LAos
Es gibt Länder, die beeindrucken mit riesigen Metropolen oder weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Und dann gibt es Laos. Ein Land, das einen nicht mit spektakulären Superlativen überwältigt, sondern mit seiner Ruhe, seiner Ursprünglichkeit und der Gelassenheit seiner Menschen.
Schon unsere Anreise war etwas ganz Besonderes. Zwei Tage lang fuhren wir mit dem Slowboat über den Mekong, vorbei an kleinen Dörfern, dichten Dschungeln und Wasserbüffeln am Flussufer. Ein entschleunigter Start in ein Land, das uns vom ersten Moment an zeigte, dass hier alles ein wenig langsamer läuft.
Von der UNESCO-Welterbestadt Luang Prabang ging es weiter nach Vang Vieng mit seinen spektakulären Karstbergen, türkisblauen Lagunen und atemberaubenden Aussichtspunkten. Anschließend erkundeten wir die entspannte Hauptstadt Vientiane, bevor wir in den Süden des Landes reisten. Dort erwarteten uns das Bolaven-Plateau mit seinen beeindruckenden Wasserfällen und Kaffeeplantagen, die über 1.000 Jahre alte Khmer-Tempelanlage Wat Phou und zum Abschluss die traumhafte Inselwelt der 4.000 Inseln, wo der Mekong in unzählige Flussarme zerfällt und das Leben noch einmal einen Gang langsamer wird.
Gerade diese Mischung macht Laos für uns zu einem ganz besonderen Reiseziel. Ihr findet hier keine überlaufenen Touristenhochburgen oder Attraktionen im Minutentakt. Stattdessen erlebt ihr beeindruckende Landschaften, herzliche Menschen, buddhistische Tempel, spektakuläre Wasserfälle und eine Atmosphäre, die man in vielen Teilen Südostasiens nur noch selten findet.
Auf dieser Seite nehmen wir euch mit auf unsere komplette Route durch Laos. Ihr findet die schönsten Sehenswürdigkeiten, unsere persönlichen Highlights, viele praktische Reisetipps und zahlreiche Empfehlungen aus eigener Erfahrung. Außerdem zeigen wir euch Reiseziele wie Nong Khiaw oder den Thakhek Loop, die sich besonders lohnen, wenn ihr mehr Zeit für Laos mitbringt.
Laos ist vielleicht nicht das lauteste oder bekannteste Reiseziel Südostasiens – aber genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Wer sich auf die entspannte Lebensweise einlässt, wird mit einer Reise belohnt, die noch lange in Erinnerung bleibt. Für uns war Laos eines der ursprünglichsten und authentischsten Länder unserer gesamten Weltreise.
Visum & Einreise
Die nachfolgend beschriebenen Regelungen gelten gleichermaßen für Reisende mit deutschem, österreichischem und schweizerischem Reisepass (Stand 2026).
Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten, nach Laos einzureisen:
1. Visa on Arrival
- Kosten: 40 US-Dollar
- Gültigkeit: 30 Tage
- Beantragung direkt bei der Einreise
- Zahlung in der Regel bar (US-Dollar empfohlen)
2. e-Visa
- Kosten: 50 US-Dollar
- Online beantragen
- Bearbeitungszeit: ca. 3 Werktage
- Ihr solltet den Antrag mindestens 5 Tage vor Abreise stellen.
- Gültigkeit: 30 Tage
- Einreise innerhalb von 60 Tagen nach Ausstellung
- Das eVisa ist nicht erstattungsfähig.
- Ihr müsst mit dem gleichen Reisepass einreisen, mit dem ihr das eVisa beantragt habt.
Wichtig: Das eVisa gilt nur an bestimmten Flughäfen und Grenzübergängen.
ATM am laotischen Grenzübergang
Wo kann ich mit welchem Visum einreisen?
| Einreisepunkt | eVisa | Visa on Arrival |
|---|---|---|
| ✈️ Vientiane (Wattay Airport) | ✅ | ✅ |
| ✈️ Luang Prabang Airport | ✅ | ✅ |
| ✈️ Pakse Airport | ✅ | ✅ |
| 🇹🇭 Friendship Bridge I (Nong Khai – Vientiane) |
✅ | ✅ |
| 🇹🇭 Friendship Bridge II (Mukdahan – Savannakhet) |
✅ | ✅ |
| 🇹🇭 Friendship Bridge IV (Chiang Khong – Huay Xai) |
✅ | ✅ |
| 🇨🇳 Boten International Checkpoint | ✅ | ✅ |
| 🚆 Boten Railway Station | ✅ | ✅ |
| 🚆 Khamsavath Railway Station (Zug aus Thailand) | ✅ | ✅ |
Besondere Grenzübergänge
Einige beliebte Grenzübergänge weichen von den offiziellen eVisa-Regeln ab.
| Grenzübergang | eVisa | Visa on Arrival | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 🇹🇭 Chong Mek – Vang Tao (Pakse) | ❌ | ✅ | Beliebte Einreise nach Südlaos |
| 🇰🇭 Veun Kham – Trapaeng Kriel (4000 Islands) | ❌ | ✅ | Einreise aus Kambodscha |
| 🇻🇳 Dansavan – Lao Bao | ❌ | ✅ | Einziger Vietnam-Grenzübergang mit Visa on Arrival |
Quelle: Offizielle eVisa-Seite der laotischen Regierung.
Die Wahl des Visums
Für die meisten Reisenden ist die Wahl des Visums ganz einfach:
- Fliegt ihr nach Vientiane, Luang Prabang oder Pakse? → Nehmt einfach das Visa on Arrival. Es ist günstiger und unkompliziert. Es landne selten mehrere Flieger gleichzeitig.
- Reist ihr über die Friendship Bridge I, II oder IV oder mit dem Zug aus Thailand ein? → Hier funktionieren sowohl eVisa als auch Visa on Arrival.
- Kommt ihr aus Kambodscha (4000 Islands) oder über Chong Mek nach Pakse? → Hier benötigt ihr ein Visa on Arrival, da das eVisa nicht akzeptiert wird.
- Reist ihr über Land aus Vietnam ein? → Prüft den Grenzübergang ganz genau. Nur Dansavan – Lao Bao stellt ein Visa on Arrival aus.
Unsere Empfehlung:
Visa on Arrival odder eVisa?
Grundsätzlich funktionieren beide Visaarten an den meisten beliebten Einreisepunkten problemlos. Welches Visum sinnvoller ist, hängt vor allem davon ab, wie ihr nach Laos einreist.
Einreise über einen Flughafen
Reist ihr über einen der internationalen Flughäfen in Vientiane, Luang Prabang oder Pakse ein, kann sich das eVisa lohnen. Mit dem bereits genehmigten eVisa könnt ihr direkt zur Passkontrolle gehen und spart euch den zusätzlichen Schalter für das Visa on Arrival. Gerade wenn mehrere Flüge gleichzeitig landen, kann das Wartezeit sparen. Allerdings landen jetzt nicht gerade Massen in Laos … Es ist also eher bequem als unbedingt nötig.
Einreise mit dem Slowboat über Huay XAi
Plant ihr die klassische Slowboat-Tour von Thailand nach Luang Prabang, würden wir dagegen kein eVisa beantragen.
Der Grund ist ganz einfach: Nach der Einreise werden die Passagiere ohnehin gemeinsam auf die Slowboats verteilt. Selbst wenn ihr mit einem eVisa etwas schneller durch die Immigration seid, wartet ihr anschließend trotzdem auf alle Reisenden mit Visa on Arrival. Einen echten Zeitvorteil habt ihr dadurch also nicht.
Da das Visa on Arrival außerdem günstiger ist, würden wir bei der Einreise über Huay Xai (Friendship Bridge IV) ganz klar diese Variante wählen.
Noch eine Info:
Am Einreiseschalter in Laos gibt es einen ATM!
Geographie
Hauptstadt:
Vientiane
Zeitzone:
UTC +7 (keine Sommerzeit)
Fläche:
236.800 km²
Bevölkerung
Einwohnerzahl:
ca. 7,8 Millionen (2025/2026)
Sprache:
Die Amtssprache von Laos ist Laotisch (Lao). Sie wird im gesamten Land gesprochen und verwendet dieselbe Schrift wie die laotische Sprache.
In den touristischen Regionen wie Luang Prabang, Vang Vieng, Vientiane oder auf den 4000 Islands kommt ihr mit Englisch meist gut zurecht. Vor allem in Hotels, Restaurants, Reisebüros und bei Tourenanbietern wird ausreichend Englisch gesprochen.
Außerhalb der touristischen Zentren sind Englischkenntnisse jedoch deutlich seltener. Gerade in kleinen Dörfern oder auf lokalen Märkten hilft oft nur Gestik, ein Übersetzer auf dem Smartphone oder ein freundliches Lächeln.
Neben Laotisch werden in Laos über 80 verschiedene ethnische Sprachen gesprochen, da das Land mehr als 50 offiziell anerkannte Volksgruppen beheimatet.
Für Reisende reichen einfache englische Sprachkenntnisse in den meisten Situationen vollkommen aus. Mit ein paar laotischen Wörtern wie „Sabaidee“ (Hallo) oder „Khop Chai“ (Danke) zaubert ihr den Einheimischen jedoch schnell ein Lächeln ins Gesicht.
Religion:
Theravada-Buddhismus, ca. 65-70 %
Feiertage:
Pi Mai Lao (Neujahr)
Das laotische Neujahrsfest ist der wichtigste Feiertag des Landes. Ähnlich wie beim thailändischen Songkran feiern die Menschen mit Wasserschlachten, Tempelbesuchen, Prozessionen und Familienfesten. Besonders in Luang Prabang finden farbenfrohe Umzüge und traditionelle Zeremonien statt.
Boun Ok Ohansa (meist im Oktober)
Mit diesem Fest endet die buddhistische Fastenzeit. Tempel werden festlich geschmückt und vielerorts werden beleuchtete Boote oder Kerzenprozessionen auf Flüssen und Seen veranstaltet.
Nationalfeiertag
Am 2. Dezember erinnert Laos an die Gründung der Demokratischen Volksrepublik Laos im Jahr 1975. Im ganzen Land finden Feierlichkeiten und offizielle Veranstaltungen statt.
LGBTQ+
Laos gilt innerhalb Südostasiens als vergleichsweise ruhiges und tolerantes Reiseland. Offene Diskriminierung gegenüber LGBTQ+-Reisenden ist selten und insbesondere in touristischen Regionen werden gleichgeschlechtliche Paare in der Regel freundlich und respektvoll behandelt.
Im Gegensatz zu Thailand gibt es jedoch keine gesetzliche Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe oder eingetragenen Partnerschaften. Eine sichtbare LGBTQ+-Szene ist hauptsächlich in Vientiane vorhanden und deutlich kleiner als in den Nachbarländern Thailand oder Vietnam.
Für Reisende gilt Laos dennoch als sicheres Reiseziel. Wie generell im Land ist ein zurückhaltendes Auftreten in der Öffentlichkeit – unabhängig von der sexuellen Orientierung – üblich und wird von der laotischen Kultur geschätzt.
Reise-Infos
Adapter nötig?
Meist nicht.
In Laos werden überwiegend Steckdosen vom Typ C und Typ F verwendet. Das sind dieselben Steckertypen wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei 50 Hertz, sodass ihr eure elektronischen Geräte problemlos ohne Spannungswandler nutzen könnt.
Unser Tipp:
Nehmt eher eine kleine Mehrfachsteckdose mit. Gerade in älteren Hotels gibt es manchmal nur wenige Steckdosen im Zimmer.
Impfungen:
Für die Einreise nach Laos sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, sofern ihr nicht aus einem Gelbfiebergebiet einreist.
Empfohlen werden – wie bei vielen Fernreisen – ein aktueller Schutz gegen:
- Tetanus
- Diphtherie
- Keuchhusten
- Polio
- Hepatitis A
Je nach Reiseroute und Aufenthaltsdauer können zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut oder Typhus sinnvoll sein. Lasst euch hierzu am besten rechtzeitig von einem Tropenmediziner beraten.
Da Mücken Krankheiten wie Dengue-Fieber übertragen können, solltet ihr besonders in der Dämmerung auf einen guten Mückenschutz achten.
Apps:
Maps.me / Google Maps
Offline-Navigation
Google Translate
für Sprache
LCR Ticket
offizielle App der Laos-China Railway (funktioniert teilweise nur mit laotischer SIM-Karte).
12Go
Tickets für Bahn, Bus und Fähren oft schon früher buchbar als über die Bahn-App.
Loca
das bekannteste Taxi-App-Angebot in Vientiane.
WhatsApp
wird von vielen Hotels und Tourenanbietern genutzt.
Währung
offline Währungsrechner
Währung & Preise
Währung:
Die offizielle Landeswährung ist der Laotische Kip (LAK).
US-Dollar und Thai Baht werden in einigen Hotels, Reisebüros oder an Grenzübergängen ebenfalls akzeptiert, im Alltag bezahlt ihr jedoch ausschließlich mit Kip.
Kartenzahlung ist vor allem in größeren Hotels und gehobenen Restaurants möglich. In kleinen Restaurants, auf Märkten oder in ländlichen Regionen solltet ihr dagegen immer Bargeld dabeihaben.
Geldautomaten findet ihr in allen größeren Städten wie Vientiane, Luang Prabang, Vang Vieng oder Pakse. Auf kleineren Inseln wie Don Det oder Don Khone gibt es dagegen keine zuverlässigen Geldautomaten. Hebt deshalb vorher ausreichend Bargeld ab.
Preisniveau:
Laos gehört weiterhin zu den günstigeren Reisezielen Südostasiens, ist in den letzten Jahren jedoch spürbar teurer geworden.
Vor allem Hotels, Roller sowie Tuk-Tuks kosten häufig etwas mehr als im benachbarten Thailand. Essen in lokalen Restaurants bleibt dagegen meist sehr günstig.
Trinkgeld:
Trinkgeld ist in Laos nicht verpflichtend und wird von Einheimischen auch nicht erwartet.
In Restaurants oder bei Touren freut sich das Personal jedoch über eine kleine Anerkennung für guten Service.
Kreditkarte, Bargeld & ATMs
Kartenzahlung wird in Laos zwar immer häufiger akzeptiert, dennoch solltet ihr immer ausreichend Bargeld dabeihaben. Besonders auf lokalen Märkten, in kleineren Restaurants oder abgelegenen Regionen ist Bargeld nach wie vor das wichtigste Zahlungsmittel.
Geldautomaten findet ihr problemlos in größeren Städten wie Vientiane, Luang Prabang, Vang Vieng oder Pakse. Auf kleineren Inseln wie Don Det oder Don Khone gibt es dagegen keinen Geldautomaten. Hebt deshalb vor eurer Weiterreise in Pakse genügend Bargeld ab.
Unsere Erfahrungen mit Geldautomaten
Die BCEL Bank erlaubte eine maximale Auszahlung von 2 Millionen Kip bei einer Gebühr von 30.000 Kip.
Bei der Indochina Bank konnten wir sogar 3 Millionen Kip auf einmal abheben. Die Gebühr lag dort bei 40.000 Kip. Gerade bei längeren Reisen spart ihr dadurch zusätzliche Abhebungen.
Unser Tipp:
Nutzt möglichst die Geldautomaten der Indochina Bank. Dadurch fallen seltener Gebühren an.
Sicherheit
Sim-Card & Telefon-Anbieter
Eine lokale SIM-Karte lohnt sich in Laos bereits ab dem ersten Reisetag. Das mobile Internet ist in den touristischen Regionen zuverlässig.
Die drei größten Anbieter sind:
- Unitel (unsere Empfehlung)
- Lao Telecom
- ETL
SIM-Karten bekommt ihr direkt am Flughafen oder in offiziellen Shops der Anbieter. Alternativ könnt ihr bereits vor der Reise eine eSIM installieren.
eSIM als Alternative
Wer ein kompatibles Smartphone besitzt, kann Thailand auch bequem mit einer eSIM bereisen.
Der Vorteil:
- keine physische SIM-Karte notwendig
- sofort nach der Landung online
- keine Registrierung vor Ort nötig
Internet / Wlan / Whatsapp
In Hotels, Cafés und Restaurants steht fast überall kostenloses WLAN zur Verfügung. Die Geschwindigkeit reicht in der Regel problemlos für Videotelefonie oder das Hochladen von Fotos.
Außerhalb der Städte oder in abgelegenen Bergregionen kann das mobile Internet jedoch deutlich langsamer werden.
WhatsApp funktioniert in Laos ohne Einschränkungen und wird von vielen Unterkünften sowie Tourenanbietern als Kommunikationsmittel genutzt.
VPN
Laos gehört grundsätzlich zu den Ländern mit freiem Internetzugang. Dennoch kann ein VPN auf Reisen sinnvoll sein. Öffentliche WLAN-Netzwerke in Hotels, Cafés oder Flughäfen sind nicht immer optimal abgesichert. Ein VPN verschlüsselt deine Verbindung und sorgt für mehr Sicherheit beim Online-Banking, beim Arbeiten unterwegs oder beim Einloggen in persönliche Accounts.
Ein weiterer Vorteil: Mit einem VPN kannst du auch auf Inhalte zugreifen, die normalerweise nur in deinem Heimatland verfügbar sind. Das betrifft beispielsweise Mediatheken, Streaming-Dienste oder bestimmte Webseiten.
Wir selbst nutzen auf Reisen NordVPN. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten und die App funktioniert problemlos auf Smartphone, Tablet und Laptop.
Tipp: Installiere dein VPN bereits vor der Abreise. So bist du direkt nach der Ankunft geschützt und musst dich nicht erst mit der Einrichtung beschäftigen.
Beste Reisezeit für eine Laos-Rundreise
Bestes Rundreise-Wetter für Laos
Grundsätzlich könnt ihr Laos das ganze Jahr über bereisen. Je nach Region und Reisezeit erwarten euch jedoch unterschiedliche Temperaturen, Niederschlagsmengen und Landschaften. Besonders angenehm sind die Monate zwischen November und Februar, wenn die Regenzeit vorbei ist und die Temperaturen meist zwischen 20 und 30 °C liegen.
Wetter nach Region
Nord-Laos (Luang Prabang, Nong Khiaw und Muang Ngoy)
Der Norden von Laos ist bergiger und dadurch etwas kühler als der Süden. Besonders zwischen November und Februar sind die Temperaturen angenehm und können nachts sogar auf unter 15 °C fallen. Während der Regenzeit verwandelt sich die Region in eine grüne Dschungellandschaft, allerdings können Straßen und Wanderwege dann schwieriger passierbar sein.
Zentrallaos (Vang Vieng und Vientiane)
In Zentral-Laos herrscht ganzjährig ein tropisches Klima. Während der Trockenzeit erwarten euch sonnige Tage mit angenehmen Temperaturen. Zwischen März und Mai wird es dagegen häufig über 35 °C heiß. Die Regenzeit bringt meist kurze, kräftige Schauer am Nachmittag, die den Urlaub jedoch selten den ganzen Tag beeinträchtigen.
Südlaos (Pakse, Bolaven Plateau, und 4000 Islands)
Im Süden steigen die Temperaturen bereits ab März deutlich an. Gerade rund um Pakse und die 4000 Islands kann das Thermometer regelmäßig über 35 °C klettern. Das höher gelegene Bolaven Plateau bleibt dagegen meist einige Grad kühler und eignet sich deshalb hervorragend als Ausflugsziel während der heißen Monate.
Wetter nach Jahreszeit
November bis Februar – Das beste Wetter
Die Monate von November bis Februar gelten als die ideale Reisezeit für Laos. Nach der Regenzeit präsentiert sich die Natur in sattem Grün, Wasserfälle führen ausreichend Wasser und die Luftfeuchtigkeit ist deutlich angenehmer. Gleichzeitig herrschen perfekte Bedingungen für Rundreisen durch das ganze Land.
März bis Mai – Heiß und trocken
Von März bis Mai wird es in Laos sehr heiß. Temperaturen von über 35 °C sind keine Seltenheit. Zusätzlich fällt diese Zeit in vielen Regionen mit der sogenannten Burning Season zusammen. Durch das Abbrennen landwirtschaftlicher Flächen kann es insbesondere im Norden zu einer erhöhten Luftverschmutzung kommen. Diesen Zeitraum würden wir wirklich meiden.
Mai bis Oktober – Regenzeit
Während der Regenzeit regnet es meist nicht den ganzen Tag. Typisch sind kräftige Schauer am Nachmittag oder Abend. Die Landschaft zeigt sich jetzt von ihrer grünsten Seite und Wasserfälle wie der Kuang Si Wasserfall sind besonders beeindruckend. Gleichzeitig können einzelne Straßen oder Wanderwege zeitweise schlechter befahrbar sein.November und Februar angenehmere Bedingungen.
Bestes Reisewetter nach Aktivität
Rundreise: November bis Februar
Angenehme Temperaturen, wenig Regen und gute Straßenbedingungen machen diese Monate zur idealen Reisezeit für eine Rundreise durch Laos.
Wandern: November bis Februar
Vor allem im Norden rund um Nong Khiaw oder Luang Prabang herrschen jetzt ideale Bedingungen für Wanderungen und Aussichtspunkte.
Slowboat auf dem Mekong: November bis Februar
In diesen Monaten ist das Wetter meist stabil und die Temperaturen angenehm. Während der Regenzeit kann der Mekong zwar beeindruckend viel Wasser führen, einzelne Fahrten können jedoch wetterbedingt beeinträchtigt werden.
Wasserfälle: Juli bis Oktober
Während und kurz nach der Regenzeit führen die Wasserfälle besonders viel Wasser und zeigen sich von ihrer spektakulärsten Seite. Wer dagegen lieber in Ruhe baden möchte, findet zwischen November und Februar angenehmere Bedingungen.
Fotografieren: November bis Februar
Die Luft ist meist klar und die Sicht auf Berge und Landschaften besonders gut. Während der Burning Season im Frühjahr kann die Sicht dagegen durch Rauch und Dunst eingeschränkt sein.
Unser Tipp
Wenn ihr uns nach der insgesamt besten Reisezeit fragen würdet, würden wir Ende Oktober bis Anfang Dezember wählen.
Die Regenzeit ist dann meist vorbei, die Landschaft präsentiert sich noch sattgrün und Wasserfälle wie der Kuang Si Waterfall führen deutlich mehr Wasser als am Ende der Trockenzeit. Gleichzeitig ist die Hauptsaison vielerorts noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Dadurch sind Unterkünfte oft etwas günstiger und bekannte Sehenswürdigkeiten spürbar leerer als rund um Weihnachten oder Neujahr.
Auch Ende Februar kann eine gute Alternative sein. Das Wetter ist meist noch trocken und angenehm warm, allerdings können in einigen Regionen bereits die ersten Auswirkungen der Burning Season auftreten.
Wer dagegen möglichst stabile Wetterbedingungen und die geringste Regenwahrscheinlichkeit sucht, ist zwischen November und Februar genau richtig – muss dann aber mit höheren Preisen und deutlich mehr Touristen rechnen.
Flughafen Pakse
Flugzeug
Die meisten internationalen Reisenden erreichen Laos über einen der drei internationalen Flughäfen in Vientiane, Luang Prabang oder Pakse. Direktflüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es derzeit nicht. Die Anreise erfolgt meist mit einem Zwischenstopp, beispielsweise in Bangkok, Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt, Kuala Lumpur, Singapur oder Seoul.
über Land
Viele Individualreisende kombinieren Laos außerdem mit einer Rundreise durch die Nachbarländer Thailand, Vietnam oder Kambodscha und reisen über Land ein.
Besonders beliebt sind folgende Grenzübergänge:
Friendship Bridge IV (Chiang Khong – Huay Xai)
ideal für die anschließende Slowboat-Tour nach Luang Prabang.
Friendship Bridge I (Nong Khai – Vientiane)
die wichtigste Verbindung zwischen Thailand und der laotischen Hauptstadt.
Chong Mek – Vang Tao
häufig genutzt für Reisen nach Pakse und auf das Bolaven Plateau.
Veun Kham – Trapaeng Kriel
der wichtigste Grenzübergang zwischen den 4000 Islands und Kambodscha.
Zug
Durch die Laos-China Railway (LCR) ist mittlerweile auch die Einreise mit dem Zug möglich. Internationale Zugverbindungen bestehen zwischen Thailand und Laos sowie über Boten nach China.
LCR Zug im Bahnhof Vang Vieng
Unser Tipp
Für eure erste Laos-Reise würden wir die Einreise über Thailand und die anschließende Slowboat-Tour nach Luang Prabang wählen. Für uns gehört diese Route zu den schönsten Möglichkeiten, Laos kennenzulernen. Statt direkt ins Flugzeug zu steigen, erlebt ihr bereits auf dem Mekong die entspannte Atmosphäre des Landes und kommt langsam in Laos an.
Natürlich ist nicht jede Slowboat-Fahrt perfekt. Bei uns wurden am zweiten Tag beispielsweise zwei Boote zusammengelegt. Dadurch war es deutlich voller als erwartet und die Fahrt hatte zeitweise eher „Viehtransport-Charme“. Trotzdem würden wir uns jederzeit wieder für diese Anreise entscheiden.
Gerade auf dem Slowboat lernt man schnell andere Reisende kennen. Die Chancen stehen gut, dass ihr einigen von ihnen später in Luang Prabang, Vang Vieng oder auf den 4000 Islands wieder begegnet – genau das macht für uns den besonderen Reiz einer Laos-Reise aus.
Außerdem ist Laos kein riesiges Land. Selbst wenn ihr für die Anreise über Thailand zusätzliche Tage einplant, bleibt euch noch genügend Zeit, die schönsten Orte des Landes zu entdecken.
Slowboat-Fahrt
Pendelbus Grenzeübergang Thailand- Laos
Slowboat auf dem Mekong
Die zweitägige Slowboat-Tour von Huay Xai nach Luang Prabang gehört für viele Reisende zu den schönsten Erlebnissen in Laos. Statt möglichst schnell ans Ziel zu kommen, steht hier das Erlebnis selbst im Mittelpunkt. Gemächlich gleitet ihr über den Mekong vorbei an kleinen Dörfern, bewaldeten Bergen und steilen Felsformationen. Für viele beginnt die eigentliche Laos-Reise genau hier.
Tickets buchen
Tickets könnt ihr entweder direkt in Chiang Khong, Huay Xai, über eure Unterkunft oder bereits im Voraus über Reisebüros oder Plattformen wie 12Go buchen.
Die meisten Komplettpakete beinhalten:
- Transfer von Chiang Rai oder Chiang Khong zur Friendship Bridge
- Unterstützung beim Grenzübertritt
- Shuttle zum Bootsanleger
- Slowboat-Ticket
- kleines Mittagessen am ersten Tag
Nicht enthalten sind in der Regel:
- Unterkunft in Pak Beng
- Transfer zum Hotel in Pak Beng
- Getränke und Snacks an Bord
- Transfer vom Bootsanleger zu eurem Hotel in Luang Prabang
Wer alles selbst organisiert, spart häufig etwas Geld, muss sich dafür aber selbst um alle Transfers und den Grenzübertritt kümmern.
Kosten an der Grenze
Falls ihr das Visa on Arrival nutzt, solltet ihr zusätzlich zum Slowboat-Ticket folgende Kosten einplanen:
- 40 US-Dollar für das Visum
- 70.000 Kip Bearbeitungsgebühr
- Bus über die Friendship Bridge (wird meist separat berechnet)
- Eventuell kleinere Gebühren außerhalb der regulären Öffnungszeiten oder an Feiertagen
Unser Tipp:
Nehmt die Visagebühr möglichst passend in US-Dollar mit. Das erspart Diskussionen über Wechselkurse und beschleunigt die Einreise.
Ablauf
In Chiang Khong werdet ihr zunächst zur Friendship Bridge gebracht. Dort füllt ihr – falls nötig – die Unterlagen für das Visa on Arrival aus. Anschließend reist ihr aus Thailand aus und fahrt mit dem Shuttlebus über die Brücke zur laotischen Grenzkontrolle.
Nach der Einreise bringt euch ein weiterer Shuttlebus zum Bootsanleger in Huay Xai. Dort gibt es meist ein kleines Mittagessen, bevor die Slowboats gegen Mittag Richtung Pak Beng ablegen.
Die Übernachtung in Pak Beng müsst ihr selbst organisieren. Am nächsten Morgen geht es mit einem neuen Slowboat weiter nach Luang Prabang.
An beiden Tagen seid ihr jeweils etwa sechs bis acht Stunden auf dem Mekong unterwegs.
an Board
Nicht alle Slowboats sehen gleich aus. Auf manchen Booten gibt es ehemalige Bussitze, auf anderen Holzbänke mit Tischen. Falls ihr die Wahl habt, würden wir euch einen Platz an den Tischen empfehlen. Dort sitzt ihr deutlich bequemer und kommt außerdem leichter mit anderen Reisenden ins Gespräch. Die ehemaligen Bussitze wirken auf den ersten Blick komfortabler, sind aber häufig schon extrem abgerockt.
Eine Sitzplatzreservierung gibt es nicht. Die Plätze werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, sitzt zuerst“ vergeben. Seid deshalb möglichst früh am Boot.
Ganz hinten solltet ihr möglichst nicht sitzen. Dort ist der Motor deutlich lauter als im vorderen Bereich.
An Bord gibt es eine Toilette sowie kleine Verkaufsstände mit Getränken und Snacks.
Slowboat-Fahrt
Unsere Erfahrung
Wir hatten auf unserer Reise leider etwas Pech. Am zweiten Tag wurden kurzfristig zwei Boote zusammengelegt. Dadurch war das Boot deutlich voller als vorgesehen und zeitweise grenzwertig ausgelastet. Nach unserem persönlichen Sicherheitsempfinden waren zu viele Passagiere an Bord.
Trotzdem würden wir die Slowboat-Tour jederzeit wieder machen. Die Landschaft entlang des Mekong ist wunderschön und ihr lernt unterwegs unglaublich schnell andere Reisende kennen. Nicht selten begegnet ihr denselben Menschen später in Luang Prabang, Vang Vieng oder sogar auf den 4000 Islands wieder. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl macht für uns einen großen Teil des Slowboat-Erlebnisses aus.
Laos ist zwar kein großes Land, dennoch unterscheiden sich die Verkehrsmittel je nach Region deutlich. Während im Norden inzwischen die moderne Hochgeschwindigkeitsbahn viele Strecken übernommen hat, seid ihr im Süden weiterhin auf Busse, Minivans oder Roller angewiesen.
Laos-China Railway (LCR)
Die Laos-China Railway hat das Reisen durch den Norden des Landes grundlegend verändert. Moderne Hochgeschwindigkeitszüge verbinden heute Luang Prabang, Vang Vieng und Vientiane in kurzer Zeit und sind deutlich komfortabler als viele Busverbindungen.
Tickets buchen
Tickets werden normalerweise drei Tage vor der Abfahrt freigeschaltet. Über die offizielle LCR Ticket App lassen sie sich direkt buchen. Nach unserem Wissensstand funktioniert die Registrierung allerdings nur mit einer laotischen SIM-Karte.
Alternativ könnt ihr eure Tickets bereits Wochen im Voraus über Plattformen wie 12Go reservieren. Die eigentliche Fahrkarte wird euch dann automatisch zugestellt, sobald die Bahn den Verkauf freigibt.
Bahnhöfe
Die Bahnhöfe liegen fast alle weit außerhalb der Stadtzentren.
- Luang Prabang: etwa 30 Minuten außerhalb der Altstadt
- Vang Vieng: rund 15–20 Minuten außerhalb
- Vientiane: etwa 20–30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt
Für die Anreise braucht ihr ein Tuk-Tuk, Taxi oder Sammeltaxi. Plant dafür genügend Zeit und zusätzliche Kosten ein.
Am Bahnhof
Die Bahnhöfe erinnern eher an Flughäfen als an klassische Bahnhöfe.
Vor dem Betreten werden zunächst Ticket und Reisepass kontrolliert. Anschließend folgt eine Sicherheitskontrolle mit Gepäckscanner.
Nicht erlaubt sind unter anderem:
- Messer
- Sprays über 100 ml
- leicht entzündliche Gegenstände
Normale Flüssigkeiten, Sonnencreme oder Kosmetik waren bei unserer Reise dagegen problemlos.
Im Bahnhof findet ihr meist:
- Trinkwasserspender
- kleine Shops oder einen 7-Eleven
- Sitzbereiche mit Klimaanlage
Das Boarding beginnt etwa 30 Minuten vor Abfahrt.
Gepäck
Große Koffer und Rucksäcke könnt ihr kostenlos mitnehmen.
Am Ende jedes Wagens befinden sich Gepäckregale für große Koffer, ähnlich wie im ICE. Kleinere Taschen oder Rucksäcke passen problemlos über die Sitze oder unter den Vordersitz.
Sitzplätze
Alle Sitzplätze sind fest reserviert und werden bereits beim Ticketkauf vergeben. Eine freie Platzwahl gibt es nicht.
Die Wagen sind modern, sauber und klimatisiert. Wer empfindlich auf Klimaanlagen reagiert, sollte eine dünne Jacke dabeihaben.
Bahnhof Luang Prabang
Unsere Empfehlung:
Busse & Nachtbusse
Das Busnetz verbindet nahezu alle größeren Städte in Laos und ist nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel außerhalb der Bahnstrecke. Besonders Ziele wie Nong Khiaw, Pakse, das Bolaven Plateau oder die 4000 Islands erreicht ihr nur mit dem Bus oder Minivan.
Für längere Strecken werden häufig Nachtbusse eingesetzt. Diese sparen eine Hotelübernachtung und bringen euch am nächsten Morgen ans Ziel. Die Ausstattung unterscheidet sich jedoch je nach Anbieter und Strecke deutlich.
Unsere Erfahrung
Wir waren ehrlich gesagt positiv überrascht. Die Straßen waren deutlich besser als erwartet und wir kamen schneller voran als gedacht. Trotzdem fahren viele Busfahrer recht zügig und überholen teilweise auch in unübersichtlichen Kurven – wer empfindlich auf den Fahrstil reagiert, sollte das wissen.
Etwas gewöhnungsbedürftig fanden wir dagegen die Betten. Diese waren nur etwa 90 Zentimeter breit und 170 cm lang. Standardmäßig werden sie von zwei Personen geteilt. Wer alleine reist und etwas mehr Privatsphäre möchte, sollte deshalb überlegen, direkt zwei Plätze zu buchen. Das ist dann zwar nicht mehr wirklich günstig, sorgt aber für eine deutlich angenehmere Nacht. Und auch für ein Paar ist das sehr „kuschelig”
Auch die Bordtoiletten sind eher eine Notlösung.
Nachtbus zu den 4000 Islands/Kambodscha
Ein weiterer Punkt, den viele nicht wissen: In Pakse werden die Fahrgäste zunächst an einem Sammelpunkt zusammengeführt. Erst wenn alle Busse angekommen sind, erfolgt der Umstieg in kleinere Minivans, die euch anschließend zu den 4000 Islands oder weiter nach Kambodscha bringen. Plant dafür etwas Geduld ein. Infos vor Ort gibts auch eher nicht.
Unser Tipp:
Für kürzere Strecken würden wir tagsüber reisen und die Landschaft genießen. Nachtbusse lohnen sich vor allem auf längeren Distanzen, wenn ihr Zeit und eine Hotelübernachtung sparen möchtet. Bequem wird’s aber nicht …
Taxi, Tuk-Tuk & Loca
In den größeren Städten wie Vientiane, Luang Prabang oder Pakse gehören Tuk-Tuks nach wie vor zum Straßenbild und sind oft die einfachste Möglichkeit, um kurze Strecken zurückzulegen. In Vientiane verkehren mittlerweile außerdem moderne elektrische Tuk-Tuks (Kokkok Move) die eine umweltfreundlichere Alternative darstellen.
Klassische Taxameter-Taxis sind in Laos eher selten. Stattdessen solltet ihr den Fahrpreis vor der Abfahrt aushandeln. Gerade an Bahnhöfen oder beliebten Sehenswürdigkeiten werden Touristen häufig zunächst deutlich höhere Preise genannt.
Eine gute Alternative ist die Loca App, die in Vientiane und teilweise auch in Luang Prabang verfügbar ist. Sie funktioniert ähnlich wie Grab oder Uber und zeigt den Fahrpreis bereits vor der Buchung an. Das erspart euch das Verhandeln und sorgt für transparente Preise.
Unser Tipp:
Gerade an den Bahnhöfen lohnt sich ein kurzer Preisvergleich. Viele Fahrer verlangen zunächst deutlich höhere Preise. Mit etwas Verhandlungsgeschick oder der Loca App lässt sich häufig Geld sparen.
Roller
Für uns ist der Roller die beste Möglichkeit, Laos individuell zu erkunden. Vor allem rund um Luang Prabang, Vang Vieng, Pakse und auf dem Bolaven Plateau erreicht ihr viele Sehenswürdigkeiten deutlich flexibler als mit organisierten Touren.
Die Straßen befinden sich vielerorts in einem ganz guten Zustand. Abseits der Hauptstraßen und manchmal auf den letzten Metern der Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten müsst ihr allerdings immer wieder mit Schlaglöchern, Schotter oder Baustellen rechnen.
Während unseres Besuchs wurde beispielsweise die Straße zum Kuang Si Wasserfall erneuert. Die letzten Kilometer bestanden überwiegend aus Schotter und sorgten für viel Staub. Ein Mundschutz kann hier durchaus sinnvoll sein.
Die Mietpreise liegen meist zwischen 150.000 und 250.000 Kip pro Tag, je nach Roller, Saison und Ort.
Unser Tipp:
Kontrolliert den Roller vor der Abfahrt gründlich und fotografiert vorhandene Kratzer oder Schäden. So vermeidet ihr Diskussionen bei der Rückgabe. (Wobei bei unseren Rollern ein Kratzer mehr nun wirklich nicht aufgefallen wäre …)
Fahrrad
Viele Orte in Laos lassen sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Besonders Luang Prabang und die 4000 Islands sind angenehm flach und verfügen über (relativ) wenig Verkehr.
Gerade auf Don Det und Don Khone ist das Fahrrad eine fantastische und extrem günstige Fortbewegungsmethode. Die Inseln sind klein, entspannt und fast autofrei. Mit dem Fahrrad erreicht ihr problemlos Wasserfälle, Cafés oder Aussichtspunkte und erlebt das gemächliche Leben auf den Inseln besonders intensiv.
Auch in Luang Prabang macht das Radfahren Spaß. Viele Tempel, Cafés und Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich bequem ohne Motor erkunden. Bei unserem Hotel waren sie kostenlos ausleihbar …
Unser Tipp:
Für kurze Strecken würden wir immer zuerst überlegen, ob ein Fahrrad ausreicht. Gerade auf den 4000 Islands gehört das Radfahren einfach zum Laos-Erlebnis dazu.
Mietwagen
Für die meisten Laos-Reisenden würden wir keinen Mietwagen empfehlen. Die Entfernungen sind zwar überschaubar, der Verkehr ist jedoch oft ungewohnt und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich mit Roller, Bahn oder Bus einfacher und günstiger erreichen.
Vor allem im Norden sorgen kurvenreiche Bergstraßen und eine teilweise unberechenbare Fahrweise dafür, dass das Autofahren anstrengender ist als beispielsweise in Thailand oder Malaysia.
Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für Reisende, die abgelegene Regionen erkunden möchten oder viel Gepäck dabeihaben. Für eine klassische Rundreise mit Luang Prabang, Vang Vieng, Vientiane, Pakse und den 4000 Islands würden wir dagegen auf die Kombination aus Bahn, Bus und Roller setzen.
Die Mietpreise beginnen je nach Fahrzeug und Saison bei etwa 35 bis 60 Euro pro Tag. Hinzu kommen häufig Kaution, Versicherung und Kraftstoff.
Unser Tipp:
Wir würden in Laos keinen Mietwagen buchen. Die neue Bahn, günstige Busverbindungen und Roller sind meist die entspanntere und günstigere Wahl.
Tanken & Tankstellen
Tankstellen sind entlang der Hauptstraßen und in allen größeren Städten problemlos zu finden. Besonders in touristischen Regionen wie Luang Prabang, Vang Vieng oder Pakse müsst ihr euch keine großen Sorgen um die Kraftstoffversorgung machen.
An den meisten Tankstellen übernimmt ein Mitarbeiter das Tanken für euch. Ihr sagt einfach, für welchen Betrag oder welchen Kraftstoff ihr tanken möchtet, und bezahlt anschließend direkt an der Zapfsäule oder im Kassenbereich.
In kleineren Dörfern findet ihr häufig auch die typischen Benzinflaschen am Straßenrand. Dabei handelt es sich um in Glasflaschen abgefüllten Kraftstoff, der vor allem für Roller gedacht ist. Für kurze Strecken funktioniert das problemlos, günstiger und oft auch qualitativ besser sind jedoch reguläre Tankstellen.
Der Preis für einen Liter Benzin liegt – je nach Weltmarktpreis – meist bei etwa 25.000 bis 30.000 Kip. Da sich Kraftstoffpreise regelmäßig ändern, lohnt sich vor der Reise ein kurzer Blick auf die aktuellen Preise.
Während unserer Reise gab es kleinere Engpässe. Nicht alle Tankstellen waren geöffnet.
Unser Tipp:
Tankt euren Roller am besten bereits, bevor ihr längere Ausflüge wie zum Kuang Si Wasserfall, auf das Bolaven Plateau oder in abgelegenere Regionen startet. Zwar gibt es unterwegs oft kleine Verkaufsstände mit Benzin in Flaschen, auf reguläre Tankstellen solltet ihr euch dort aber nicht immer verlassen.
Packliste
Weniger schleppen, mehr genießen! Hand aufs Herz: Wir sind keine 25 mehr und haben wenig Lust, uns mit einem zentnerschweren Rucksack abzumühen oder auf den nötigen Komfort zu verzichten. Für uns bedeutet Reisen heute, realistisch zu planen und genau die Dinge einzupacken, die den Unterschied zwischen „überleben“ und „wirklich genießen“ machen.
Auf dieser Seite findest du unsere reiseerprobte Auswahl an Equipment und Kleidung. Egal, ob du gerade erst mit der Planung beginnst oder schon mitten in der Route steckst – wir hoffen, unsere Liste hilft dir dabei, entspannt in dein nächstes Abenteuer zu starten.
Aufschlüsselung der „Tour”-Kosten:
folgende Kosten sind unter Tour aufgeführt: Pak Ou Höhle: 14.5 Euro, Tempel Luang Prabang: 1 Euro, Kuang Si Wasserfall: 5 Euro, Phousi Hill: 1 Euro, Phapoak Mountain: 1 Euro, Tipsy Tubing 9 Euro, Blaue Lagune 1+3: 4 Euro, Phat Tat Luang: 2 Euro, Wasserfälle Bolaven Plateau: 5 Euro, Mekong-Wasserfälle 4.000 Islands: 6 Euro.
Alle Preise für 2 Personen.
Aufschlüsselung der „Extra”-Kosten:
folgende Kosten sind unter Extras aufgeführt: stornierte Nacht in Luang Prabang: 44.5 Euro, Visum+Gebühren: 67.5+2.5, Bankgebühren: 16.5 Euro, Parkgebühr: 1 Euro, Strafe Einbahnstraße: 4 Euro, Reifenwechsel Roller: 12 Euro, Tanken: 2 Euro, Souvenirs: 26 Euro, neues Stativ: 12 Euro, neue Schuhe: 14 Euro, Bier: 8.5 Euro, Bar-Eintritt: 2 Euro, Cocktails: 27.5 Euro, Kaffee: 31.5 Euro, Eis: 1.5 Euro, Bäcker: 48.5 Euro, Trinkgeld: 6.5 Euro, Spenden: 2 Euro,
Alle Preise auf 0.5 Euro gerundet.
Preise für einige Klassiker (2026)
Wasser (1,5 Liter): 8.000–15.000 Kip
Softdrink: 10.000–20.000 Kip
Kaffee: 20.000–45.000 Kip
Beer Lao (0,5 l): 18.000–35.000 Kip
Street Food: 20.000–40.000 Kip
Restaurant: 40.000–100.000 Kip
Roller pro Tag: 150.000–250.000 Kip
Mittelklasse-Hotel: 30–70 Euro pro Nacht
Auch beim Geldabheben fallen Gebühren an. Bei unseren Reisen haben wir folgende Erfahrungen gemacht:
BCEL Bank: 30.000 Kip Gebühr,
maximale Auszahlung 2 Millionen Kip.
Indochina Bank: 40.000 Kip Gebühr,
maximale Auszahlung 3 Millionen Kip.
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Preis/Nacht für 2: Bis 25 Euro: €. Bis 50 Euro: €€. Bis 100 Euro: €€€. Ab 100 Euro: €€€€.
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Die laotische Küche zählt für viele noch immer zu den Geheimtipps Südostasiens. Sie ist eng mit der thailändischen Küche verwandt, besitzt aber ihren ganz eigenen Charakter. Statt cremiger Currys stehen hier frische Kräuter, gegrilltes Fleisch, würzige Dips und natürlich Klebreis im Mittelpunkt.
Typisch für Laos sind intensive Aromen aus Limette, Chili, Knoblauch, Galgant, Zitronengras und Fischsauce. Gegessen wird häufig gemeinsam, wobei mehrere Gerichte in der Mitte des Tisches stehen und geteilt werden.
Besonders auffällig: Sticky Rice (Klebreis) ersetzt in Laos den normalen Reis und gehört praktisch zu jeder Mahlzeit dazu. Er wird traditionell mit den Fingern gegessen und dient oft gleichzeitig als Besteck.
Typische Gerichte
Laap (Larb)
Laap gilt als das Nationalgericht von Laos. Der Salat besteht meist aus fein gehacktem Hähnchen-, Schweine-, Rind- oder Entenfleisch und wird mit Limettensaft, frischen Kräutern, Chili und geröstetem Reispulver gewürzt. Das Ergebnis schmeckt frisch, leicht säuerlich und angenehm würzig. Serviert wird Laap fast immer mit:
Sticky Rice (Khao Niao)
Klebreis ist aus der laotischen Küche nicht wegzudenken. Statt lockerem Reis bekommt ihr zu nahezu jedem Gericht einen kleinen Bambuskorb mit warmem Klebreis. Traditionell formt man mit den Fingern kleine Kugeln und nimmt damit Fleisch, Gemüse oder Dips auf.
Tam Mak Hoong
Der laotische Papayasalat ähnelt dem bekannten Som Tam aus Thailand, schmeckt aber häufig kräftiger und etwas fermentierter. Neben grüner Papaya kommen Tomaten, Bohnen, Chili, Fischsauce, Limette und häufig fermentierte Fischpaste zum Einsatz. Je nach Restaurant kann das Gericht extrem scharf sein.
Mok Pa
Bei Mok Pa wird Fisch zusammen mit Kräutern, Zitronengras und Dill in Bananenblätter eingewickelt und schonend gedämpft. Dadurch bleibt der Fisch besonders saftig und nimmt die Aromen hervorragend auf.
Nachtmarkt in Luang Prabang
Nachtmärkte
Nachtmärkte gehören für uns zu den kulinarischen Highlights in Laos.
Hier findest du: Streetfood, regionale Spezialitäten, frische Säfte, Desserts, Snacks, Souvenirs und und und.
Der besten Nachtmarkt auf unserer Reise war mit Abstand in Luang Prabang. Die Nachtmärkte in Vang Vieng und Vientiane waren enttäuschend.
Streetfood
Sai Oua
Die würzige Grillwurst stammt ursprünglich aus Nordlaos und Nordthailand. Sie wird mit Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblättern und Chili gewürzt und anschließend gegrillt.
Ping Kai
Ping Kai gehört zu den beliebtesten Streetfood-Gerichten in Laos. Das Hähnchen wird mehrere Stunden in einer Marinade aus Knoblauch, Korianderwurzel, Fischsauce, Pfeffer und Sojasauce eingelegt und anschließend langsam über Holzkohle gegrillt. Serviert wird es fast immer mit Sticky Rice und einer scharfen Jeow-Sauce.
Ping Moo
Die saftigen Schweinespieße findet ihr morgens genauso wie abends an nahezu jeder Straßenecke. Das Fleisch wird süßlich-würzig mariniert und über offenem Feuer gegrillt. Besonders lecker schmecken sie zusammen mit Klebreis.
Khao Jee
Ein Überbleibsel der französischen Kolonialzeit ist das knusprige Baguette. Es wird frisch belegt, häufig mit Omelett, gegrilltem Schweinefleisch, Pastete, Gurken, Kräutern und einer würzigen Sauce. Erinnert uns sehr an das vietnamesischen Bánh Mì.
Khanom Krok
Diese kleinen Kokos-Pfannkuchen findet ihr häufig auf Nachtmärkten. Außen leicht knusprig, innen wunderbar cremig, werden sie frisch in speziellen Gusseisenformen gebacken. Manchmal werden sie zusätzlich mit Mais, Frühlingszwiebeln oder Taro verfeinert.
Gegrillter Mekong Fisch
Vor allem entlang des Mekong wird fangfrischer Fisch über Holzkohle gegrillt. Serviert wird er meist mit frischen Kräutern, Sticky Rice und einer würzigen Jeow-Sauce.
Getränke
Beer Lao
Beer Lao ist mit Abstand das bekannteste Bier des Landes und genießt weit über Laos hinaus einen hervorragenden Ruf. Besonders das klassische Lager schmeckt angenehm mild und passt hervorragend zur würzigen Küche.
Lao Coffee
Das Bolaven Plateau im Süden von Laos zählt zu den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten Südostasiens. Vor allem Arabica- und Robusta-Bohnen werden hier auf vulkanischen Böden angebaut. Ein frisch gebrühter, guter laotischer Kaffee ist ein Erlebnis: Dunkel. Kräftig. Schokoladig. Unfassbar lecker!
Die Laoten sind stolz auf die Qualität, die ihn gegenüber der Massenware aus Vietnam hervorhebt.
Fruchtshakes
Ob Mango, Ananas, Wassermelone oder Maracuja – frische Smoothies bekommt ihr nahezu überall. Gerade an heißen Tagen sind sie eine perfekte Erfrischung.
Süßes
Süßspeisen spielen in Laos eine deutlich kleinere Rolle als in Thailand.
Zu den bekanntesten gehören:
Khao Tom
Klebreis mit Banane, eingewickelt in Bananenblätter und gedämpft.
Kokosdesserts
Auf den Nachtmärkten findet ihr häufig kleine Süßspeisen aus Kokosmilch, Klebreis und tropischen Früchten.
Lebensmittel-Hygiene
Diese einfachen Regeln helfen:
- frisch zubereitete Speisen bevorzugen
- stark frequentierte Stände wählen
- auf ausreichend Kühlung achten
- Obst und Gemüse schälen oder gründlich mit Trinkwasser waschen
Gut zu wissen: Die meisten Reisenden vertragen Streetfood problemlos. Probleme entstehen häufiger durch schlecht gekühlte westliche Gerichte, Buffets oder lange ungekühlt gelagerte Lebensmittel als durch frisch zubereitetes laotisches Essen.
Restaurant-Tipps
Ock Pop Tok – Luang Prabang
Ban Saylom, Luang Prabang
Täglich: 08:00 – 20:00 Uhr
Chez Auguste – Luang Prabang
Green Restaurant – Vang Vieng
Schöne Terrasse am Fluß mit Sicht auf den Sonnenuntergang. Gute Pizza vom Holzofen. Preise passen ebenfalls.
Täglich: 06:30. – 23:00 Uhr
Golden Bamboo Restaurant – Vang Vieng
Luang Prabang Bakery
Elevate 9 – Vang Vieng
Täglich: 10:00 – 23:00 Uhr
National Parks
Nam Et–Phou Louey National Park
Der Nam Et–Phou Louey National Park gilt als eines der bedeutendsten Schutzgebiete Südostasiens und ist eines der letzten großen Wildnisgebiete von Laos. Die ausgedehnten Bergwälder bieten bedrohten Tierarten wie Nebelpardern, Asiatischen Schwarzbären und Weißwangengibbons einen geschützten Lebensraum. Besonders bekannt ist der Park für seinen nachhaltigen Ökotourismus.
Wo liegt der Park?
Der Nationalpark liegt im Nordosten von Laos in den Provinzen Houaphan, Luang Prabang und Xieng Khouang. Ausgangspunkt für Besucher ist meist das Dorf Son Koua.
Wie komme ich hin?
Die Anreise erfolgt in der Regel über Luang Prabang oder Sam Neua. Von dort geht es mit dem Minibus oder einem privaten Transfer weiter zum Park. Viele Besucher buchen mehrtägige Touren inklusive Unterkunft und geführter Aktivitäten.
Besonderheiten
- Nachhaltige Nacht-Safari per Boot
- Einer der letzten Rückzugsorte seltener Wildtiere in Laos
- Mehrtägige Dschungeltrekkings
- Große Chance, Sambarhirsche, Zibetkatzen, Eulen und Gibbons zu beobachten
- Unterstützung lokaler Gemeinden durch nachhaltigen Tourismus
Unser Tipp
Der Park ist ideal für alle, die Laos abseits der klassischen Touristenroute erleben möchten. Die mehrtägigen Touren gehören zwar zu den teuersten Naturerlebnissen des Landes, bieten dafür aber einzigartige Einblicke in die ursprüngliche Tierwelt und unterstützen gleichzeitig den Naturschutz.
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Unser Laos Video
Beim Anklicken öffnen sich die Videos in Youtube.






























