Informationen über Landminen in Kambodscha
• Einblick in die Arbeit von APOPO
• Möglichkeit, eine der Ratten aus der Nähe kennenzulernen

Öffnungszeiten
Täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr.
Die letzte Führung beginnt um 16:30 Uhr.

Eintritt
10 US-Dollar pro Person.
Kinder unter 10 Jahren sind kostenlos.

Anreise
Das Besucherzentrum liegt nur etwa 10 Minuten mit dem Remorque oder Grab vom Zentrum Siem Reaps entfernt. Es liegt außerdem günstig auf dem Rückweg von Angkor Wat.

Unser Tipp
Reserviert eure Führung am besten vorher. APOPO empfiehlt selbst eine Vorabbuchung, da die Touren ausgebucht sein können. Für uns ist das Visitor Center eine tolle Ergänzung zu den Tempeln, weil ihr hier gleichzeitig etwas über ein Problem erfahrt, das Kambodscha bis heute beschäftigt.

Wat Thmey Killing Fields Memorial

Das Wat Thmey Killing Fields Memorial ist ein kleiner, aber bewegender Erinnerungsort an die Herrschaft der Roten Khmer.

Eine gläserne Gedenkstupa mit menschlichen Schädeln und Knochen erinnert an die Opfer. Auf dem Gelände erfahrt ihr außerdem mehr über die Ereignisse in Siem Reap während der Zeit der Khmer Rouge.

Die Anlage ist wesentlich kleiner als Tuol Sleng oder Choeung Ek in Phnom Penh, zeigt aber eindrücklich, dass die Verbrechen der Roten Khmer das gesamte Land betrafen.

Highlights
• Gedenkstupa
• Erinnerung an die Opfer der Roten Khmer
• Informationen über die Geschichte Siem Reaps
• buddhistische Tempelanlage
• deutlich ruhiger als die Gedenkstätten in Phnom Penh

Öffnungszeiten
Die Tempelanlage ist tagsüber täglich zugänglich. Da es sich um eine aktive Pagode handelt und die veröffentlichten Öffnungszeiten je nach Quelle variieren, würde ich auf eurer Homepage keine feste Uhrzeit nennen.

Eintritt
Für den Besuch der Pagode wird  kein fester Eintritt verlangt. Der kleine Memorial-/Informationsbereich kostet aktuell etwa 3 US-Dollar.

Anreise
Wat Thmey liegt nördlich des Stadtzentrums auf dem Weg Richtung Angkor. Mit Grab oder Remorque benötigt ihr vom Zentrum ungefähr 10 Minuten.

Unser Tipp
Wenn ihr später auch Tuol Sleng und die Killing Fields in Phnom Penh besucht, würden wir Wat Thmey trotzdem nicht auslassen. Die Gedenkstätte ist deutlich kleiner und persönlicher und zeigt euch, welche Auswirkungen die Herrschaft der Roten Khmer auch auf Siem Reap hatte.

Phare – The Cambodian Circus

Der Phare Circus ist kein klassischer Zirkus. Euch erwartet eine Mischung aus Akrobatik, Theater, Tanz, Live-Musik und kambodschanischem Storytelling – komplett ohne Tiere.

Hinter Phare steckt außerdem ein soziales Projekt. Viele der Künstler wurden an der Phare Ponleu Selpak School in Battambang ausgebildet. Die Shows greifen Geschichten aus der kambodschanischen Kultur, Geschichte und dem modernen Alltag auf.

Highlights
• spektakuläre Akrobatik
• Live-Musik und Theater
• kambodschanische Geschichten
• keine Tiere
• Unterstützung eines sozialen Projekts

Öffnungszeiten
Die Hauptvorstellung beginnt täglich um 20:00 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Das Gelände öffnet bereits um 17:30 Uhr mit Streetfood, Getränken und kleinen Veranstaltungen.

Eintritt
Je nach Sitzplatzkategorie:

• Section C: 18 US-Dollar
• Section B: 28 US-Dollar
• Section A: 38 US-Dollar

Für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gelten reduzierte Preise.

Anreise
Phare liegt etwa 2 Kilometer vom Old Market und der Pub Street entfernt. Mit Remorque oder Grab benötigt ihr aus dem Zentrum etwa 10–20 Minuten. Für ein Remorque nennt Phare etwa 3–5 US-Dollar als üblichen Preis.

Unser Tipp
Kauft eure Tickets möglichst vorher und kommt etwas früher. So könnt ihr euch vor der Vorstellung noch das Gelände ansehen und etwas essen. Besonders schön finden wir, dass ihr hier nicht nur eine tolle Show seht, sondern gleichzeitig ein kambodschanisches Sozialprojekt unterstützt.

Angkor Night Market & Pub Street

Nach Sonnenuntergang erwacht das Zentrum von Siem Reap rund um den Angkor Night Market und die Pub Street zum Leben. Hier findet ihr Restaurants, Bars, Streetfood, Souvenirs, Kleidung und Kunsthandwerk.

Die Pub Street ist ohne Frage sehr touristisch, gehört für uns aber trotzdem zu Siem Reap dazu. Nur wenige Straßen weiter wird es bereits deutlich ruhiger.

Highlights
• Streetfood
• Souvenirs und Kunsthandwerk
• Restaurants und Bars
• günstige Massagen
• lebhafte Atmosphäre am Abend

Öffnungszeiten
Der Angkor Night Market öffnet ungefähr ab 16:00 Uhr und läuft bis etwa Mitternacht.

Unser Tipp
Kommt am frühen Abend, schlendert zunächst über den Night Market und geht anschließend zur Pub Street. Wer keine Lust auf laute Musik und viele Touristen hat, sollte auch die kleinen Straßen rund um das Zentrum erkunden – dort findet ihr zahlreiche ruhigere Restaurants und Bars.

Artisans Angkor

Artisans Angkor wurde gegründet, um traditionelles kambodschanisches Kunsthandwerk zu bewahren und gleichzeitig Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen.

In den Werkstätten könnt ihr Handwerkern bei verschiedenen traditionellen Techniken über die Schulter schauen. Dazu gehören unter anderem Stein- und Holzschnitzerei, Lackarbeiten, Malerei und Seidenverarbeitung.

Viele Techniken, die ihr zuvor an den Tempeln von Angkor gesehen habt, werden hier noch heute von Hand ausgeführt.

Highlights
• traditionelles kambodschanisches Kunsthandwerk
• Einblick in verschiedene Werkstätten
• Stein- und Holzschnitzerei
• hochwertige lokale Produkte
• Unterstützung kambodschanischer Handwerker

Öffnungszeiten
Täglich tagsüber.

Eintritt
Der Besuch der Werkstätten ist grundsätzlich kostenlos.

Anreise
Die Werkstätten liegen zentral in Siem Reap und sind aus dem touristischen Zentrum schnell mit Remorque oder teilweise zu Fuß erreichbar.

Unser Tipp
Artisans Angkor ist besonders interessant nach eurem Besuch der Tempel. Wenn ihr gesehen habt, wie aufwendig Steinreliefs und Verzierungen hergestellt werden, betrachtet ihr viele Details von Angkor anschließend noch einmal mit ganz anderen Augen.

Made in Cambodia Market

Wenn ihr in Siem Reap nach Souvenirs sucht, würden wir euch den Made in Cambodia Market ans Herz legen.

Anders als auf vielen klassischen Touristenmärkten liegt der Schwerpunkt hier auf Produkten, die tatsächlich in Kambodscha hergestellt werden. Angeboten werden unter anderem Kunsthandwerk, Schmuck, Kleidung, Naturkosmetik, Gewürze und kleine Kunstwerke kambodschanischer Designer und Produzenten.

Öffnungszeiten
In der Regel täglich bis in den Abend.

Anreise
Der Markt liegt zentral in Siem Reap und lässt sich problemlos zu Fuß oder mit einer Remorque erreichen.

Unser Tipp
Wenn ihr ein Souvenir aus Kambodscha mitnehmen möchtet, schaut lieber hier vorbei, bevor ihr irgendeinen der typischen Angkor-Wat-Magnete kauft. Ihr unterstützt damit gleichzeitig lokale Produzenten und Kunsthandwerker.

Angkor Wat 

Angkor ist das absolute Highlight rund um Siem Reap und für die meisten Reisenden der Hauptgrund für eine Reise nach Kambodscha. Die riesige Tempelstadt war über mehrere Jahrhunderte das Zentrum des mächtigen Khmer-Reiches und gehört seit 1992 zum UNESCO-Welterbe.

👉 Auf unserer ausführlichen Angkor-Highlight-Seite zeigen wir euch die schönsten Tempel, unsere perfekte Route durch Angkor und welche Anlagen ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Eine besondere Empfehlung: HAVEN

Es gibt Restaurants, die man wegen des Essens in Erinnerung behält. Und dann gibt es Orte, die einen wegen der Menschen und der Geschichte dahinter berühren.

HAVEN war für uns genau so ein Ort.

Das Restaurant ist ein soziales Ausbildungsprojekt in Siem Reap und bietet jungen, benachteiligten Kambodschanern die Möglichkeit, eine professionelle Ausbildung in Gastronomie und Hotellerie zu absolvieren.

Die jungen Menschen werden hier nicht einfach beschäftigt, sondern über viele Monate intensiv ausgebildet und auf ein selbstständiges Berufsleben vorbereitet. Sie lernen unter anderem Service, Küche, Englisch und wichtige Fähigkeiten für ihren späteren Berufsalltag.

Wir wurden unglaublich herzlich empfangen und haben selten einen Service erlebt, bei dem so viel Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und ehrliche Freude spürbar waren. Man merkt einfach, dass hinter HAVEN viel mehr steckt als nur ein Restaurant.

Und auch kulinarisch lohnt sich der Besuch. Auf der Karte findet ihr kambodschanische Gerichte ebenso wie internationale Küche und vegetarische beziehungsweise vegane Optionen.

Reservierung
HAVEN ist mittlerweile sehr beliebt. Wir würden deshalb unbedingt vorher einen Tisch reservieren, besonders während der Hauptsaison.

Unser Tipp
Wenn ihr in Siem Reap nur ein Restaurant bewusst auswählen möchtet, schaut euch HAVEN an.

Nicht, weil ihr dort das billigste Essen der Stadt bekommt und auch nicht, weil es irgendein Instagram-Hotspot ist.

Sondern weil hinter dem Restaurant ein wirklich großartiges Konzept steckt.

Für uns war HAVEN deshalb weit mehr als einfach nur Essen gehen und einer der Orte in Siem Reap, an die wir uns besonders gerne erinnern.
Wie waren am nächsten Abend gelich wieder da …

Unsere Empfehlungen:
• Züricher Geschnetzeltes für das „Wie Zuhause-Gefühl”
• Fischfilet mit Grüner Mango

Wat Preah Prom Rath

Mitten im Zentrum von Siem Reap liegt mit dem Wat Preah Prom Rath eine wunderschöne buddhistische Tempelanlage, die ihr problemlos bei einem Spaziergang durch die Stadt besuchen könnt.

Der Tempel blickt auf eine mehrere hundert Jahre alte Geschichte zurück und wird bis heute aktiv von Mönchen genutzt. Auf dem Gelände findet ihr farbenfrohe Pagoden, Buddha-Statuen, kleine Schreine und liebevoll gestaltete Gärten.

Highlights
• aktive buddhistische Tempelanlage
• farbenfrohe Pagoden und Buddha-Statuen
• gepflegte Gartenanlage
• ruhige Atmosphäre mitten in Siem Reap

Öffnungszeiten
Täglich tagsüber zugänglich.

Eintritt
Kostenlos. Eine kleine Spende ist willkommen.

Anreise
Der Tempel liegt zentral in Siem Reap, nur wenige Gehminuten vom Old Market und der Pub Street entfernt.

 

Phnom Kulen Nationalpark

Der Phnom Kulen Nationalpark ist einer der schönsten Tagesausflüge von Siem Reap. Der Phnom Kulen gilt als heiliger Berg und besitzt für die Geschichte des Khmer-Reiches eine besondere Bedeutung.

Neben tropischem Wald erwarten euch der Kulen Wasserfall, ein riesiger liegender Buddha und der berühmte River of a Thousand Lingas, in dessen Flussbett jahrhundertealte religiöse Symbole in den Stein gemeißelt wurden.

Highlights
• Kulen Wasserfall
• River of a Thousand Lingas
• liegender Buddha
• tropischer Wald
• heiliger Berg der Khmer
• Baden am Wasserfall

Öffnungszeiten
Besuche sind tagsüber möglich. Wichtig ist vor allem die Zufahrtsregelung: Die Bergstraße wird teilweise als Einbahnstraße geregelt. Wer mit Auto, Van oder Roller hinauffahren möchte, sollte vor 11:00 Uhr an der Auffahrt sein.

Eintritt
20 US-Dollar pro Person.
Der Eintritt ist nicht im Angkor-Pass enthalten.

Anreise
Der Nationalpark liegt rund 50 Kilometer von Siem Reap entfernt. Mit Auto oder Roller benötigt ihr etwa 1,5 bis 2 Stunden. Alternativ könnt ihr eine organisierte Tagestour buchen.

Unser Tipp
Plant einen ganzen Tag ein und startet früh am Morgen. Besonders während und kurz nach der Regenzeit führt der Wasserfall viel Wasser. Badesachen nicht vergessen – allerdings solltet ihr aus Respekt vor der lokalen Kultur auf sehr knappe Badekleidung verzichten. Läßt sich gut mit dem Besuch von Banteay Srei.

Tonle Sap & die schwimmenden Dörfer

Der Tonle Sap ist der größte Süßwassersee Südostasiens und eines der wichtigsten Ökosysteme Kambodschas. Gleichzeitig bildet er für Millionen Menschen eine wichtige Lebensgrundlage – insbesondere durch Fischfang und Landwirtschaft.

Das Besondere ist, dass sich der See im Laufe des Jahres enorm verändert.

Während der Regenzeit führt der Mekong so viel Wasser, dass sich die Fließrichtung des Tonle-Sap-Flusses umkehrt und Wasser in den See gedrückt wird. Dadurch kann sich seine Wasserfläche auf ein Mehrfaches vergrößern. In der Trockenzeit kehrt sich die Fließrichtung wieder um und das Wasser fließt zurück Richtung Mekong.

Seit 1997 gehört die Region zum UNESCO-Biosphärenreservat Tonle Sap.

Die schwimmenden Dörfer

Rund um den See liegen zahlreiche Dörfer, deren Leben vollständig an die enormen Schwankungen des Wasserstandes angepasst ist.

Dabei sind übrigens nicht alle Häuser tatsächlich schwimmend. Viele stehen auf mehrere Meter hohen Stelzen und befinden sich während der Regenzeit mitten im Wasser. In der Trockenzeit liegen dieselben Häuser plötzlich hoch über dem Boden.

Andere Gebäude schwimmen tatsächlich auf Pontons und können abhängig vom Wasserstand ihren Standort verändern.

Zu den Gemeinden gehören nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Schulen, Geschäfte, Tempel und teilweise Restaurants.

Kampong Phluk

Kampong Phluk ist eines der bekanntesten Stelzendörfer und von Siem Reap relativ einfach erreichbar.

Besonders beeindruckend sind die teilweise mehrere Meter hohen Stelzen, auf denen die Häuser errichtet wurden. Während der Regenzeit fahren die Boote praktisch durch die Straßen des Dorfes.

Anreise
Etwa 30–35 Kilometer von Siem Reap. Je nach Jahreszeit und Ausgangspunkt solltet ihr ungefähr 45–60 Minuten für die Fahrt einplanen.

Unser Tipp
Kampong Phluk ist die unkomplizierteste Wahl, wenn ihr einen Tonle-Sap-Ausflug mit relativ kurzer Anreise von Siem Reap unternehmen möchtet. Besonders interessant ist der Besuch bei höherem Wasserstand, wenn ihr die Stelzenhäuser und den überfluteten Wald vom Boot aus erleben könnt.

Kampong Khleang

Wenn ihr mehr Zeit habt, ist Kampong Khleang eine interessante Alternative.

Die Gemeinde liegt deutlich weiter von Siem Reap entfernt und ist wesentlich größer als Kampong Phluk. Mehr als 10.000 Menschen leben in den verschiedenen Dörfern der Gemeinde. Ihr findet hier sowohl hohe Stelzenhäuser als auch tatsächlich schwimmende Häuser weiter draußen auf dem See.

Durch die größere Entfernung kommen tendenziell weniger Tagestouristen hierher.

Anreise
Kampong Khleang liegt rund 50–55 Kilometer von Siem Reap entfernt.

Unser Tipp
Wenn euch die längere Anfahrt nicht stört und ihr bewusst mehr vom Leben rund um den Tonle Sap sehen möchtet, würden wir Kampong Khleang gegenüber den touristischsten Orten am See bevorzugen.

Wann ist die beste Zeit?

Das Erlebnis am Tonle Sap hängt stark vom Wasserstand ab.

Regenzeit und kurz danach:
Hoher Wasserstand, Häuser stehen mitten im Wasser und überflutete Wälder können mit kleinen Booten befahren werden.

Trockenzeit:
Der Wasserstand sinkt teilweise um mehrere Meter. Dadurch werden die gewaltigen Stelzen unter den Häusern sichtbar und ihr bekommt einen völlig anderen Eindruck davon, wie stark sich die Landschaft im Jahresverlauf verändert.

Es gibt deshalb nicht unbedingt eine „falsche“ Reisezeit – der See sieht nur vollkommen unterschiedlich aus.

Verantwortungsbewusst besuchen

Die schwimmenden und auf Stelzen gebauten Dörfer sind keine Freilichtmuseen, sondern das Zuhause der Menschen.

Wir finden deshalb wichtig, respektvoll mit dem Besuch umzugehen: Menschen nicht ungefragt aus nächster Nähe fotografieren, Privathäuser respektieren und Touren bevorzugen, bei denen möglichst viel Geld tatsächlich in der lokalen Gemeinde bleibt.

Bei Angeboten, bei denen ihr beispielsweise aufgefordert werdet, überteuerte Lebensmittel oder Schulmaterialien als „Spende“ zu kaufen, würden wir eher vorsichtig sein.

Prek Toal Bird Sanctuary

Für Natur- und Vogelliebhaber ist das Prek Toal Bird Sanctuary ein spannendes Ausflugsziel am Tonle Sap.

Das Schutzgebiet liegt im nordwestlichen Teil des Sees und gehört zu den drei besonders geschützten Kernzonen des Tonle-Sap-Biosphärenreservats. Gleichzeitig ist Prek Toal als international bedeutendes Ramsar-Feuchtgebiet geschützt.

In den überfluteten Wäldern befinden sich einige der bedeutendsten Brutkolonien großer Wasservögel in Südostasien.

Mit etwas Glück könnt ihr unter anderem beobachten:

• Fleckenpelikane
• Buntstörche
• Milchstörche
• Schwarzkopfibisse
• Orient-Schlangenhalsvögel
• verschiedene Kormoranarten
• Fischadler und weitere Greifvögel

Beste Reisezeit
Die interessanteste Zeit für Vogelbeobachtungen ist die
Trockenzeit, insbesondere etwa zwischen Dezember und März. Dann befinden sich zahlreiche Wasservögel in ihren Brutkolonien im überschwemmten Wald. Wer gezielt wegen der Vögel nach Prek Toal fährt, sollte möglichst früh morgens starten.

Anreise
Prek Toal könnt ihr nicht einfach mit dem Roller oder einer Remorque erreichen.
Von Siem Reap führt die Anreise zunächst zum Tonle Sap und anschließend mit dem Boot über den See. Von Prek Toal geht es mit kleineren Booten weiter in das eigentliche Schutzgebiet.

An verschiedenen Stellen wurden Beobachtungsplattformen eingerichtet, von denen ihr die Brutkolonien sehen könnt, ohne den Vögeln zu nahe zu kommen.

Aufgrund der langen Anreise solltet ihr für Prek Toal einen ganzen Tag einplanen.

Naturschutz
Prek Toal ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass Naturschutz und Tourismus gemeinsam funktionieren können.

In der Vergangenheit waren das Sammeln von Vogeleiern und die Jagd eine große Bedrohung für die Brutkolonien. Im Rahmen der Schutzprogramme wurden unter anderem ehemalige Jäger und Eiersammler in den Schutz der Nester eingebunden.

Die Einnahmen aus dem Ökotourismus unterstützen heute Ranger und lokale Gemeinden, die sich um den Erhalt des Gebietes kümmern.

Battambang / 2 Tage

Battambang ist deutlich ruhiger und ursprünglicher als Siem Reap oder Phnom Penh und genau das macht den Reiz der Stadt aus. Koloniale Gebäude, kleine Cafés und Tempel treffen hier auf Reisfelder und traditionelle Dörfer direkt vor den Toren der Stadt.

Die eigentlichen Highlights liegen für uns vor allem rund um Battambang: Fahrt mit dem Bamboo Train, entdeckt das ländliche Kambodscha, besucht die Killing Caves am Phnom Sampeau und erlebt zum Sonnenuntergang, wie riesige Fledermausschwärme aus der Bat Cave ziehen

Für Battambang würden wir 2–3 Nächte einplanen.

Mrs. Bun Roeung’s Ancient House

Das Mrs. Bun Roeung’s Ancient House im Wat Kor Village ist eines der schönsten erhaltenen traditionellen Khmer-Häuser rund um Battambang. Das komplett aus Holz errichtete Stelzenhaus stammt aus dem Jahr 1920 und hat sogar die Zeit der Roten Khmer überstanden.

Im Inneren könnt ihr alte Möbel, Haushaltsgegenstände und Familienfotos entdecken. Bei einer kleinen Führung erfahrt ihr außerdem mehr über die Geschichte des Hauses, seine Bewohner und das traditionelle Leben in Kambodscha.

Highlights
• über 100 Jahre altes Khmer-Holzhaus
• schöner, kleiner Souvenirshop
• historische Möbel und Alltagsgegenstände
• persönliche Familiengeschichte
• Wat Kor Heritage Village

Öffnungszeiten
Täglich etwa 9:00–17:00 Uhr.

Eintritt
ca. 1.5 Euro pP

Anreise
Das Haus liegt im Wat Kor Village, nur etwa 2 Kilometer südlich vom Zentrum Battambangs. Ihr erreicht es unkompliziert mit Roller, Fahrrad oder Remorque.

Unser Tipp
Schaut euch nicht nur das einzelne Haus an, sondern fahrt ein wenig durch Wat Kor Village. In der Umgebung stehen noch weitere traditionelle Khmer-Holzhäuser, sodass sich der Besuch wunderbar mit einer Fahrradtour oder eurer Countryside-Tour verbinden lässt.

Bamboo Train

Der berühmte Bamboo Train (Norry) gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Battambangs. Auf einer einfachen Bambusplattform fahrt ihr über alte Eisenbahnschienen durch Reisfelder und die ländliche Umgebung. Heute ist die Fahrt zwar hauptsächlich eine Touristenattraktion, macht aber trotzdem Spaß und ist etwas, das ihr so kaum irgendwo anders erlebt.

Highlights
• Fahrt auf einer Bambusplattform
• Landschaft rund um Battambang
• ungewöhnliches Kambodscha-Erlebnis
• besonders schön am späten Nachmittag

Öffnungszeiten
Täglich etwa 8:00–18:00 Uhr.

Eintritt
etwa 5 US-Dollar pro Person.

Anreise
Die heute von Touristen genutzten Bamboo Trains liegen außerhalb von Battambang. Am einfachsten erreicht ihr sie mit Roller oder Remorque. Plant etwa 20–30 Minuten Anfahrt ein.

Unser Tipp
Fahrt möglichst am frühen Morgen oder späteren Nachmittag. Dann ist es nicht ganz so heiß und das Licht über den Reisfeldern besonders schön.

Wat Banan

Der Tempel Wat Banan wird gerne als kleiner Bruder von Angkor Wat bezeichnet. Über eine lange Steintreppe erreicht ihr fünf alte Tempeltürme auf einem Hügel, von dem ihr einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft habt.

Die Tempelanlage stammt überwiegend aus dem 11. und 12. Jahrhundert und ist deutlich kleiner und ruhiger als Angkor.

Highlights
• Khmer-Tempel aus der Angkor-Zeit
• fünf charakteristische Tempeltürme
• Aussicht über die Landschaft
• deutlich weniger Besucher als Angkor
• mehr als 300 Stufen bis zum Gipfel

Öffnungszeiten
Täglich ungefähr 7:00–18:00 Uhr.

Eintritt
Etwa 2–3 US-Dollar pro Person.

Anreise
Wat Banan liegt rund 20 Kilometer südlich von Battambang. Mit Roller oder Remorque benötigt ihr ungefähr 40 Minuten.

Unser Tipp
Nehmt ausreichend Wasser mit. Die über 300 Stufen sind bei der kambodschanischen Hitze deutlich anstrengender, als sie zunächst aussehen.

Phnom Sampeau & Killing Caves

Der Phnom Sampeau ist ein etwa 100 Meter hoher Kalksteinberg südwestlich von Battambang. Auf dem Gipfel befinden sich mehrere Tempel und Aussichtspunkte. Gleichzeitig erinnert der Ort mit den Killing Caves an eines der dunkelsten Kapitel der kambodschanischen Geschichte.

Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden Menschen hier ermordet und ihre Körper in die Höhlen geworfen. Heute erinnern eine Gedenkstätte an die Opfer.

Highlights
• Killing Caves
• buddhistische Tempel
• Aussicht über die Landschaft
• Affen
• Bat Cave am Fuße des Berges

Öffnungszeiten
Täglich ungefähr 7:00–19:00 Uhr.

Eintritt
3 US-Dollar pro Person (wird am offiziellen Schalter am Fuß des Berges erhoben).
Fahrt nach oben (Transport): Wer nicht zu Fuß hochgehen möchte, zahlt für den Transport nach oben extra – etwa 5 US-Dollar für eine Fahrt mit einem offenen Truck oder Taxi.

Anreise
Phnom Sampeau liegt etwa 12 Kilometer südwestlich von Battambang. Mit Roller oder Remorque benötigt ihr rund 30 Minuten.

Unser Tipp
Kommt am späten Nachmittag. So könnt ihr zunächst Phnom Sampeau und die Killing Caves besuchen und anschließend direkt zur Bat Cave fahren.

Bat Cave

Die Bat Cave am Phnom Sampeau bietet jeden Abend eines der beeindruckendsten Naturschauspiele rund um Battambang.

Kurz vor Sonnenuntergang verlassen Hunderttausende Fledermäuse die Höhle und ziehen in einem scheinbar endlosen Schwarm über die umliegenden Reisfelder. Das Spektakel dauert teilweise mehr als eine halbe Stunde.

Highlights
• riesige Fledermausschwärme
• spektakuläres Naturschauspiel
• Sonnenuntergang

Öffnungszeiten
Die Fledermäuse verlassen die Höhle normalerweise gegen Sonnenuntergang, meist zwischen etwa 17:30 und 18:30 Uhr.

Eintritt
Die Beobachtung der Fledermäuse ist grundsätzlich kostenlos. Einige Sitzplätze bei kleinen Bars und Restaurants setzen voraus, dass ihr dort etwas bestellt.

Anreise
Die Bat Cave befindet sich direkt am Fuße des Phnom Sampeau und lässt sich perfekt mit dem Besuch des Berges und der Killing Caves kombinieren.

Unser Tipp
Seid etwa 30 Minuten vor Sonnenuntergang dort und sucht euch einen Platz mit freiem Blick auf den Höhleneingang. Das Schauspiel beginnt nicht jeden Tag exakt zur gleichen Uhrzeit.

Battambang Countryside

Eines unserer eigentlichen Highlights in Battambang ist gar keine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern das Umland der Stadt.

Zwischen Reisfeldern, kleinen Dörfern und traditionellen Familienbetrieben bekommt ihr einen wunderbaren Einblick in das ländliche Leben Kambodschas. Auf vielen Countryside-Touren besucht ihr kleine Betriebe und seht beispielsweise, wie Reispapier, Reisnudeln, Sticky Rice in Bambus oder Fischpaste hergestellt werden.

Highlights
• Reisfelder und kleine Dörfer
• traditionelle Familienbetriebe
• Flughund-Kolonie
• authentischer Einblick in den Alltag
• perfekt mit Roller oder Remorque

Anreise
Besonders unkompliziert ist eine Tour mit einem Remorque-Fahrer, der die kleinen Betriebe und Dörfer kennt.

Unser Tipp
Wenn ihr nur einen Tag für Battambangs Umgebung habt, würden wir eine Countryside-Tour mit einr kleinen Stadttour, inkl. altem Holzhaus, Bamboo Train, Phnom Sampeau und der Bat Cave kombinieren. So erlebt ihr an einem Tag Tempel, Geschichte, kambodschanisches Landleben und zum Abschluss die Fledermäuse – und genau diese Mischung macht Battambang für uns so besonders schön.

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Tatai River / 3 Tage

Nach den Tempeln von Angkor und den Erlebnissen rund um Battambang wartet am Tatai River eine völlig andere Seite Kambodschas auf euch. Mitten am Rand der Cardamom Mountains findet ihr dichten Regenwald, Mangroven, Wasserfälle und vor allem eines: unglaublich viel Ruhe.

Wir haben hier drei Nächte im Canvas & Orchids Retreat verbracht – und für uns war dieser Stopp eine der schönsten Überraschungen unserer Kambodscha-Rundreise. Luxuriöse Zeltvillen direkt am Fluss, Dschungel ringsherum und weit und breit kein Straßenlärm. Für das, was ihr hier bekommt, fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich außergewöhnlich.

Highlights

• Übernachten direkt am Tatai River
• Mangroventour
• selbst eine Mangrove pflanzen
• Tatai Wasserfall
• kostenlos Kajaks ausleihen
• Cardamom Rainforest
• schwimmen im Tatai River
• absolute Ruhe mitten in der Natur

Mangroventour
Wir haben uns für die Mangroventour entschieden. Mit dem Boot geht es durch die Fluss- und Mangrovenlandschaft rund um Tatai und ihr erfahrt mehr über dieses empfindliche Ökosystem. (ca. 50 Euro pP)

Unser persönliches Highlight: Wir durften selbst eine Mangrove pflanzen. Dadurch war der Ausflug für uns viel mehr als eine normale Bootstour und ist uns besonders in Erinnerung geblieben. Zusätzlich kann man an einer einsamen Sandbank im Fluß schwimmen, Kanufahren in den MAngrovenund ein lokales Dorf besuchen (Mittahessen in einem kleinen Restaurant inkl.)

Tatai Wasserfall
Alternativ könnt ihr einen Ausflug zum Tatai Waterfall unternehmen. Der Wasserfall wird vom Resort regelmäßig mit dem Boot angefahren und ist besonders während und kurz nach der Regenzeit beeindruckend. Die Durchführung der Touren ist vom Wetter und Wasserstand abhängig. (ca. 50 Euro pP)

Kajak
Wer keinen Ausflug machen möchte, kann sich einfach ein Kajak schnappen und auf eigene Faust über den Tatai River paddeln. Die Kajaks stehen Hotelgästen kostenlos zur Verfügung.

Oder ihr macht einfach gar nichts. Genau dafür ist Tatai nämlich mindestens genauso gut geeignet.

Anreise
Das Canvas & Orchids Retreat könnt ihr nicht mit dem Auto erreichen. Der Treffpunkt befindet sich an der Tatai Bridge. Von dort werdet ihr mit dem Boot abgeholt und zum etwa fünf Kilometer entfernten Resort gebracht.

Wenn ihr mit einem öffentlichen Bus anreist, kann euch das Team direkt an der Tatai Bridge treffen. Bei Anreise mit Auto oder Roller könnt ihr euer Fahrzeug an der Rezeption an der Tatai Bridge abstellen. Der reguläre Bootstransfer ist im Übernachtungspreis enthalten.

Unser Tipp

Plant hier unbedingt mindestens drei Nächte ein. Für uns waren die drei Tage perfekt: einen Ausflug machen, mit dem Kajak über den Fluss paddeln und trotzdem genügend Zeit haben, einfach auf der Terrasse zu sitzen und die Ruhe zu genießen. Das war wirklich Luxus für vergleichsweise wenig Geld und Entspannung pur.

Koh Rong Sanloem/ 4 Tage

Nach Dschungel und Flüssen wartet mit Koh Rong Sanloem das nächste Kontrastprogramm: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, Palmen und eine Insel, auf der die Uhren noch etwas langsamer ticken.

Koh Rong Sanloem liegt vor der Küste Sihanoukvilles und ist die kleinere und ruhigere Schwester von Koh Rong. Große Städte und klassischen Straßenverkehr gibt es hier nicht. Stattdessen bewegt ihr euch überwiegend zu Fuß oder mit dem Boot zwischen den verschiedenen Stränden und Buchten.

Für uns war die Insel vor allem ein Ort zum Runterkommen: schwimmen, schnorcheln, am Strand liegen und für ein paar Tage möglichst wenig machen.

Unsere Empfehlung: mind. 4 Nächte.

Lazy Beach

Auf der Westseite der Insel liegt mit Lazy Beach eine deutlich abgeschiedenere Alternative zur Saracen Bay.

Der Strand ist von dichtem Dschungel umgeben und wesentlich weniger bebaut. Besonders schön ist die Lage am Abend, denn im Gegensatz zur Saracen Bay könnt ihr von dieser Seite der Insel den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten.

Highlights
• ruhiger Naturstrand
• dichter Dschungel
• Sonnenuntergänge
• Schwimmen und Schnorcheln
• deutlich abgeschiedener als Saracen Bay

Anreise
Lazy Beach erreicht ihr zu Fuß über einen Dschungelpfad von der Saracen Bay. Für den Weg solltet ihr ungefähr 30–40 Minuten einplanen.

Unser Tipp
Nehmt feste Schuhe und ausreichend Wasser mit. Der Weg führt durch den Dschungel und ist bei Hitze deutlich anstrengender, als die Entfernung zunächst vermuten lässt.

Schnorcheln & leuchtendes Plankton

Rund um Koh Rong Sanloem könnt ihr schnorcheln, Kajak fahren oder mit kleinen Booten zu Buchten und vorgelagerten Schnorchelplätzen fahren.

Eine Besonderheit ist das biolumineszente Plankton, das ihr nachts im Wasser beobachten könnt. Damit das bläuliche Leuchten gut sichtbar wird, braucht ihr möglichst wenig Lichtverschmutzung. Von stärker beleuchteten Bereichen wie der Saracen Bay werden deshalb auch Bootstouren zu dunkleren Stellen angeboten.

Unsere Meinung
Wenn ihr das leuchtende Plankton sehen möchtet, sucht euch eine möglichst dunkle Nacht und einen Strandabschnitt ohne Beleuchtung. Je weniger künstliches Licht vorhanden ist, desto besser könnt ihr das Leuchten erkennen. An Nächten, die nicht rund um Neumond liegen, lohnt der Ausflug nicht!

Koh Rong Sanloem verändert sich

Koh Rong Sanloem steht derzeit vor einem deutlichen Wandel. Neue Infrastruktur und Straßen verändern Teile der Insel und einige der früher sehr ursprünglichen Bereiche werden zunehmend erschlossen. Koh Rong Sanloem ist zwar weiterhin wesentlich ruhiger und weniger entwickelt als Koh Rong, gleichzeitig sind die Veränderungen inzwischen aber auch hier deutlich sichtbar.

Als wir dort waren, fiel der Begriff „China-ready machen”: breitere Straßen, neue Erschließungen und große Hotelanlagen passen teilweise so gar nicht zu der kleinen, ruhigen Insel, die man eigentlich erwartet. Noch wird gerade erst angefangen, geplant oder nach einer COrona-Pause wieder neu überdacht.

Wie Koh Rong Sanloem in einigen Jahren aussehen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Wenn ihr die Insel gerade wegen ihrer Ruhe und Ursprünglichkeit besuchen möchtet, würden wir deshalb nicht mehr lange damit warten.

Saracen Bay

Die Saracen Bay ist das touristische Zentrum von Koh Rong Sanloem und für die meisten Reisenden der einfachste Ausgangspunkt.

Entlang der langen Bucht findet ihr Unterkünfte, Restaurants und kleine Bars direkt am Strand. Gleichzeitig ist die Atmosphäre deutlich ruhiger als in den touristischen Zentren auf Koh Rong.

Highlights
• langer weißer Sandstrand
• türkisfarbenes Wasser
• Restaurants und kleine Strandbars
• große Auswahl an Unterkünften
• Ausgangspunkt für Bootstouren
• entspannte Atmosphäre

Anreise
Schnellfähren verbinden Koh Rong Sanloem mit Sihanoukville. Je nach Verbindung und Zwischenstopps dauert die Überfahrt ungefähr 45 bis 60 Minuten. An der Bucht gibt es zwei Fähranleger, von denen ihr zu eurem Hotel laufen (oder mit Strandtracktor gefahren werden) könnt.

Mittlerweile gibt es außerdem Verbindungen von Kampot zu den Inseln.

Unser Tipp
Wenn ihr zum ersten Mal auf Koh Rong Sanloem seid, ist die Saracen Bay ein guter Ausgangspunkt. Ihr habt ausreichend Restaurants und Unterkünfte, könnt von hier aber trotzdem zu ruhigeren Stränden aufbrechen.

M’Pai Bay

Ganz im Norden von Koh Rong Sanloem liegt M’Pai Bay. Die kleine Siedlung unterscheidet sich deutlich von den Resortstränden der Insel und vermittelt Dorfatmosphäre.

Hier findet ihr einfache Unterkünfte, kleine Restaurants und Bars und könnt von der Bucht aus Schnorchel- oder Bootstouren unternehmen.

Highlights
• kleines Inseldorf
• einfache Unterkünfte
• Restaurants und Bars
• Schnorcheln
• Bootstouren
• entspannte Backpacker-Atmosphäre

Anreise
M’Pai Bay besitzt einen eigenen Pier und wird von verschiedenen Bootsverbindungen angefahren. Achtet deshalb bereits beim Kauf eures Fährtickets darauf, an welcher Anlegestelle auf Koh Rong Sanloem eure Unterkunft liegt.

Unser Tipp

Entscheidet euch vor der Buchung zuerst für den Teil der Insel, in dem ihr übernachten möchtet. Koh Rong Sanloem sieht auf der Karte klein aus, aber ohne durchgehendes Straßennetz könnt ihr nicht einfach mit einem Roller von einer Bucht zur nächsten fahren..

Koh Rong oder Koh Rong Sanloem?

Nur wenige Kilometer nördlich liegt die wesentlich größere Schwesterinsel Koh Rong. Wir selbst waren nicht dort, möchten sie euch als Alternative aber trotzdem nicht vorenthalten.

Der größte Unterschied liegt in der Atmosphäre und Infrastruktur. Koh Rong ist größer und stärker erschlossen. Ihr findet deutlich mehr Restaurants, Bars, Unterkünfte und Nachtleben. Gleichzeitig gibt es auf der großen Insel aber auch sehr ruhige Strände und hochwertige Resorts – Koh Rong ist also keineswegs nur eine Partyinsel.

Koh Rong eignet sich eher für euch, wenn ihr:

• mehr Auswahl bei Restaurants und Unterkünften möchtet
• gerne Roller fahren und die Insel erkunden wollt
• mehr Aktivitäten sucht
• abends auch einmal ausgehen möchtet
• trotzdem schöne und ruhige Strände erleben möchtet

Koh Rong Sanloem würden wir wählen, wenn ihr:

• möglichst viel Ruhe sucht
• eine kleinere Insel bevorzugt
• hauptsächlich Strand und Meer genießen möchtet
• auf Nachtleben verzichten könnt
• ein etwas ursprünglicheres Inselgefühl sucht

Die beiden Inseln liegen nur wenige Kilometer auseinander und können auch miteinander kombiniert werden. Je nach Verbindung dauert die Bootsfahrt zwischen Koh Rong und Koh Rong Sanloem ungefähr 20 Minuten.

Kampot & Kep / 4 Tage

Kampot gehört zu den entspanntesten Städten auf unserer Kambodscha-Rundreise. Die kleine Stadt am Preaek Tuek Chhu River verbindet französische Kolonialarchitektur, kleine Cafés und Restaurants mit einer wunderschönen Umgebung aus Bergen, Reisfeldern und Pfefferplantagen.

Die eigentlichen Highlights liegen auch hier teilweise außerhalb der Stadt. Mit dem Roller könnt ihr den Bokor Nationalpark, eine der berühmten Kampot-Pfefferplantagen und die Landschaft rund um Kampot hervorragend auf eigene Faust erkunden. Am Abend spielt sich das Leben dagegen am Fluss ab – perfekt für einen entspannten Abschluss des Tages.

Für Kampot und Kep würden wir 4 Nächte einplan

Kampot Riverfront & Seahorse

Die Riverfront von Kampot ist besonders am späten Nachmittag und Abend einer der schönsten Orte der Stadt. Entlang des Preaek Tuek Chhu River führt eine breite Promenade mit Blick auf den Fluss und die Berge des Bokor Nationalparks. Sobald die größte Hitze vorbei ist, treffen sich hier Einheimische und Reisende zum Spazieren, Essen und Sonnenuntergang schauen.

Das neue Wahrzeichen der Promenade ist das rund acht Meter hohe Seepferdchen, das seit 2024 direkt am Fluss steht. Ähnlich wie der Merlion in Singapur speit die Statue einen großen Wasserstrahl in den Fluss und wird am Abend beleuchtet.

Highlights
• riesiges Kampot-Seepferdchen
• breite Promenade am Fluss
• Sonnenuntergang mit Blick Richtung Bokor Mountains
• Restaurants und Streetfood in der Umgebung
• abendliche Beleuchtung
• entspannte Atmosphäre und People Watching

Bokor Nationalpark

Der Preah Monivong Bokor Nationalpark liegt direkt vor den Toren Kampots und gehört für uns zu den schönsten Ausflügen der Region. Eine kurvenreiche Straße führt hinauf auf das Bokor Plateau, wo euch dichter Wald, Aussichtspunkte und einige ziemlich skurrile Überreste aus der Kolonialzeit erwarten.

Durch die Höhenlage kann das Wetter hier oben komplett anders sein als in Kampot – inklusive Nebel, Wind und deutlich niedrigeren Temperaturen.

Highlights
• Bokor Hill Station
• alte katholische Kirche
• Wat Sampov Pram
• Popokvil Wasserfall
• Aussicht über die Küste
• kurvenreiche Fahrt durch den Nationalpark
• wilde Affen

Öffnungszeiten
Der Nationalpark ist grundsätzlich täglich tagsüber zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten innerhalb des Parks besitzen eigene Öffnungszeiten.

Eintritt
Der Zugang zum Nationalpark ist derzeit grundsätzlich kostenlos. Für einzelne Attraktionen können zusätzliche Gebühren anfallen.

Anreise
Die Zufahrt zum Bokor Nationalpark liegt etwa 10 Kilometer außerhalb von Kampot. Am schönsten fanden wir die Tour mit dem Roller. Bis auf das Plateau solltet ihr je nach Stopps ungefähr eine Stunde einplanen.

Unser Tipp
Nehmt unbedingt eine dünne Jacke oder einen Pullover mit. Oben kann es überraschend frisch und windig werden. Plant außerdem ausreichend Zeit ein – allein die Fahrt durch die Berglandschaft ist ein Teil des Erlebnisses.

Kampot Pfefferplantagen

Der berühmte Kampot-Pfeffer gehört zu den bekanntesten Produkten Kambodschas und besitzt eine geschützte geografische Herkunftsbezeichnung. (wie z.B. auch Champagner) Rund um Kampot und Kep findet ihr mehrere Plantagen, auf denen ihr mehr über Anbau, Ernte und Verarbeitung erfahren könnt.

Besonders spannend ist, dass grüner, schwarzer, roter und weißer Pfeffer von derselben Pflanze stammen. Der Unterschied entsteht hauptsächlich durch Reifegrad und Verarbeitung.

Highlights
• Pfefferpflanzen aus nächster Nähe
• Einblick in Anbau und Verarbeitung
• Verkostung verschiedener Pfeffersorten
• Landschaft rund um Kampot
• Pfeffer direkt beim Produzenten kaufen

BoTree Farm

Öffnungszeiten
Kostenlose Führungen und Verkostungen: ca. 09:30 – 16:30 Uhr
Sonntags haben die Arbeiter frei und ihr könnt ihnene nicht bei der Arbeit zusehen.

Eintritt
kostenlos

Anreise
Die Pfefferplantagen liegen überwiegend zwischen Kampot und Kep. Je nach Plantage benötigt ihr mit dem Roller etwa 30–60 Minuten vom Zentrum Kampots.

Unser Tipp
Plant die Pfefferplantage nicht nur als kurzen Fotostopp ein. Eine Führung und die Verkostung ist wirklich interessant und danach versteht ihr auch, warum echter Kampot-Pfeffer so besonders ist. Wenn ihr gerne kocht, ist Pfeffer außerdem eines der besten Souvenirs aus Kambodscha. 

BoTree Pfefferplantage

KEP

Kep liegt nur rund 25 Kilometer von Kampot entfernt und ist deutlich kleiner und ruhiger. Der ehemalige französische Badeort ist heute vor allem für seinen Crab Market, frische Meeresfrüchte und den Kep Nationalpark bekannt. Ihr könnt Kep problemlos als Tagesausflug von Kampot besuchen.​

 

Große Krabbe in Kep & Salzfelder in Kampot

Kep Nationalpark

Der Kep National Park liegt direkt hinter der Stadt und ist perfekt, wenn ihr ein paar Stunden in der Natur verbringen möchtet. Wanderwege führen durch dichten Wald rund um den Kep Mountain und bieten immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste und die vorgelagerten Inseln.

Highlights
• Wanderwege durch tropischen Wald
• Aussicht auf den Golf von Thailand
• Blick auf die vorgelagerten Inseln
• Vögel, Schmetterlinge und Affen
• direkt von Kep erreichbar

Öffnungszeiten
Der Nationalpark ist tagsüber zugänglich.

Eintritt
1 US Dollar

Anreise
Die Zugänge zum Nationalpark liegen direkt hinter Kep. Ihr könnt mit Roller, Fahrrad oder Remorque hinfahren und je nach Unterkunft teilweise sogar zu Fuß starten. Es ist sogar möglich mit dem Roller den Hauptweg im Park abzufahren.

Unser Tipp
Startet möglichst früh am Morgen. Später wird es schnell heiß und schwül. Danach könnt ihr eure Wanderung perfekt mit einem Mittagessen am Crab Market verbinden oder einem Besuch des Led Zep Cafes.

Aussichtsturm im Kep NP

Phnom Penh /  3 Tage

Phnom Penh ist laut, chaotisch, modern und gleichzeitig voller Geschichte – und nach den entspannten Tagen in Kampot und Kep erst einmal ein ziemlicher Kontrast.

Die kambodschanische Hauptstadt liegt am Zusammenfluss von Mekong, Tonlé Sap und Bassac und verbindet prächtige Tempel und den Königspalast mit Märkten, moderner Gastronomie und einer lebhaften Uferpromenade.

Gleichzeitig kommt ihr hier an einem der dunkelsten Kapitel der kambodschanischen Geschichte kaum vorbei. Das ehemalige Gefängnis S-21 und die Killing Fields von Choeung Ek gehören für uns zu den wichtigsten, wenn auch emotional schwierigsten Orten einer Kambodscha-Reise.

Plant für Phnom Penh mit 3 Nächten.

Königspalast & Silberpagode

Der Royal Palace gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Phnom Penhs und dient bis heute als königliche Residenz. Auf dem weitläufigen Gelände erwarten euch prachtvolle Khmer-Architektur, gepflegte Gärten, der Thronsaal und die berühmte Silberpagode.

Ihren Namen verdankt die Pagode ihrem Boden, der mit Tausenden Silberplatten ausgelegt ist. Im Inneren befinden sich außerdem zahlreiche wertvolle Buddha-Statuen.

Highlights
• Königspalast
• Silberpagode
• Thronsaal
• klassische Khmer-Architektur
• königliche Gärten
• Reamker-Wandmalereien

Öffnungszeiten
Täglich etwa 8:00–11:00 Uhr und 14:00–17:00 Uhr.
Bei königlichen Zeremonien kann der Palast kurzfristig geschlossen werden.

Eintritt
Etwa 10 US-Dollar pro Person.

Anreise
Der Königspalast liegt zentral direkt an der Riverfront. Aus den meisten zentralen Vierteln erreicht ihr ihn problemlos mit Grab oder Remorque.

Unser Tipp
Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Plant den Besuch am besten direkt am Morgen ein, bevor es richtig heiß wird.

Wat Phnom

Der Wat Phnom steht auf einem etwa 27 Meter hohen künstlichen Hügel und gilt als einer der bedeutendsten Tempel der Hauptstadt.

Der Legende nach fand eine Frau namens Daun Penh im 14. Jahrhundert mehrere Buddha-Statuen in einem Baum, der vom Mekong angeschwemmt worden war. Sie ließ einen Hügel aufschütten und darauf einen Schrein errichten. Aus „Penhs Hügel“ – Phnom Penh – soll schließlich der Name der Stadt entstanden sein.

Highlights
• einer der ältesten Tempel Phnom Penhs
• Gründungslegende der Stadt
• Statue von Daun Penh
• buddhistische Tempelanlage
• kleine grüne Oase mitten in der Stadt

Öffnungszeiten
Tagsüber geöffnet.

Eintritt
Für internationale Besucher etwa 1 US-Dollar.

Anreise
Wat Phnom liegt im nördlichen Teil des Zentrums und lässt sich gut mit der Riverfront und dem Central Market kombinieren.

Tuol Sleng Genocide Museum – S-21

Das heutige Tuol Sleng Genocide Museum war ursprünglich eine Schule. Während der Herrschaft der Roten Khmer wurde das Gelände jedoch zum berüchtigten Gefängnis S-21 umfunktioniert.

Tausende Menschen wurden hier gefangen gehalten, verhört und gefoltert. Heute sind Teile des ehemaligen Gefängnisses nahezu unverändert erhalten. Fotos der Opfer, Zellen, persönliche Gegenstände und Dokumente machen den Besuch extrem eindringlich.

Tuol Sleng gehört seit 2025 zusammen mit Choeung Ek und M-13 zum UNESCO-Welterbe Cambodian Memorial Sites.

Highlights
• ehemaliges Gefängnis S-21
• erhaltene Gefängniszellen
• Fotografien und persönliche Geschichten der Opfer
• Ausstellungen zur Herrschaft der Roten Khmer
• UNESCO-Welterbestätte

Öffnungszeiten
Täglich von 8:00–17:00 Uhr, auch an Feiertagen.

Eintritt
Erwachsene: 5 US-Dollar
Audioguide für internationale Besucher: zusätzlich 5 US-Dollar.

Anreise
Das Museum liegt mitten in Phnom Penh und ist unkompliziert mit Grab oder Remorque erreichbar.

Unser Tipp
Nehmt unbedingt den Audioguide. Die persönlichen Geschichten machen den Besuch zwar noch bedrückender, helfen aber enorm dabei, die Ereignisse und Dimensionen von S-21 zu verstehen. Plant mindestens 1,5 bis 2 Stunden ein.

Phnom Penh Riverfront

Die breite Promenade am Tonlé Sap gehört besonders am späten Nachmittag und Abend zu den angenehmsten Orten der Stadt.

Sobald die größte Hitze vorbei ist, wird es entlang der Uferpromenade lebendig. Einheimische treffen sich zum Sport, Familien spazieren am Wasser und rundherum öffnen Restaurants, Bars und kleine Streetfood-Stände.

Unser Tipp
Hebt euch die Riverfront für den Abend auf. Gerade nach dem Besuch von Tuol Sleng und Choeung Ek ist ein ruhiger Spaziergang am Wasser ein guter Abschluss des Tages.

Central Market 

Schon das Gebäude des Central Market ist eine Sehenswürdigkeit. Der riesige gelbe Art-déco-Bau mit seiner markanten Kuppel stammt aus den 1930er-Jahren und gehört zu den Wahrzeichen Phnom Penhs.

Unter der Kuppel und in den vier großen Seitenarmen findet ihr Schmuck, Kleidung, Elektronik, Souvenirs, Haushaltswaren und natürlich jede Menge Lebensmittel und Streetfood.

Highlights
• außergewöhnliche Art-déco-Architektur
• riesige zentrale Kuppel
• Streetfood
• Souvenirs
• Schmuck und Kleidung
• lebhafte Marktatmosphäre

Öffnungszeiten
Täglich ungefähr 7:00–18:00 Uhr.

Anreise
Der Central Market liegt mitten im Zentrum von Phnom Penh und lässt sich unkompliziert mit Grab oder Remorque erreichen.

Killing Fields – Choeung Ek

Etwa 15 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums befindet sich mit Choeung Ek die bekannteste der zahlreichen Hinrichtungsstätten der Roten Khmer.

Viele Gefangene aus S-21 wurden hierher transportiert und ermordet. Heute führt ein Rundgang über das Gelände vorbei an ehemaligen Massengräbern und Erinnerungsorten. Im Zentrum steht eine große buddhistische Gedenkstupa mit den sterblichen Überresten zahlreicher Opfer.

Highlights
• ehemalige Massengräber
• buddhistische Gedenkstupa
• Erinnerungsort für die Opfer
• Geschichte der Roten Khmer
• Teil der UNESCO-Welterbestätte Cambodian Memorial Sites

Öffnungszeiten
In der Regel täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

Eintritt
Rechnet mit ungefähr 6 US-Dollar pro Person inklusive Audioguide.

Anreise
Choeung Ek liegt rund 15 Kilometer südlich des Zentrums. Am einfachsten erreicht ihr die Gedenkstätte mit Grab, Remorque oder privatem Fahrer.

Unser Tipp
Besucht zuerst Tuol Sleng und anschließend Choeung Ek. So könnt ihr den historischen Ablauf besser nachvollziehen. Wir würden danach allerdings kein großes Sightseeing-Programm mehr planen. Beide Orte sind emotional sehr belastend.

Phnom Tamao Wildlife Rescue Centre

Das Phnom Tamao Wildlife Rescue Centre liegt südlich von Phnom Penh und ist das größte Wildtier-Rettungszentrum Kambodschas. Hier werden Tiere aufgenommen, die unter anderem aus illegalem Wildtierhandel oder aus Fallen gerettet wurden.

Auf dem mehr als 2.000 Hektar großen Gelände leben heute über 1.400 Tiere aus mehr als 100 Arten, darunter Asiatische Elefanten, Tiger, Gibbons, Otter, Bären, Krokodile sowie zahlreiche Vogel- und Reptilienarten. Tiere, die rehabilitiert werden können, werden nach Möglichkeit wieder ausgewildert.

Highlights
• über 1.400 gerettete Tiere
• Asiatische Elefanten
• Tiger und Bären
• Gibbons und andere Primaten
• Einblick in den Wildtierschutz Kambodschas
• Rehabilitation und Auswilderung geretteter Tiere
• riesiges, bewaldetes Gelände

Öffnungszeiten und Eintritt
Das Zentrum kann tagsüber besucht werden. Die veröffentlichten Zeiten und Preise wechseln. Bitte prüft kurz vor Veröffentlichung noch einmal die offizielle Homepage.

Touren
Wildlife Alliance bietet zusätzlich besondere geführte Wildlife-Touren an.

Anreise
Phnom Tamao liegt rund 38–40 Kilometer südlich von Phnom Penh. Für die Anreise eignet sich am besten ein privater Fahrer oder Taxi. Das Gelände selbst ist sehr weitläufig, weshalb ihr für den Ausflug einen großen Teil des Tages einplanen solltet.

Unser Tipp
Wenn euch Tierschutz interessiert, ist Phnom Tamao eine spannende Alternative zum klassischen Sightseeing in Phnom Penh. Wichtig finden wir dabei vor allem den Hintergrund: Viele der Tiere befinden sich hier nicht zur Unterhaltung von Besuchern, sondern weil sie aus dem illegalen Wildtierhandel gerettet wurden oder aufgrund von Verletzungen nicht mehr ausgewildert werden können. Wenn eine Rückkehr in die Natur möglich ist, bleibt genau das das erklärte Ziel des Zentrums.

weitere Ziele in Kambodscha

Wer mehr Zeit mitbringt, kann seine Kambodscha-Rundreise in den weniger besuchten Osten des Landes verlängern. Kratie, Mondulkiri und Ratanakiri sind touristisch deutlich weniger erschlossen als Siem Reap oder die Küstenregion und eignen sich besonders für Reisende, die Natur, Tierwelt und das ländliche Kambodscha erleben möchten.

Kratie

Die kleine Stadt Kratie liegt direkt am Mekong und ist vor allem für die seltenen Irrawaddy-Delfine bekannt. Nur wenige Kilometer nördlich der Stadt habt ihr bei einer Bootsfahrt auf dem Mekong die Chance, die bedrohten Süßwasserdelfine zu beobachten.

Kratie selbst ist angenehm ruhig und besitzt noch einige alte Kolonialgebäude. Einen zusätzlichen Ausflug lohnt die gegenüberliegende Mekong-Insel Koh Trong, die ihr wunderbar mit dem Fahrrad erkunden könnt.

Highlights: Irrawaddy-Delfine, Mekong, Koh Trong, ländliches Kambodscha


Unsere Empfehlung: mind. 2 Nächte

Mondulkiri

Mondulkiri ist die perfekte Region für alle, die nach Tempeln und Städten mehr Natur suchen. Die hügelige Provinz im Osten Kambodschas ist geprägt von Wäldern, Wasserfällen und einer deutlich dünneren Besiedlung.

Ausgangspunkt ist meist Sen Monorom. Zu den Highlights gehören der mächtige Bousra Wasserfall, Wanderungen durch die Landschaft und verantwortungsvoll geführte Elefantenprojekte. Besonders bekannt ist das Elephant Valley Project, bei dem die Tiere beobachtet werden können, ohne auf ihnen zu reiten oder sie zu Shows zu zwingen.

Highlights: Bousra Wasserfall, Dschungel, Elefantenprojekte, Wandern, Bunong-Kultur


Unsere Empfehlung: 3–4 Nächte

Ratanakiri

Noch abgelegener und ursprünglicher wird es in Ratanakiri im äußersten Nordosten Kambodschas. Die Region ist geprägt von dichter Vegetation, roter Erde, Wasserfällen und kleinen Dörfern ethnischer Minderheiten.

Das bekannteste Highlight ist der fast kreisrunde Yeak-Laom-Kratersee bei Banlung, in dessen klarem Wasser ihr schwimmen könnt. Ratanakiri ist außerdem Ausgangspunkt für mehrtägige Trekkingtouren in Richtung Virachey Nationalpark, eines der größten und wildesten Schutzgebiete des Landes.

Highlights: Yeak-Laom-Kratersee, Wasserfälle, Virachey Nationalpark, Dschungeltrekking, abgelegene Dörfer

Unsere Empfehlung: 3–4 Nächte

Unser Tipp

Wenn ihr nur eine dieser Regionen zusätzlich einbauen möchtet, ist Kratie am einfachsten in eine Rundreise zu integrieren. Für Natur und Elefanten würden wir Mondulkiri wählen. Ratanakiri lohnt sich vor allem, wenn ihr bewusst abseits der klassischen Route reisen, mehrere zusätzliche Tage für den Nordosten einplanen möchtet oder nach Laos weiterreisen wollt.

Alles wichtige auf einen Blick

Renate das Wasserschwein

Packliste

Weniger schleppen, mehr genießen! Hand aufs Herz: Wir sind keine 25 mehr und haben wenig Lust, uns mit einem zentnerschweren Rucksack abzumühen oder auf den nötigen Komfort zu verzichten. Für uns bedeutet Reisen heute, realistisch zu planen und genau die Dinge einzupacken, die den Unterschied zwischen „überleben“ und „wirklich genießen“ machen.
Auf dieser Seite findest du unsere reiseerprobte Auswahl an Equipment und Kleidung. Egal, ob du gerade erst mit der Planung beginnst oder schon mitten in der Route steckst – wir hoffen, unsere Liste hilft dir dabei, entspannt in dein nächstes Abenteuer zu starten.