Kanchanaburi

Mehr als eine alte Brücke

Kanchanaburi gehört für Tom zu den größten Überraschungen unserer Thailand-Reise. Viele kennen die Stadt, wenn überhaupt,  nur wegen der berühmten Brücke am River Kwai. Tatsächlich erwarten dich hier aber beeindruckende Tempel, Wasserfälle, Nachtmärkte und einige der schönsten Naturerlebnisse Zentral-Thailands.

Gleichzeitig geht es deutlich entspannter zu als in Bangkok oder Chiang Mai. Und eines der stylischsten Cafés Thailands gibt’s auch. Ohne den ganzen Hype wie in Chiang Mai oder Chiang Rai …

Brücke am River Kwai

Die Brücke über den River Kwai zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Thailands. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs als Teil der berüchtigten Thailand-Burma-Eisenbahn errichtet und erinnert heute an eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte.
Öfgfnungszeiten:
Rund um die Uhr frei zugänglich.
Eintritt:
Kostenlos.
Anreise:
Vom Stadtzentrum mit Grab, Tuk Tuk oder sogar zu Fuß erreichbar.
Unser Tipp:
Lauft einmal komplett über die Brücke und beobachtet den Zug, wenn er langsam darüber fährt. Auf der Brücke gibt es „Erker” in dennne man gefahrlos stehen kann.

    Zugfahrplan: Death Railway

    Aus Bangkok kommend
    Ankunft in Kanchanaburi
    06:02, 10:20, 16:19 Uhr
    von Ost nach West über die Brücke
    (Der Zug kommt euch von vom Bahnhof aus über die Brücke entgegen)

    Aus Nam Tok kommend
    Ankunft in Kanchanaburi
    07:03, 14:40, 17:26 Uhr
    von West nach Ost über die Brücke
    (Der Zug kommt euch von der Bahnhofseite aus eüber die Brücke ntgegen)

    Die aktuellen Fahrzeiten gibt es hier.

    Hinweis zu den Zeiten:
    Die Züge auf dieser eingleisigen Strecke haben fast immer Verspätung. Häufig 30 bis 60 Minuten. „Unser” Zug kam statt um 17:26 erst um 18:15. Also gerade noch rechtzeitig, bevor es dunkel wurde.

    Unser Tipp:
    Ist der Zug um 17:26 einigermaßen pünktlich, (bei uns war 18:15 gerade noch ok) ist das eine tolle Zeit für Fotos, da hinter dem ankommenden Zug die Sonne untergeht.

    Death Railway Museum

    Death Railway Museum

    Das moderne Museum erzählt die Geschichte der berüchtigten Thailand-Burma-Eisenbahn, auch als Death Railway bekannt. Auf mehreren Etagen dokumentieren Fotos, Originalgegenstände, Karten, Zeitzeugenberichte und Modelle den Bau der Strecke sowie das Schicksal der alliierten Kriegsgefangenen und der asiatischen Zwangsarbeiter.

    Die Ausstellung ist sehr informativ, modern gestaltet und auch für Besucher ohne Vorkenntnisse leicht verständlich. 
    Öffnungszeiten:
    täglich 09:00–16:30 Uhr.
    Eintritt:
    Erwachsene: 160 THB
    Kinder (7–12 Jahre): 80 THB
    Anreise:
    Das Museum liegt direkt im Stadtzentrum von Kanchanaburi und ist bequem mit Grab, Bolt, Tuk Tuk oder Fahrrad erreichbar.

    Kanchanaburi War Cemetery

    Direkt nebenan befindet sich der größte Soldatenfriedhof Kanchanaburis. Hier ruhen fast 7.000 alliierte Kriegsgefangene, die während des Baus der Thailand-Burma-Eisenbahn ums Leben kamen. Die gepflegte Anlage ist ein stiller Ort des Gedenkens und vermittelt eindrucksvoll das Ausmaß der menschlichen Tragödie.
    Öffnungszeiten:
    Täglich 08:00–17:00 Uhr.
    Eintritt:
    Kostenlos.

    Bitte verhalte dich respektvoll und ruhig. Es handelt sich um einen aktiven Gedenkort und nicht um eine klassische Touristenattraktion. Viele Besucher legen hier nach dem Museumsbesuch eine kurze Pause ein, um das Gesehene wirken zu lassen.

    Kanchanaburi War Cemetery

    Erawan Nationalpark

    Der Erawan Nationalpark zählt für uns zu den schönsten Nationalparks Thailands und ist einer der Hauptgründe, überhaupt nach Kanchanaburi zu reisen. Berühmt ist der Park vor allem für seinen siebenstufigen Wasserfall, dessen türkisfarbene Naturpools zu den schönsten des Landes gehören. Der Name „Erawan“ stammt vom dreiköpfigen weißen Elefanten aus der hinduistischen Mythologie, dessen Kopf die oberste Wasserfallstufe erinnern soll.

    Der Weg führt durch dichten Dschungel immer weiter bergauf. Jede der sieben Stufen besitzt ihren eigenen Charakter: Während die unteren Ebenen leicht erreichbar sind und zum Baden einladen, werden die Wege nach oben zunehmend steiler und anspruchsvoller. Belohnt wird man mit immer ruhigeren Naturpools, spektakulären Ausblicken und deutlich weniger Besuchern.

    Highlights:

    • Sieben Wasserfallstufen mit türkisfarbenen Naturpools
    • Baden im glasklaren Wasser
    • Dschungelwanderung durch tropischen Regenwald
    • Zahlreiche Fotospots
    • Tierbeobachtungen mit etwas Glück (Affen, Vögel und Warane)

    Öffnungszeiten:
    Täglich 08:00–16:30 Uhr. Der Zugang zum Wanderweg ist nur bis etwa 15:30 Uhr möglich.

    Eintritt:
    Erwachsene: 300 THB
    Kinder: 200 THB

    Anreise:
    Der Nationalpark liegt etwa 70 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi. Mit dem Auto oder Roller dauert die Fahrt rund 1,5 Stunden. Alternativ fahren regelmäßig Linienbusse vom Busbahnhof in Kanchanaburi direkt bis zum Parkeingang. Achtet aber auf die letzte Abfahrt zurück!

    Erawan National Park

    Unsere Tipps

    Die beste Zeit für den Wasserfall:
    Kommt möglichst direkt zur Öffnung um 8 Uhr, oder zumindest so früh wie möglich. Zwischen 10 und 14 Uhr wird es – besonders an Wochenenden – deutlich voller. Packt Badesachen, ausreichend Wasser und festes Schuhwerk ein. Für die oberen Wasserfallstufen solltet ihr trittsicher sein, denn einige Abschnitte sind rutschig und steil.

    Der Flaschen-Pfand:
    Ab Ebene 2 (manchmal direkt am Haupteingang) darf kein Essen mehr mitgenommen werden. Plastikflaschen hingegen darfst du mitnehmen, musst aber pro Flasche ein kleines Pfand von 20 THB hinterlegen. Die Flasche bekommt einen wasserfesten Sticker mit einer Nummer verpasst. Wenn du den Park verlässt und die Flasche am Checkpoint wieder vorzeigst, bekommst du dein Geld zurück. Wer die Flasche verliert, ist das Geld los – so wird Müllmengen im Dschungel effektiv vorgebeugt.

    Die Schwimmwesten-Pflicht:
    Das ist eine relativ strikte Sicherheitsregel der Ranger vor Ort. Wenn du in den Becken der verschiedenen Ebenen baden gehen möchtest, ist das Tragen einer Schwimmweste verpflichtend – selbst wenn man ein exzellenter Schwimmer ist oder das Wasser an einigen Stellen flach wirkt. Die Westen werden von den Rangern im Park kontrolliert und können direkt im Park für eine kleine Gebühr (ebenfalls ca. 20 THB) ausgeliehen werden.

    Der Samstags-Markt: Kanchanaburi Walking Street
    (Song Kwai Night Market)

    Der Samstagsmarkt direkt am Fluss gehört zu unseren Lieblingsorten in Kanchanaburi. Anders als viele bekannte Nachtmärkte in Thailand ist er deutlich entspannter und wird auch viel von Einheimischen besucht. Entlang der Uferpromenade und des Skywalks reihen sich unfassbar viele Streetfood-Stände, kleine Kunsthandwerksläden, Live-Musik und regionale Spezialitäten aneinander. Besonders zum Sonnenuntergang herrscht hier eine tolle Atmosphäre mit Blick auf den Fluss.

    Highlights:

    • Streetfood ohne Ende!
    • Kunsthandwerk und lokale Produkte
    • Live-Musik
    • Schöne Promenade am Fluss
    • Viele Einheimische statt Massentourismus

    Öffnungszeiten:
    Samstag von 18:00 bis 22:00 Uhr.

    Anreise:
    Der Markt liegt direkt an der Uferpromenade im Stadtzentrum und ist mit Grab, Bolt oder Roller bequem erreichbar.

     

    Unsere Tipps

    Kommt kurz vor Sonnenuntergang. Die Stimmung direkt am Fluß hat uns wirklich gut gefallen. 

    Probiert unbedingt die frittierten Pilze. So lecker!

    Giant Rain Tree – Monkey Pod Tree

    Etwa 20 Minuten außerhalb von Kanchanaburi steht einer der beeindruckendsten Bäume Thailands. Die gewaltige Baumkrone hat einen Durchmesser von über 50 Metern und spendet Schatten auf einer riesigen Fläche. Holzstege führen direkt unter das Blätterdach und machen den Baum zu einem beliebten Fotomotiv.
    Kein Pflichtstopp, aber wenn man dran vorbeikommt kann man kurz halten.

    Somboon Legacy Elephant Sanctuary

    Das Somboon Legacy Elephant Sanctuary war für uns eines der schönsten Erlebnisse unserer gesamten Thailand-Reise. Anders als viele Elefantencamps verfolgt die Stiftung ein konsequentes Hands-off-Konzept. Die Elefanten werden weder geritten, gefüttert noch gebadet oder für Fotos positioniert. Stattdessen beobachtest du die Tiere aus respektvoller Entfernung in ihrer natürlichen Umgebung und erfährst viel über ihre Geschichte und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen.

    Highlights:

    • Ethisches Hands-off-Konzept
    • Gerettete Elefanten in natürlicher Umgebung
    • Spannende Einblicke in den Elefantenschutz
    • Kleine Besuchergruppen

    Öffnungszeiten:
    Täglich 09:00–16:00 Uhr. Besuche sind ausschließlich im Rahmen geführter Programme möglich.

    Eintritt:
    Je nach Halb- oder Ganztagesprogramm.

    Anreise:
    Das Sanctuary liegt im Sai-Yok-Distrikt. Die Anreise erfolgt meist über den angebotenen Transfer oder mit einem Mietwagen.

    Seit 2026 befindet sich das Sanctuary an einem neuen Standort im Sai-Yok-Distrikt, deutlich näher am Sai-Yok-Nationalpark als zuvor.

    empfehlenswerte Elefanten Schutzgebite

    Wat Ban Tham – Dragon Head Cave Temple

    Schon der Eingang macht diesen Tempel besonders: Der Aufstieg beginnt durch das riesige geöffnete Maul eines Drachen. Dahinter führt eine lange Treppe hinauf zu einer Höhle und mehreren Tempelanlagen. Der Tempel und der Ausblick am Gipfel auf die umliegenden Reisfelde  sind großartig. Tom war oben komplett alleine!

    Highlights:

    • Riesiger Drachenkopf als Eingang
    • Tempelhöhle
    • Aussicht auf Reisfelder
    • Weniger besucht als der Tiger Cave Temple

    Öffnungszeiten:
    tagsüber frei zugänglich.

    Eintritt:
    Kostenlos

    Wat Ban Tham

    Unsere Tipps

    Der Aufstieg ist deutlich anstrengender als er zunächst aussieht. Dafür werdet ihr mit tollen Ausblicken und einer außergewöhnlichen Tempelanlage belohnt – die ihr häufig für euch alleine habt. Die namensgebende Höhle ist allerdings wenig beeindruckend.

    Wat Tham Suea – Tiger Cave Temple

    Der Tiger Cave Temple gehört zu den beeindruckendsten Tempelanlagen Zentral-Thailands. Schon von weitem ist der riesige goldene Buddha zu sehen, der hoch über den Reisfeldern thront. Von der Spitze des Tempelbergs bietet sich ein spektakulärer Rundumblick über den Mae-Klong-Fluss, grüne Reisfelder und die umliegenden Berge. 

    Highlights:

    • Riesiger goldener Buddha
    • Pagode mit 360°-Panoramablick
    • Weitläufige Tempelanlage
    • Aussicht über die Reisfelder

    Öffnungszeiten:
    Täglich 08:00–17:00 Uhr.

    Eintritt Tempel:
    Kostenlos.
    Preis Standseilbahn:
    20 THB

    Anreise:
    Mit dem Rioller etwa 20 Minuten südöstlich von Kanchanaburi.

    Tiger Cave Temple

    Unsere Tipps

    Nach den beiden Tempeln würden wir unbedingt eine Pause im Meena Café einlegen. Das ist ein wunderschöner Ort in den Reisfeldern mit einem fantastischen Blickj auf den Tiger Cave Tempel.

    weitere Tempel in Kanchanaburi:

    Wat Tham Phu Wa
    Dieser Höhlentempel gehört zu den ruhigsten Tempelanlagen rund um Kanchanaburi. Im Inneren erwarten dich beeindruckende Tropfsteinhöhlen, Buddha-Statuen und eine angenehm kühle Atmosphäre. Anders als viele bekannte Tempel ist Wat Tham Phu Wa nur wenig besucht und eignet sich hervorragend für eine entspannte Pause.

    Wat Metta Dharma Bodhiyan
    Liegt in direkter Nachbarschaft (ca. 10 Autominuten) zum Höhlentempel Wat Tham Phu Wa. Dieser riesige chinesisch-mahayana-buddhistische Tempel ist ein absoluter Geheimtipp. Das Highlight im Inneren der Haupthalle ist die 12 Meter hohe, spektakuläre Statue der tausendarmigen Göttin Kuan Yin, die komplett aus massivem Teakholz geschnitzt ist. Drumherum stehen über 100 weitere, lebensgroße Holzfiguren und gewaltige Drachensäulen.

    Wihan Phra Phothisat Kuan Im
    Direkt neben der Brücke am River Kwai befindet sich ein kleiner, bunter chinesischer Schrein, der der Bodhisattva Guanyin gewidmet ist.

    Renate das Wasserschwein

    Alles wichtige für deine Reise

    Auslands-Krankenschutz

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