Angkor Wat

Angkor gehört zu den beeindruckendsten historischen Stätten Südostasiens und ist weit mehr als nur der berühmte Angkor Wat. Über mehrere Jahrhunderte befand sich hier das politische und religiöse Zentrum des mächtigen Khmer-Reiches.

Heute verteilen sich auf einer Fläche von mehr als 400 km² Hunderte Tempel, Ruinen, ehemalige Städte, Wasserreservoirs und Kanäle. Seit 1992 gehört Angkor zum UNESCO-Welterbe.

Viele Reisende sprechen von „Angkor Wat“, wenn sie eigentlich die gesamte Tempelregion meinen. Angkor Wat ist jedoch nur ein einzelner Tempel innerhalb des riesigen Angkor Archaeological Park.

Angkor auf einen Blick

Infos

Lage:
Etwa 5–7 Kilometer nördlich von Siem Reap

UNESCO-Welterbe:
Seit 1992

Fläche:
Mehr als 400 km²
Ungefähr die Fläche von  Köln.

Blütezeit:
Khmer-Reich vom 9. bis 15. Jahrhundert

Religion:
Ursprünglich vor allem Hinduismus, später zunehmend Buddhismus

Bekanntester Tempel:
Angkor Wat

Besuchszeit:
Mindestens 1 ganzer Tag, besser 3 Tage

Beste Reisezeit
November bis März (Trockenzeit mit moderateren Temperaturen)

Transport vor Ort
Tuk-Tuk, Miet-Fahrrad oder privater Fahrer ab Siem Reap

Fotospot-Tipp
Der linke Seerosen-Teich vor dem Hauptgebäude für das klassische Spiegelungsbild beim Sonnenaufgang

Öffnungszeiten der Tempel

 

Öffnungszeiten am Morgen (Sonnenaufgang)

Ab 05:00 Uhr geöffnet:
Angkor Wat (Außengelände und Teiche für den klassischen Sonnenaufgang) sowie Phnom Bakheng (Aussichtspunkt).

Ab 05:30 Uhr geöffnet:
Srah Srang (Das königliche Wasserbecken).

 

Reguläre Öffnungszeiten tagsüber

Von 07:30 bis 17:30 Uhr geöffnet: Alle Standard-Tempel auf dem Small und Grand Circuit. Dazu gehören z.B. der Bayon (Gesichter-Tempel), Ta Prohm (Dschungel-/“Tomb Raider“-Tempel), sowie fast alle übrigen Anlagen im Park, wie z.B. Banteay Srei, 

 

Schließzeiten am Abend (Sonnenuntergang)

Bis ca. 17:30 Uhr geöffnet:
Alle Tempel mit Ausnahmen von:

Angkor Wat schließt um 18:00 Uhr.
(der Turm Bakan schließt oft früher gegen 17:00 Uhr)

Bis 19:00 Uhr geöffnet
Offizielle Sunset-Spots: Pre Rup, Phnom Bakheng und Phnom Krom bleiben gezielt länger für den Sonnenuntergang geöffnet.

 

Wichtige Hinweise:
der Bakan-Turm (Oberstes Stockwerk in Angkor Wat) öffnet erst ab 07:40 Uhr und schließt bereits um 17:00 Uhr. An buddhistischen Feiertagen bleibt der Turm komplett geschlossen.

Limitierung am Phnom Bakheng:
Für den Sonnenuntergang auf der Tempelspitze gilt eine strikte Obergrenze von maximal 300 Personen zeitgleich. Plane hierfür Wartezeit ein. 

Angkor – Geschichte im Überblick

802 – Beginn des Khmer-Reiches
Jayavarman II. gilt als Begründer des Khmer-Reiches. In den folgenden Jahrhunderten entwickelt sich die Region Angkor zum politischen und religiösen Zentrum eines der mächtigsten Reiche Südostasiens.

9.–10. Jahrhundert – Die ersten großen Tempel
Rund um Angkor entstehen immer neue Hauptstädte, Tempelberge und gewaltige Wasserreservoirs. Aus dieser Zeit stammen unter anderem Phnom Bakheng, East Mebon und Pre Rup.

967 – Banteay Srei
Der kunstvoll verzierte Tempel aus rotem Sandstein wird Shiva geweiht und gehört heute zu den am besten erhaltenen Tempeln der Region.

Anfang 11. Jahrhundert – Ta Keo
Mit Ta Keo entsteht einer der ersten monumentalen Tempel Angkors, der fast vollständig aus Sandstein gebaut wird. Er bleibt jedoch unvollendet.

Mitte 11. Jahrhundert – Baphuon
Der gewaltige Tempelberg wird als hinduistischer Staatstempel errichtet und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken seiner Zeit.

1113–ca. 1150 – Angkor Wat
Unter König Suryavarman II. entsteht Angkor Wat. Der ursprünglich Vishnu geweihte hinduistische Tempel entwickelt sich später zu einem buddhistischen Heiligtum.

Ab 1181 – Die Ära Jayavarmans VII.
Nach einem Krieg mit den Cham beginnt eine der größten Bauphasen Angkors. Jayavarman VII. lässt unter anderem Angkor Thom, Bayon, Ta Prohm, Preah Khan und Neak Pean errichten.

13.–14. Jahrhundert – Religiöser Wandel
Der Theravada-Buddhismus gewinnt zunehmend an Bedeutung und prägt Kambodscha bis heute. Zahlreiche ursprünglich hinduistische Tempel werden buddhistisch genutzt.

15. Jahrhundert – Angkor verliert an Bedeutung
Nach politischen Konflikten, Kriegen und Veränderungen der wirtschaftlichen Strukturen verlagert sich das Machtzentrum des Khmer-Reiches zunehmend nach Süden. Angkor wird jedoch niemals vollständig verlassen.

1860er-Jahre – Angkor wird im Westen bekannt
Die Berichte des französischen Naturforschers Henri Mouhot machen die Tempelanlagen in Europa berühmt. Entgegen einem bis heute verbreiteten Mythos hat er Angkor allerdings weder „entdeckt“ noch war die Stadt vollkommen vergessen.

20. Jahrhundert – Restaurierung & Krieg
Archäologen beginnen mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Bürgerkrieg und die Herrschaft der Roten Khmer unterbrechen die Arbeiten über viele Jahre.

1992 – UNESCO-Welterbe
Angkor wird in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Heute
Angkor ist die bedeutendste historische Stätte Kambodschas und eine der größten archäologischen Tempellandschaften der Welt. Restaurierungs- und Forschungsarbeiten dauern bis heute an.

Die BEsichtigung:
Small Circuit und Grand Circuit

Um die riesige Tempelregion übersichtlicher zu machen, werden die wichtigsten Anlagen heute meist in zwei klassische Rundwege eingeteilt: den Small Circuit und den Grand Circuit.

Der Small Circuit umfasst viele der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Angkors und ist für die meisten Besucher der Einstieg in die Tempelwelt. Hier liegen unter anderem Angkor Wat, Angkor Thom mit dem Bayon, Ta Prohm und Ta Keo.

Der Grand Circuit führt weiter hinaus und verbindet einige ruhigere, aber nicht weniger spannende Tempelanlagen wie Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Neak Pean und Preah Khan.

Zusätzlich gibt es Tempel, die deutlich außerhalb dieser klassischen Rundwege liegen. Der bekannteste davon ist Banteay Srei, rund 35 Kilometer nordöstlich von Angkor. Auch Banteay Samré lässt sich hervorragend mit diesem Ausflug kombinieren.
Alle genannten Tempel haben wir besucht und stellen sie jetzt hier vor.

Ta Prohm

Sonnenaufgang & Sonnenuntergang in Angkor

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gehören für viele zu den besonderen Erlebnissen in Angkor. Allerdings könnt ihr nicht einfach jeden Tempel zu diesen Zeiten besuchen. Die meisten Tempel öffnen erst am Morgen und schließen bereits vor Sonnenuntergang.

Einige Anlagen besitzen deshalb spezielle längere Öffnungszeiten.

Die besten Plätze
für den Sonnenaufgang

Angkor Wat
Der Klassiker und mit Abstand bekannteste Ort für den Sonnenaufgang. Da Angkor Wat nach Westen ausgerichtet ist, geht die Sonne hinter den charakteristischen Türmen auf.

Die berühmteste Perspektive habt ihr von den beiden Wasserbecken vor dem Tempel. Bei ruhigem Wasser spiegeln sich die Türme darin – genau hier entstehen die bekannten Angkor-Wat-Sonnenaufgangsfotos.

Öffnung: ab 5:00 Uhr
Andrang: sehr hoch
Unser Tipp: deutlich vor Sonnenaufgang kommen, wenn ihr direkt am Wasser stehen möchtet.

Rund um die Tagundnachtgleichen im März und September ist der Sonnenaufgang besonders interessant: Dann erscheint die Sonne – je nach genauem Datum und Standort – nahezu direkt über beziehungsweise hinter dem zentralen Turm. Dann wird es extrem voll!

Srah Srang
Eine wesentlich ruhigere Alternative ist das große Wasserreservoir Srah Srang gegenüber von Banteay Kdei.

Hier schaut ihr über das Wasser nach Osten und könnt beobachten, wie die Sonne über dem Reservoir aufgeht. Einen großen Tempel als Silhouette bekommt ihr zwar nicht, dafür ist die Atmosphäre meist wesentlich entspannter als vor Angkor Wat.

Öffnung: ab 5:00 Uhr
Andrang: gering bis moderat
Besonders schön: bei ruhigem Wasser und leichtem Morgennebel

Phnom Bakheng
Auch der Tempelberg Phnom Bakheng öffnet bereits früh und bietet durch seine erhöhte Lage einen weiten Blick über die Landschaft von Angkor.

Bekannt ist Phnom Bakheng allerdings wesentlich stärker für den Sonnenuntergang.

Sonnenaufgang in Angkor Wat

Die besten Plätze
für den Sonnenuntergang

Phnom Bakheng
Der Tempel liegt auf einem rund 60 Meter hohen Hügel zwischen Angkor Wat und Angkor Thom. Von oben habt ihr einen weiten Blick über den Dschungel und könnt in der Ferne sogar Angkor Wat erkennen.

Öffnungszeiten: bis 19:00 Uhr
Andrang: sehr hoch

Wichtig: Die Zahl der Besucher auf der oberen Tempelplattform ist begrenzt. Wenn die maximale Besucherzahl erreicht ist, müsst ihr warten, bis andere Besucher herunterkommen.

Unser Tipp: Kommt deutlich vor Sonnenuntergang. Wer erst kurz vorher den Hügel hinaufgeht, riskiert, keinen Platz mehr auf der oberen Ebene zu bekommen.

Pre Rup
Pre Rup ist unsere Empfehlung, wenn ihr den Sonnenuntergang an einem Tempel erleben möchtet, aber keine Lust auf den großen Andrang am Phnom Bakheng habt.

Von den oberen Ebenen des Tempelbergs habt ihr einen schönen Blick über die flache Landschaft und den umliegenden Dschungel. Besonders schön ist das warme Abendlicht auf den rötlichen Ziegeln und dem Laterit des Tempels.

Öffnungszeiten: bis 19:00 Uhr
Andrang: meist deutlich geringer als am Phnom Bakheng

Unser Tipp: Wenn ihr den Grand Circuit fahrt, könnt ihr Pre Rup ans Ende eurer Runde legen und euren Tempeltag hier zum Sonnenuntergang abschließen.

Phnom Krom
Eine weitere Alternative liegt südlich von Siem Reap. Der Tempel Phnom Krom steht auf einem Hügel nahe des Tonle Sap.

Der eigentliche Höhepunkt ist hier weniger der Tempel als die Aussicht. Von oben blickt ihr über den Tonle Sap, Reisfelder und die weite Ebene rund um Siem Reap.

Gerade zum Sonnenuntergang ist die Lage wunderschön und deutlich weniger bekannt als Phnom Bakheng.

Andrang: meist gering
Besonders schön: Blick Richtung Tonle Sap

Unser Tipp

Wenn ihr nur einen Sonnenaufgang erleben möchtet, würden wir trotz der vielen Besucher Angkor Wat wählen. Die Silhouette der fünf Türme vor dem langsam heller werdenden Himmel gehört einfach zu den besonderen Erlebnissen in Angkor.

Beim Sonnenuntergang würden wir dagegen nicht zwangsläufig zum berühmten Phnom Bakheng fahren. Dort kann es sehr voll werden.

Pre Rup ist eine schöne Alternative und lässt sich außerdem perfekt mit dem Grand Circuit kombinieren.

Und denkt an die Ticketregel: Kauft ihr euren Angkor Pass für den folgenden Tag ab 16:45 Uhr, könnt ihr bereits am Vorabend in den Angkor Archaeological Park fahren und den Sonnenuntergang erleben, ohne dass dadurch euer eigentlicher Besuchstag verbraucht wird.

Angkor Tickets –
Preise, Gültigkeit & Ticketkauf

Für den Besuch der Tempelanlagen benötigt ihr den sogenannten Angkor Pass. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Ticket für Angkor Wat, sondern um den Eintrittspass für die Tempel des Angkor Archaeological Park.

Ihr könnt zwischen einem 1-Tages-, 3-Tages- und 7-Tages-Pass wählen.

Eintrittspreise 2026

1-Tages-Pass:
37 US-Dollar

3-Tages-Pass:
62 US-Dollar

7-Tages-Pass:
72 US-Dollar.

Wie lange sind die Tickets gültig?

Besonders praktisch ist, dass ihr die Besuchstage bei den Mehrtagespässen nicht direkt hintereinander nutzen müsst.

1-Tages-Pass:
1 Besuchstag

3-Tages-Pass:
3 beliebige Besuchstage innerhalb von 10 Tagen

7-Tages-Pass:
7 beliebige Besuchstage innerhalb von 30 Tagen

Beim 3-Tages-Pass könnt ihr also beispielsweise am ersten Tag den Small Circuit besuchen, am nächsten Tag eine Pause einlegen und erst danach mit dem Grand Circuit weitermachen.

Gerade bei der Hitze in Angkor ist diese Flexibilität Gold wert.

Kinder

Kinder unter 12 Jahren benötigen keinen eigenen Angkor Pass und können die Tempelanlagen kostenlos besuchen.

Ihr solltet allerdings den Reisepass des Kindes dabeihaben, da dieser als Altersnachweis verlangt werden kann.

Für bestimmte Bereiche gelten zusätzliche Altersbeschränkungen. Die steilen Treppen zum oberen Bereich von Angkor Wat dürfen beispielsweise erst ab einem Alter von 12 Jahren benutzt werden

Ticket online kaufen

Am einfachsten könnt ihr den Angkor Pass bereits vor eurem Besuch online auf der offiziellen Seite von Angkor Enterprise kaufen.

Dabei wählt ihr:

• den gewünschten Pass
• das Startdatum
• die Anzahl der Personen
• eure Nationalität

Beim 3- und 7-Tages-Pass benötigt ihr zusätzlich ein Foto von euch, das dem Ticket zugeordnet wird.

Anschließend bezahlt ihr online mit Kredit- oder Debitkarte. Das E-Ticket wird euch direkt zugeschickt und kann anschließend auf dem Smartphone gespeichert werden.

Ihr müsst das Ticket nicht ausdrucken. Das digitale Ticket beziehungsweise der QR-Code auf eurem Smartphone reicht für die Kontrollen aus.

Unser Tipp:
Speichert das Ticket zusätzlich als Screenshot auf eurem Smartphone. So könnt ihr es auch öffnen, wenn ihr zwischen den Tempeln gerade keinen Internetempfang habt.

Wichtig:
Kauft das Ticket online ausschließlich über die offizielle Webseite von Angkor Enterprise. Es gibt mittlerweile verschiedene Webseiten, die wie offizielle Ticketseiten aussehen oder Angkor-Pässe mit zusätzlichen Gebühren verkaufen.

Ticket vor Ort kaufen

Natürlich könnt ihr euren Angkor Pass auch erst in Siem Reap kaufen.

Das wichtigste Verkaufsbüro ist das Angkor Enterprise Ticket Office an der Apsara Road, etwa vier Kilometer vom Zentrum Siem Reaps entfernt.

Das Ticketbüro ist täglich ungefähr von 5:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Wenn ihr mit einem Remorque-Fahrer unterwegs seid, kennt dieser das Ticketbüro garantiert. Sagt einfach, dass ihr zuerst zum „Angkor Pass Office“ müsst.

Vor Ort werden folgende Zahlungsmittel akzeptiert: 

• US-Dollar in bar
• Kreditkarte
• Debitkarte

Für den 3- und 7-Tages-Pass wird das benötigte Foto direkt beim Ticketkauf aufgenommen. Ihr müsst also kein Passfoto mitbringen.

Neben dem großen Ticketbüro gibt es inzwischen weitere offizielle Verkaufsstellen und Self-Service-Kioske. Für den klassischen Start von Siem Reap aus ist das große Angkor Enterprise Ticket Office aber weiterhin die bekannteste Anlaufstelle.

Braucht ihr ein Passfoto?

Nein, ein klassisches Passfoto müsst ihr nicht mitbringen.

Beim 1-Tages-Pass ist überhaupt kein Foto erforderlich.

Für den 3- und 7-Tages-Pass wird dagegen ein Foto zur Identifikation benötigt.

Kauft ihr euer Ticket online, wird das Foto während des Buchungsvorgangs hochgeladen beziehungsweise aufgenommen.

Kauft ihr den Pass am offiziellen Ticketschalter, wird das Foto direkt dort gemacht.

Das Ticket ist damit personengebunden und nicht übertragbar.

Bei zwei oder drei geplanten Tempeltagen würden wir dagegen direkt zum 3-Tages-Pass greifen. Die 25 US-Dollar Aufpreis gegenüber dem 1-Tages-Pass sind gut investiert – Angkor ist schlicht viel zu groß, um alles an einem einzigen Tag sehen zu wollen.

Unser Trick:
Angkor schon am Vorabend besuchen

Wenn ihr euren 1-Tages-Pass für den folgenden Tag nach 16:45 Uhr kauft, dürft ihr bereits am selben Abend in den Angkor Archaeological Park fahren und den Sonnenuntergang anschauen.

Der eigentliche Besuchstag eures Tickets beginnt trotzdem erst am nächsten Tag.

Das bedeutet:

Ihr kauft beispielsweise am Montag nach 16:45 Uhr einen 1-Tages-Pass für Dienstag.

Am Montagabend könnt ihr damit bereits für den Sonnenuntergang in den Angkor Archaeological Park fahren.

Und am Dienstag ist das Ticket trotzdem noch den gesamten Tag gültig.

Ihr bekommt damit praktisch den Sonnenuntergang am Vorabend zusätzlich zu eurem eigentlichen Besuchstag.

Diese Regel wird von Angkor Enterprise offiziell angeboten und ist perfekt, wenn ihr nur einen 1-Tages-Pass kaufen möchtet.

Wichtig bei der Uhrzeit

Achtet wirklich auf 16:45 Uhr.

Die offizielle Regel von Angkor Enterprise besagt, dass der Pass für den folgenden Tag ab 16:45 Uhr des Vorabends bereits für den Eintritt zum Sonnenuntergang genutzt werden kann.

Kauft beziehungsweise aktiviert euer Ticket deshalb nicht versehentlich zu früh für den falschen Besuchstag.

Welchen Pass würden wir empfehlen?

Wenn ihr Angkor wirklich erleben und nicht einfach nur die drei berühmtesten Tempel abhaken möchtet, würden wir ganz klar den 3-Tages-Pass für 62 US-Dollar nehmen.

Mit drei Tagen könnt ihr eure Besuche wunderbar aufteilen:

Tag 1:
Small Circuit mit Angkor Wat, Ta Prohm und Angkor Thom

Tag 2:
Grand Circuit mit Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Neak Pean und Preah Khan

Tag 3:
Banteay Srei und weitere etwas außerhalb gelegene Tempel

Genau diese Aufteilung haben wir gewählt und fanden drei Tage für Angkor perfekt.

Was ist im Angkor Pass enthalten?

Der Angkor Pass gilt für die Tempelanlagen innerhalb des Angkor Archaeological Park und zahlreiche weitere Tempel rund um Siem Reap.

Dazu gehören unter anderem:

• Angkor Wat
• Angkor Thom
• Bayon
• Ta Prohm
• Ta Keo
• Pre Rup
• East Mebon
• Ta Som
• Neak Pean
• Preah Khan
• Banteay Srei

Nicht automatisch enthalten sind dagegen einige weiter entfernte Sehenswürdigkeiten und separate Attraktionen.

Der Phnom Kulen Nationalpark gehört beispielsweise nicht zum Angkor Pass und benötigt ein eigenes Ticket.

Ticketkontrollen

Das Ticket wird nicht nur einmal am Eingang zum Archäologischen Park kontrolliert. An den Tempeln befinden sich weitere Kontrollstellen, an denen der QR-Code jedes Mal erneut gescannt wird.

Habt ihr ein digitales Ticket, sollte euer Smartphone deshalb ausreichend geladen sein.

Wir würden zusätzlich immer einen Screenshot des Tickets speichern – falls ihr kein Netz haben solltet.

1-Tages Pass und 3-Tages Pass

Unser Tipp

Kauft den Pass nicht erst morgens kurz vor dem Sonnenaufgang.

Wenn um 4 Uhr morgens ohnehin schon der Wecker klingelt, wollt ihr nicht zusätzlich zum Ticketbüro fahren und euch dort um euren Angkor Pass kümmern.

Besorgt beziehungsweise aktiviert euer Ticket deshalb bereits am Vortag.

Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt, nutzt unbedingt die 16:45-Uhr-Regel und nehmt den Sonnenuntergang am Vorabend noch mit.

Essen & Trinken 

Für einen langen Tempeltag müsst ihr euch nicht komplett selbst verpflegen. Im Angkor Archaeological Park findet ihr an verschiedenen Stellen kleine Restaurants, Garküchen und Verkaufsstände mit Essen, Getränken und Snacks.

Direkt in den Tempeln gibt es keine Restaurants. Die Stände befinden sich außerhalb der jeweiligen Tempelanlagen, meist in der Nähe der Parkplätze und Eingänge. Viele haben bereits am frühen Morgen geöffnet.

Wir selbst sind nach dem Sonnenaufgang zunächst weiter durch den Small Circuit gefahren und haben später in Angkor Thom gefrühstückt. Rund um die großen Tempel und Parkplätze findet ihr mehrere einfache Restaurants und könnt euren Tempeltag deshalb problemlos mit einer Frühstückspause verbinden.

Preise
Essen und Getränke sind innerhalb des Angkor Parks normalerweise
teurer als in Siem Reap.
Für ein Hauptgericht solltet ihr grob mit etwa 5–10 US-Dollar rechnen. Kleine lokale Stände können günstiger sein.

Wenn ihr mehrere Tage in Angkor verbringt und etwas Geld sparen möchtet, könnt ihr euch natürlich auch Snacks oder ein kleines Frühstück aus Siem Reap mitbringen.

Getränke und Wasser
Gerade bei der Hitze solltet ihr während eines Tempeltages ausreichend trinken.

Wasser, Softdrinks, Kokosnüsse und andere kalte Getränke bekommt ihr an vielen Verkaufsständen im Park. Trotzdem würden wir morgens bereits eine große Flasche Wasser mitnehmen, damit ihr nicht erst nach einem Verkaufsstand suchen müsst.

Unterschätzt euren Wasserverbrauch nicht. Zwischen den einzelnen Tempeln seid ihr viel zu Fuß unterwegs und viele Bereiche liegen komplett in der Sonne.
Habt ihr einen Privatfahrer sollte Wasser in einer Kühlbox im Preis inklusive sein.

Praktische Tipps für euren Besuch 

Ein Tag in Angkor ist anstrengender, als man zunächst denkt. Ihr seid viel zu Fuß unterwegs, steigt immer wieder steile Treppen hinauf und verbringt einen großen Teil des Tages draußen. Mit ein wenig Vorbereitung lässt sich der Besuch aber deutlich entspannter gestalten.

Kleiderordnung

Angkor ist nicht nur eine historische Sehenswürdigkeit, sondern bis heute ein wichtiger religiöser Ort. Entsprechend respektvoll solltet ihr euch kleiden.

Grundsätzlich empfehlen wir:

• Schultern bedecken
• Knie bedecken
• keine extrem kurzen Hosen oder Röcke
• keine sehr freizügige Kleidung

Besonders streng sind die Regeln beim Aufstieg zum Bakan, der obersten Ebene von Angkor Wat. Hier werden Besucher mit unangemessener Kleidung nicht hinaufgelassen.

Ein einfach um die Schultern gelegter Schal wird nicht immer akzeptiert. Am sichersten seid ihr mit einem T-Shirt oder Oberteil, das die Schultern tatsächlich bedeckt.

Schuhe

Ihr braucht keine Wanderschuhe, aber unbedingt bequeme und möglichst rutschfeste Schuhe.

In den Tempeln erwarten euch:

• unebene Steine
• hohe Stufen
• steile Treppen
• sandige Wege
• teilweise glatte Steinflächen

Besonders die Aufstiege am Ta Keo, Baphuon, Pre Rup und zur oberen Ebene von Angkor Wat können ziemlich steil sein.

Flip-Flops sind zwar grundsätzlich möglich, für einen kompletten Tempeltag würden wir aber bequemere Schuhe wählen.

Hitze & Mittagspause

Unterschätzt die Temperaturen in Angkor nicht. Viele Tempelanlagen bieten nur wenig Schatten und gerade zwischen spätem Vormittag und Nachmittag kann es extrem heiß werden.

Wenn ihr mehrere Tage für Angkor eingeplant habt, müsst ihr nicht jeden Tag von morgens bis zum Sonnenuntergang durch die Tempel laufen.

Gerade nach einem Sonnenaufgang am Angkor Wat kann eine Mittagspause im Hotel unglaublich angenehm sein. Danach könnt ihr am Nachmittag noch einmal in den Park zurückfahren.

Der große Vorteil eines 3-Tages-Passes ist schließlich, dass ihr euch Zeit lassen könnt.

Sonnenschutz

In euren Tagesrucksack gehören:

• Sonnencreme
• Sonnenbrille
• Kopfbedeckung
• Mückenschutz
• Taschentücher
• eventuell ein kleiner Regenschirm oder Regenponcho
• Powerbank

Ein kleiner Regenschirm kann übrigens doppelt praktisch sein: während der Regenzeit gegen Regenschauer und während der Trockenzeit als Sonnenschutz.

Toiletten

Im Angkor Archaeological Park gibt es an verschiedenen Stellen öffentliche Toiletten, insbesondere in der Nähe größerer Tempelanlagen und Besucherbereiche.

Mit einem gültigen Angkor Pass können die offiziellen Toilettenanlagen im Park kostenlos genutzt werden.

Taschentücher beziehungsweise etwas Toilettenpapier und Desinfektionsgel im Tagesrucksack können trotzdem nicht schaden.

Remorque-Fahrer ist nicht automatisch ein Guide

Wenn ihr Angkor mit einer Remorque erkundet, solltet ihr zwischen Fahrer und Guide unterscheiden.

Euer Remorque-Fahrer bringt euch von Tempel zu Tempel, wartet während eures Besuchs auf euch und kennt normalerweise die klassischen Rundstrecken sehr gut.

Er ist aber nicht automatisch ein lizenzierter Angkor-Guide.

Wenn ihr ausführliche Informationen über Geschichte, Architektur, Religion und die Bedeutung einzelner Reliefs bekommen möchtet, könnt ihr zusätzlich einen offiziellen Guide buchen.

Gerade für Angkor Wat, Bayon oder Ta Prohm kann ein guter Guide sehr interessant sein, weil ihr viele Details ansonsten wahrscheinlich übersehen würdet.

Körperliche Anforderungen

Ihr müsst für Angkor kein Leistungssportler sein. Trotzdem solltet ihr nicht unterschätzen, wie viele Kilometer ihr während eines Tempeltages zurücklegt.

Hinzu kommen Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, unebene Wege und teilweise sehr steile Treppen.

Besonders anspruchsvoll sind unter anderem:

Ta Keo: sehr steile Treppen

Baphuon: längerer Aufstieg auf die oberen Ebenen

Pre Rup: steile Treppen auf den Tempelberg

Angkor Wat: steiler Aufstieg zum Bakan

Ihr müsst allerdings nicht überall hinaufsteigen. Auch von den unteren Ebenen könnt ihr die meisten Tempel hervorragend erkunden. Plant lieber etwas mehr Zeit ein und macht zwischendurch Pausen.

Temple Fatigue – weniger ist manchmal mehr

Angkor besitzt Hunderte Tempel und Ruinen. Trotzdem solltet ihr nicht versuchen, möglichst viele davon innerhalb kürzester Zeit abzuhaken.

Nach dem sechsten oder siebten Tempel sehen plötzlich alle Türme, Reliefs und Steine irgendwie ähnlich aus.

Dieses Phänomen wird unter Reisenden gerne als „Temple Fatigue“ bezeichnet.

Genau deshalb würden wir mindestens zwei, besser drei Tage für Angkor einplanen. So könnt ihr euch auf einige ausgewählte Tempel konzentrieren, zwischen den Tempeltagen etwas anderes unternehmen (z.B. am Pool entspannen) und nehmt danach die Unterschiede zwischen den einzelnen Anlagen wieder viel bewusster wahr.

Affen

Rund um einige Tempelanlagen könnt ihr Makaken begegnen.

So niedlich sie aussehen: Es sind Wildtiere.

Füttert die Affen nicht und versucht nicht, sie anzufassen. Besonders wenn Futter im Spiel ist, können Makaken ziemlich aufdringlich werden. Ihr wollt nicht gebissen werden und wegen Tollwut ins Krankenhaus.

Verstaut Essen möglichst im Rucksack und haltet etwas Abstand. Auch Sonnenbrillen, kleine Taschen oder andere lose Gegenstände können die Affen zum „Diebstahl” verführen.

Fotografieren & Drohnen

Für normale Urlaubsfotos und private Videoaufnahmen könnt ihr eure Kamera oder euer Smartphone problemlos mitnehmen.

Bei professionellen beziehungsweise kommerziellen Foto- und Filmproduktionen können dagegen Genehmigungen erforderlich sein.

Für Drohnen gelten rund um Angkor strenge Einschränkungen. Ihr solltet deshalb keinesfalls davon ausgehen, dass ihr eure Drohne einfach über den Tempelanlagen starten dürft. Für entsprechende Aufnahmen sind Genehmigungen erforderlich.

Respekt in den Tempeln

Einige Tempel Angkors werden bis heute aktiv religiös genutzt. Ihr werdet deshalb immer wieder Mönchen, betenden Einheimischen und kleinen Schreinen begegnen.

Verhaltet euch entsprechend respektvoll.

• Buddha-Statuen nicht berühren oder besteigen
• nicht auf Tempelmauern oder Reliefs klettern
• Absperrungen beachten
• religiöse Zeremonien nicht stören
• Mönche nur mit Zustimmung fotografieren
• nicht laut durch aktive Gebetsbereiche laufen

Generell gilt: Nur weil eine Ruine mehrere hundert Jahre alt ist, ist sie kein Abenteuerspielplatz.

Remorque Fahrer vor Angkor Thom

Small Circuit – die berühmtesten Tempel von Angkor

Der Small Circuit ist die klassische Tempelrunde durch Angkor und verbindet die berühmtesten Anlagen des gesamten Archäologischen Parks. Obwohl der Name „Small Circuit“ nach einer kleinen Runde klingt, könnt ihr hier problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Wir haben den Small Circuit etwas anders aufgeteilt als viele klassische Touren. Nach dem Sonnenaufgang vor Angkor Wat sind wir zunächst weitergefahren und haben uns Angkor Wat selbst für später aufgehoben.

So konnten wir einige der anderen Tempel am Morgen besuchen und sind erst später ausführlich durch Angkor Wat gelaufen.

Angkor Wat

Angkor Wat ist der bekannteste Tempel Kambodschas und das Wahrzeichen des Landes. Die gewaltige Anlage wurde im frühen 12. Jahrhundert unter König Suryavarman II. errichtet und war ursprünglich dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet. Später entwickelte sich Angkor Wat zu einem buddhistischen Heiligtum und wird bis heute religiös genutzt.

Der Tempel ist von einem fast 200 Meter breiten Wassergraben umgeben. Im Zentrum erheben sich die berühmten fünf Türme, die den heiligen Berg Meru aus der hinduistischen Mythologie symbolisieren.

Besonders sehenswert sind die langen Galerien mit ihren hervorragend erhaltenen Basreliefs. Sie zeigen unter anderem Szenen aus hinduistischen Epen, historische Schlachten und das berühmte Quirlen des Milchozeans.

Angkor Wat ist außerdem der einzige große Tempel Angkors, dessen Haupteingang nach Westen ausgerichtet ist. Warum, ist nicht abschließend geklärt. Eine häufige Erklärung ist die Verbindung Vishnus mit dem Westen; außerdem wird diskutiert, ob der Tempel zusätzlich als Grabtempel Suryavarmans II. gedacht war.

Highlights
• fünf charakteristische Tempeltürme
• riesiger Wassergraben
• umfangreiche Basreliefs
• Quirlen des Milchozeans
• obere Tempelterrasse Bakan
• berühmter Sonnenaufgang
• Nationalsymbol auf der kambodschanischen Flagge

Öffnungszeiten
Täglich 5:00–17:30 Uhr.

Eintritt
Im Angkor Pass enthalten.

 

Unsere Tipps

Für den berühmten Sonnenaufgang solltet ihr deutlich vor Sonnenaufgang vor Ort sein. Die bekannten Fotopositionen befinden sich an den Wasserbecken vor dem Tempel und füllen sich schnell. Wir fanden den Blick von der linken Bibliothek sehr schön!

Für den Aufstieg zum Bakan gelten strengere Kleidungsregeln. Schultern und Knie müssen bedeckt sein.

Ta Prohm

Ta Prohm ist einer der bekanntesten und fotogensten Tempel Angkors. Riesige Baumwurzeln wachsen über Mauern, Innenhöfe und Türme und verleihen der Anlage ihr charakteristisches Aussehen.

Errichtet wurde der Tempel ab 1186 unter König Jayavarman VII. als buddhistisches Kloster und seiner Mutter gewidmet. Inschriften belegen, dass Ta Prohm zu seiner Blütezeit ein bedeutendes religiöses Zentrum war, dem Tausende Menschen zugeordnet waren.

Bei der Restaurierung wurde bewusst darauf verzichtet, sämtliche Bäume zu entfernen. Dadurch blieb die besondere Verbindung zwischen Dschungel und Tempel erhalten.

International bekannt wurde Ta Prohm zusätzlich als Drehort des Films „Lara Croft: Tomb Raider“.

Highlights
• riesige Baumwurzeln
• verwinkelte Galerien und Innenhöfe
• berühmte Tomb-Raider-Drehorte

Öffnungszeiten
Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

Eintritt
Im Angkor Pass enthalten.

Anreise
Ta Prohm liegt rund 8 Kilometer nordöstlich von Angkor Wat und gehört zum klassischen Small Circuit. Mit Remorque oder Roller erreicht ihr den Tempel problemlos über die Rundstrecke.

 

Unser Tipp

    Besucht Ta Prohm möglichst früh am Morgen. Der Tempel gehört neben Angkor Wat und Bayon zu den meistbesuchten Anlagen Angkors und kann im Laufe des Tages entsprechend voll werden. Morgens seit ihr aber nich fast alleine und dadurch mehr im „Entdecker-Modus”

     

    Ta Keo

    Ta Keo ist ein gewaltiger fünfstufiger Tempelberg aus der Zeit um das Jahr 1000. Er wurde unter Jayavarman V. begonnen und war dem hinduistischen Gott Shiva gewidmet.

    Architektonisch ist Ta Keo besonders interessant, weil er zu den ersten großen Tempeln Angkors gehört, die vollständig aus Sandstein errichtet wurden.

    Trotz seiner Größe wirkt der Tempel ungewöhnlich schlicht. Viele der sonst für die Khmer-Architektur typischen Reliefs und Verzierungen fehlen, da Ta Keo nie vollständig fertiggestellt wurde.

    Warum die Bauarbeiten eingestellt wurden, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

    Highlights
    • fünfstufiger Tempelberg
    • frühe Sandsteinarchitektur
    • extrem steile Treppen
    • Aussicht von der oberen Ebene

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Ta Keo liegt zwischen Ta Prohm und Angkor Thom und lässt sich deshalb hervorragend in den Small Circuit integrieren.

    Angkor Thom

    Angkor Thom ist kein einzelner Tempel, sondern die letzte große Hauptstadt des Khmer-Reiches.

    König Jayavarman VII. ließ die befestigte Stadt Ende des 12. Jahrhunderts errichten. Sie umfasst rund neun Quadratkilometer und ist von einer etwa acht Meter hohen Mauer sowie einem breiten Wassergraben umgeben.

    Monumentale Stadttore führen in das Innere. Im Zentrum steht der Bayon. Rundherum befinden sich weitere bedeutende Bauwerke wie Baphuon, die Terrasse der Elefanten und die Terrasse des Lepra-Königs.

    South Gate

    Das South Gate ist der bekannteste Zugang nach Angkor Thom. Das monumentale Tor wird von einem Turm mit vier riesigen Gesichtern gekrönt.

    Besonders beeindruckend ist die Zufahrt über den Wassergraben. Auf beiden Seiten stehen Reihen von Göttern und Dämonen, die an einer riesigen Naga ziehen. Die Darstellung bezieht sich auf die hinduistische Legende vom Quirlen des Milchozeans.

    Highlights
    • monumentales Stadttor
    • vier riesige Gesichter
    • Brücke über den Wassergraben
    • 54 Götter und 54 Dämonen

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Das South Gate liegt etwa 1,5 Kilometer nördlich von Angkor Wat und ist der klassische Zugang nach Angkor Thom.

    Unser Tipp
    Steigt vor dem Tor aus und geht zumindest einen Teil der Brücke zu Fuß. Aus dem Remorque oder vom Roller aus übersieht man viele Details der Figuren.

    Südtor Angkor Thom

    Bayon

    Der Bayon steht genau im Zentrum von Angkor Thom und gehört zu den außergewöhnlichsten Tempeln Angkors.

    Errichtet wurde er Ende des 12. beziehungsweise Anfang des 13. Jahrhunderts unter Jayavarman VII. als buddhistischer Staatstempel.

    Berühmt ist der Bayon für seine zahlreichen Türme mit riesigen lächelnden Steingesichtern. Ursprünglich besaß der Tempel vermutlich 49 Türme, wobei die genaue Zahl und Interpretation der Gesichter bis heute diskutiert wird.

    Mindestens genauso interessant sind die umfangreichen Basreliefs. Neben Schlachten und historischen Ereignissen zeigen sie ungewöhnlich viele Szenen aus dem Alltag der Khmer – darunter Märkte, Fischer, Tiere und gewöhnliche Menschen.

    Highlights
    • berühmte Gesichtertürme
    • buddhistischer Staatstempel
    • außergewöhnliche Basreliefs
    • Alltagsszenen aus dem Khmer-Reich
    • zentrale Lage in Angkor Thom

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Vom South Gate führt die Straße rund 1,5 Kilometer direkt zum Bayon.

    Unser Tipp
    Nehmt euch Zeit für die Reliefgalerien auf der unteren Ebene. Die berühmten Gesichter bekommen verständlicherweise die meiste Aufmerksamkeit, aber gerade die Darstellungen des alltäglichen Lebens machen den Bayon historisch besonders spannend.

    Baphuon

    Der Baphuon liegt unmittelbar nordwestlich des Bayon und wurde bereits im 11. Jahrhundert unter Udayadityavarman II. errichtet.

    Der ursprünglich hinduistische Tempel war Shiva gewidmet und als gewaltiger Tempelberg konzipiert, der den heiligen Berg Meru darstellen sollte.

    Auf der Westseite befindet sich außerdem ein riesiger liegender Buddha, der erst mehrere Jahrhunderte später aus Teilen der bestehenden Tempelanlage geschaffen wurde.

    Bemerkenswert ist auch die Restaurierungsgeschichte: Der Baphuon wurde im 20. Jahrhundert in Hunderttausende Einzelsteine zerlegt, um ihn anschließend wieder aufzubauen. Durch den kambodschanischen Bürgerkrieg und die Herrschaft der Roten Khmer gingen jedoch wichtige Aufzeichnungen verloren. Seine Rekonstruktion wurde dadurch zu einem gigantischen Puzzle und dauerte Jahrzehnte.

    Highlights
    • monumentaler Tempelberg
    • langer erhöhter Zugang
    • liegender Buddha
    • Aussicht von den oberen Ebenen
    • außergewöhnliche Restaurierungsgeschichte

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Vom Bayon erreicht ihr den Baphuon in wenigen Minuten zu Fuß.

    Bayon

    Terrasse der Elefanten

    Die rund 350 Meter lange Terrasse der Elefanten gehörte zum königlichen Bereich von Angkor Thom.

    Von der erhöhten Plattform blickte der König vermutlich auf Prozessionen, Zeremonien und militärische Paraden auf dem großen Platz vor dem Palastgelände.

    Ihren heutigen Namen verdankt die Terrasse den zahlreichen Elefantenreliefs und dreidimensional gearbeiteten Elefantenköpfen entlang ihrer Mauern.

    Highlights
    • rund 350 Meter lange Terrasse
    • Elefantenreliefs
    • ehemalige königliche Tribüne
    • Blick über den großen Zeremonialplatz

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Die Terrasse liegt nördlich des Bayon und direkt am ehemaligen königlichen Palastbereich.

    Unser Tipp
    Lauft auch unten an der Terrasse entlang. Von dort erkennt ihr die Elefanten und Reliefs wesentlich besser als von der oberen Plattform.

    Terrasse des Lepra-Königs

    Direkt nördlich der Elefantenterrasse befindet sich die Terrasse des Lepra-Königs.

    Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt sie einer dort gefundenen Statue. Aufgrund ihrer verwitterten Oberfläche glaubte man früher, sie stelle einen an Lepra erkrankten Herrscher dar. Heute wird die Figur eher mit Yama, dem hinduistischen Gott des Todes, in Verbindung gebracht.

    Besonders sehenswert sind die dicht mit Figuren bedeckten Reliefwände. In einem schmalen Korridor zwischen zwei Mauern könnt ihr mehrere Ebenen mit Darstellungen von Gottheiten, Nagas und mythologischen Wesen entdecken.

    Highlights
    • hervorragend erhaltene Reliefs
    • versteckter Korridor zwischen den Mauern
    • mythologische Figuren
    • geheimnisvolle Statue des Lepra-Königs

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Direkt neben der Terrasse der Elefanten.

    Elefanten-Terrasse

    Grand Circuit – die ruhigeren Tempel von Angkor

    Der Grand Circuit ist die größere der beiden klassischen Tempelrunden von Angkor. Die Strecke führt weiter nach Osten und Norden und verbindet mehrere Tempel, die häufig deutlich ruhiger sind als Angkor Wat, Ta Prohm oder Bayon.

    Gerade wenn ihr einen 3-Tages-Pass habt, würden wir den Grand Circuit als eigenen Tag einplanen. Dadurch habt ihr genügend Zeit, die einzelnen Anlagen zu erkunden, ohne nach dem Small Circuit noch weitere Tempel „abhaken“ zu müssen.

    Zu den wichtigsten Stationen gehören Pre Rup, East Mebon, Ta Som, Neak Pean und Preah Khan.

    Für den Grand Circuit solltet ihr etwa 5–7 Stunden einplanen.
    Ein Start zwischen 7 und 8 Uhr morgens reicht aus.
    Ich habe mit Pre Rup angefangen und bin gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Pre Rup eignet sich aber auch gut als Abschluss zum Sonnenuntergang.

    Pre Rup

    Pre Rup wurde im Jahr 961 unter König Rajendravarman II. errichtet und war dem hinduistischen Gott Shiva gewidmet. Der mehrstufige Tempelberg aus Ziegeln, Laterit und Sandstein gehört zu den bedeutendsten Bauwerken des 10. Jahrhunderts in Angkor.

    Wie viele große Khmer-Tempel symbolisiert auch Pre Rup den heiligen Berg Meru, der in der hinduistischen Mythologie als Zentrum des Universums gilt.

    Besonders auffällig ist die warme rötlich-orange Farbe der Ziegel und des Laterits. Vor allem im Morgen- und Abendlicht bekommt die Anlage dadurch eine wunderschöne Färbung.

    Über mehrere steile Treppen könnt ihr bis auf die oberen Ebenen hinaufsteigen und habt von dort einen weiten Blick über die flache Landschaft rund um Angkor.

    Der Name „Pre Rup“ bedeutet sinngemäß „den Körper wenden“. Deshalb wurde der Tempel lange mit hinduistischen Bestattungsritualen in Verbindung gebracht. Ob Pre Rup tatsächlich als königlicher Kremationstempel genutzt wurde, ist historisch allerdings nicht eindeutig belegt.

    Highlights
    • Tempelberg aus Ziegel, Laterit und Sandstein
    • fünf Türme auf der oberen Ebene
    • klassische Mount-Meru-Symbolik
    • schöne Aussicht über die Umgebung
    • besonders schöne Farben im warmen Licht

    Öffnungszeiten
    Täglich etwa 7:30–19:00 Uhr.

    Eintritt
    Im Angkor Pass enthalten.

    Anreise
    Pre Rup liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Siem Reap und gehört zum Grand Circuit. Mit Remorque oder Roller erreicht ihr den Tempel problemlos über die große Rundstrecke.

    Unser Tipp

      Besucht Ta Prohm möglichst früh am Morgen. Der Tempel gehört neben Angkor Wat und Bayon zu den meistbesuchten Anlagen Angkors und kann im Laufe des Tages entsprechend voll werden. Morgens seit ihr aber nich fast alleine und dadurch mehr im „Entdecker-Modus”

       

      East Mebon

      East Mebon sieht heute aus wie ein gewöhnlicher Tempel mitten in der Landschaft. Zur Zeit seiner Errichtung bot sich hier allerdings ein vollkommen anderes Bild.

      König Rajendravarman II. ließ den Tempel im Jahr 952 errichten. Damals stand East Mebon auf einer künstlichen Insel mitten im gewaltigen East Baray, einem Wasserreservoir von ungefähr sieben Kilometern Länge und knapp zwei Kilometern Breite.

      Der Tempel war ursprünglich nur mit dem Boot erreichbar.

      Heute ist der East Baray weitgehend ausgetrocknet und die ehemalige Insel von Land umgeben. Gerade deshalb ist East Mebon ein spannender Ort, um die Dimensionen des ausgeklügelten Wassersystems von Angkor zu verstehen.

      Die mehrstufige Anlage besteht aus Laterit, Ziegel und Sandstein. Besonders bekannt sind die gut erhaltenen Elefantenskulpturen, die an den Ecken der verschiedenen Ebenen stehen.

      Highlights
      • Lage im früheren East Baray
      • gut erhaltene Elefantenskulpturen
      • Ziegeltürme
      • wichtiger Einblick in Angkors Wassersystem

      Öffnungszeiten
      Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      East Mebon liegt nur wenige Kilometer nördlich von Pre Rup und ist eine der nächsten klassischen Stationen auf dem Grand Circuit.

       

      Ta Som

      Ta Som gehört zu den kleineren Tempeln des Grand Circuit und wird von vielen Besuchern relativ schnell durchlaufen. Dabei besitzt die Anlage gerade wegen ihrer überschaubaren Größe eine wunderschöne Atmosphäre.

      Der buddhistische Tempel wurde Ende des 12. Jahrhunderts unter Jayavarman VII. errichtet und vermutlich seinem Vater gewidmet.

      Wie bei anderen Bauwerken dieses Königs führen Tore mit großen Gesichtern in die Tempelanlage.

      Das bekannteste Fotomotiv findet ihr am östlichen Gopura: Eine mächtige Würgefeige hat das Tor nahezu vollständig umschlossen. Dadurch erinnert Ta Som ein wenig an eine kleinere und wesentlich ruhigere Version von Ta Prohm.

      Highlights
      • von Baumwurzeln überwachsenes Osttor
      • Gesichtertürme
      • buddhistische Tempelanlage
      • kompakte Größe
      • häufig deutlich weniger Besucher

      Öffnungszeiten
      Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      Ta Som liegt nördlich von East Mebon direkt an der Route des Grand Circuit.

      Unser Tipp

      Lauft unbedingt bis zum östlichen Ausgang durch. Das berühmte von Baumwurzeln umschlossene Tor liegt auf der gegenüberliegenden Seite und ihr verpasst es, wenn ihr nur den vorderen Teil des Tempels anschaut. 

      Meine Meinung

      Für mich einer der schönsten Tempel des Tages. Wunderschöne, ruhige Anlage. Die Köpfe wie in Bayon, die Gänge und Baumwurzeln wie in Ta Prohm. Und alles ohne vielel Besucher

      Neak Pean

      Neak Pean unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Tempeln Angkors. Statt eines großen Tempelkomplexes erwartet euch hier ein kleines Heiligtum auf einer künstlichen Insel.

      Der Tempel wurde Ende des 12. Jahrhunderts unter Jayavarman VII. errichtet und gehörte zum riesigen Jayatataka Baray.

      Über einen langen Holzsteg gelangt ihr heute über das Wasser zur Tempelanlage. Im Zentrum befindet sich ein großes quadratisches Becken mit einer kleinen Insel und einem Heiligtum.

      Neak Pean wird häufig mit Heilung und ritueller Reinigung in Verbindung gebracht. Rund um das zentrale Becken liegen vier kleinere Wasserbecken. Wasser wurde durch kunstvoll gestaltete Auslässe zwischen den Becken geleitet.

      Der Name Neak Pean bedeutet ungefähr „die verschlungenen Schlangen“ und bezieht sich auf zwei Nagas, die sich um die Basis der zentralen Insel winden.

      Highlights
      • künstliche Tempelinsel
      • langer Holzsteg über das Wasser
      • zentrales Wasserheiligtum
      • ungewöhnliche Architektur
      • Naga-Skulpturen

      Öffnungszeiten
      Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      Neak Pean liegt westlich von Ta Som. Vom Parkplatz führt ein etwa 300 Meter langer Holzsteg über das ehemalige Wasserreservoir zum Tempel

      Unser Tipp

      Hier ist tatsächlich schon der Weg Teil des Highlights. Besonders wenn der Baray nach der Regenzeit gut gefüllt ist, bietet der lange Steg über das Wasser eine völlig andere Kulisse als die übrigen Tempel Angkors. Die Anlage selber fand ich nicht so spannend.

      Preah Khan

      Preah Khan gehört zu den größten und spannendsten Tempelanlagen des Grand Circuit. König Jayavarman VII. ließ den buddhistischen Komplex Ende des 12. Jahrhunderts errichten und widmete ihn seinem Vater.

      Der Name bedeutet „Heiliges Schwert“.

      Preah Khan war weit mehr als ein einzelner Tempel. Die Anlage diente gleichzeitig als religiöses Zentrum und buddhistisches Kloster. Eine berühmte Inschrift nennt Tausende Menschen, die mit dem Komplex verbunden waren.

      Heute könnt ihr durch ein Labyrinth aus langen Galerien, Innenhöfen, Türmen und teilweise eingestürzten Gebäuden laufen. An einigen Stellen wachsen – ähnlich wie bei Ta Prohm – große Bäume direkt über den Mauern.

      Besonders interessant ist außerdem ein ungewöhnliches zweistöckiges Gebäude mit runden Säulen. Seine Architektur unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Gebäuden Angkors. Wofür es ursprünglich genutzt wurde, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

      Preah Khan besitzt zudem mehrere monumentale Eingangstore. Die Zugänge werden von langen Balustraden mit Göttern und Dämonen flankiert, die – ähnlich wie am South Gate von Angkor Thom – eine Naga halten.

      Highlights
      • einer der größten Tempelkomplexe Angkors
      • lange Galerien und Innenhöfe
      • Baumwurzeln auf den Ruinen
      • ungewöhnliches zweistöckiges Säulengebäude
      • monumentale Eingangstore
      • deutlich ruhiger als Ta Prohm

      Öffnungszeiten
      Täglich etwa 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      Preah Khan liegt nördlich von Angkor Thom und bildet für viele Besucher den letzten großen Tempel des Grand Circuit.

      Unser Tipp

      Plant für Preah Khan mehr Zeit ein als für die anderen Tempel des Grand Circuit. Die Anlage ist riesig und macht gerade deshalb Spaß, weil ihr durch die verschiedenen Galerien und Innenhöfe laufen könnt.

      Wenn ihr Ta Prohm faszinierend findet, euch dort aber zu viele Besucher unterwegs sind, könnte euch Preah Khan sogar noch besser gefallen.

      Banteay Srei und Banteay Samre

      Wenn ihr drei Tage für Angkor eingeplant habt, lohnt es sich, am dritten Tag die klassischen Rundwege zu verlassen. Besonders Banteay Srei und Banteay Samré lassen sich hervorragend miteinander kombinieren.

      Banteay Srei liegt deutlich weiter außerhalb und unterscheidet sich mit seinem roten Sandstein und den unglaublich filigranen Reliefs deutlich von den großen Tempelanlagen rund um Angkor Wat. Banteay Samré liegt auf dem Rückweg Richtung Angkor und wird wesentlich seltener besucht.

      Für beide Tempel zusammen solltet ihr inklusive Anfahrt etwa einen halben Tag einplanen. Banteay Srei lässt sich gut mit einem Ausflug in den Phnom Kulen NP verbidnen.

      Banteay Srei

      Banteay Srei gehört für mich zu den außergewöhnlichsten Tempeln rund um Angkor. Die Anlage ist wesentlich kleiner als Angkor Wat oder Bayon, besitzt dafür aber einige der feinsten und am besten erhaltenen Steinreliefs der gesamten Angkor-Region.

      Der hinduistische Tempel wurde im 10. Jahrhundert errichtet und im Jahr 967 geweiht. Damit ist Banteay Srei deutlich älter als Angkor Wat, Ta Prohm oder die Tempel von Angkor Thom.

      Eine weitere Besonderheit: Banteay Srei ist einer der wenigen bedeutenden Tempel Angkors, der nicht von einem König erbaut wurde. Seine Errichtung wird Yajnavaraha und Vishnukumara zugeschrieben, zwei hochrangigen Persönlichkeiten am königlichen Hof. Der Tempel war hauptsächlich dem hinduistischen Gott Shiva gewidmet.

      Besonders auffällig ist der verwendete rötliche Sandstein. Das relativ feinkörnige Material ließ sich besonders präzise bearbeiten und ermöglichte die außergewöhnlich detaillierten Reliefs, für die Banteay Srei heute berühmt ist.

      Fast jede Tür, jeder Giebel und jeder Türsturz ist mit filigranen Darstellungen hinduistischer Gottheiten, Fabelwesen und Szenen aus der indischen Mythologie verziert.

      Der heutige Name Banteay Srei wird meist mit „Zitadelle der Frauen“ oder „Festung der Frauen“ übersetzt. Der Name entstand allerdings erst wesentlich später und war nicht die ursprüngliche Bezeichnung des Tempels.

      Highlights
      • außergewöhnlich filigrane Steinreliefs
      • charakteristischer rötlicher Sandstein
      • hinduistische Darstellungen und Gottheiten
      • einer der kunstvollsten Tempel Angkors

      Öffnungszeiten
      Täglich 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      Banteay Srei liegt rund 25 Kilometer nordöstlich der Haupttempel von Angkor und etwa 35 Kilometer von Siem Reap entfernt.

      Mit Remorque oder Roller solltet ihr für die Fahrt von Siem Reap ungefähr 45–60 Minuten einplanen.

      Zeit einplanen
      Etwa 1–1,5 Stunden.

       

      Banteay Samré

      Banteay Samré gehört zu den Tempeln Angkors, die viele Besucher bei ihrer Rundreise komplett auslassen. Gerade deshalb ist die Anlage eine schöne Ergänzung zu den wesentlich bekannteren Tempeln.

      Der hinduistische Tempel entstand im 12. Jahrhundert während der Regierungszeit Suryavarmans II., also ungefähr zur gleichen Zeit wie Angkor Wat.

      Das erkennt ihr auch an der Architektur. Banteay Samré wurde im klassischen Angkor-Wat-Stil errichtet und besitzt einen zentralen Tempelturm, mehrere Galerien, hohe Mauern und lange gepflasterte Zugänge.

      Besonders sehenswert sind die gut erhaltenen Reliefs und Giebeldarstellungen. Sie zeigen Szenen aus der hinduistischen Mythologie und teilweise auch buddhistische Motive.

      Der Name des Tempels geht auf die Samré, eine Bevölkerungsgruppe der Region, zurück.

      Highlights
      • Architektur im Angkor-Wat-Stil
      • gut erhaltene Tempelanlage
      • hinduistische und buddhistische Reliefs
      • hohe Umfassungsmauern
      • lange gepflasterte Zugänge
      • häufig deutlich weniger Besucher

      Öffnungszeiten
      Täglich 7:30–17:30 Uhr.

      Eintritt
      Im Angkor Pass enthalten.

      Anreise
      Banteay Samré liegt östlich des eigentlichen Angkor-Komplexes und lässt sich hervorragend auf dem Hin- oder Rückweg von Banteay Srei besuchen.

      Unser Tipp

        Schaut euch hier vor allem die Giebel und Türstürze genau an. Banteay Srei beeindruckt weniger durch seine Größe als durch seine Details.

        Wenn ihr zusätzlich den Phnom Kulen Nationalpark besuchen möchtet, könnt ihr Banteay Srei aufgrund seiner Lage gut mit diesem Ausflug verbinden. Beachtet allerdings, dass Phnom Kulen nicht im normalen Angkor Pass enthalten ist.

         

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